ROTA Verpackungstechnik setzt auf keytech

PLM mit Zukunftsperspektive

Quelle: ROTA Verpackungstechnik GmbH & Co.KG: Anlage zum Waschen, Sterilisieren, Füllen, Verschließen und Außenwaschen unter Isolator.
(PresseBox) ( Recklinghausen, )
Wenn es um das Waschen, Sterilisieren, Füllen und Verschließen sowie Etikettieren von Ampullen, Flaschen und Spritzen geht, dann führt an ROTA kaum ein Weg vorbei. Die Maschinen- und Anlagenbauer aus dem badischen Ort Wehr beschäftigen sich seit über 100 Jahren ausschließlich mit diesem Bereich und haben zahlreiche Pionierleistungen erbracht. Die hochpräzisen und blitzschnellen Sondermaschinen sind gefragter denn je, weshalb dem PLM-System eine besondere Schlüsselrolle zukommt. keytech erfüllt die zukunftsträchtigen Anforderungen.

ROTA Geschäftsführer Joachim Delhey ist dieser Tage schwer zu erreichen. Unzählige Anfragen, Termine und Planungsgespräche stehen an, seit die ganze Welt nach Impfstoff schreit. Allerdings lässt sich so eine Anlage nicht von heute auf morgen realisieren: „Aktuell wird größtenteils noch auf vorhandenen Kapazitäten produziert. Maschinen in diesem Segment zu bauen, dauert ungefähr zwölf bis vierzehn Monate. Wir haben bereits zwei Maschinen für Pharmazeuten im COVID Umfeld geliefert, erwarten aber eine wesentlich höhere Nachfrage, wenn es sich herausstellt, dass dauerhaft nachgeimpft werden muss.“

Besonderes Geschäftsfeld

Die Pharmabranche gehört, neben der Luftfahrt, zu den weltweit am stärksten reglementierten Märkten. ROTA bedient dieses Geschäftsfeld seit 1909 und ist bestens vertraut mit den speziellen Herausforderungen. Bereits 1925 wurde die weltweit erste automatische Ampullen Abfüll- und Versiegelungsmaschine gebaut. In der Folge reihen sich die vielen Innovationen, mit denen ROTA zuerst auf dem Markt war, wie Perlen auf dem Zeitstrahl der Firmengeschichte. Darunter sind Besonderheiten wie die erste Prüfmaschine für Ampullen und Durchstechflaschen, sog. Vials, oder die Entwicklung der legendären ROTA Ampulle mit patentierter Flammenöffnung. Die Palette an Automatisierungslösungen rund um die Abfüllung flüssiger Arzneimittel für die Pharma- und Biotechindustrie ist ständig gewachsen. Heute gehört ROTA Verpackungstechnik zu den führenden Herstellern von aseptischen Primärverpackungen in diesem Bereich. Die jüngste Weiterentwicklung einer Etikettiermaschine schafft bis zu 27.000 zylindrische Objekte/ Stunde bei minimalem Platzverbrauch.

Ganze Konfektionsabläufe wie das Auspacken, Befüllen, Etikettieren und Neuverpacken von Spritzen bekommt der Kunde bei ROTA aus einer Hand. Die Leistung der automatischen Öffnungssysteme liegt bei 11.500 Objekten in der Stunde. Spitzenwerte und Geschwindigkeiten, die zukünftig gebraucht werden für die schnelle Verfügbarkeit von großen Chargen.

Prozessorientiertes Vorgehen

Allein die Ausbringungsleistung großer Mengen ist nicht ausreichend, denn alles muss dokumentiert, und geprüft werden: „Am Ende hängen Menschleben von der Qualität unserer Arbeit ab“, formuliert Geschäftsführer Delhey die besondere Verantwortung des Unternehmens. Weshalb das Augenmerk nicht nur auf einzelne Maschinen gerichtet ist, sondern insbesondere auf alle Prozesse, die damit zusammenhängen. Lösungen „von der Stange“ kann es da nicht geben. ROTA ist ein Sondermaschinenbauer, der sich exakt an die vielfältigen Wünsche und Vorgaben der Kunden anpasst. Oftmals herrschen am Produktionsort Reinraumbedingungen und starke individuelle Restriktionen, abhängig vom Produktionsprozess des jeweiligen Kunden. „Wir begegnen diesen Anforderungen mit einem gewissen Baukastensystem, das wir flexibel anpassen. Dennoch wird jedes Projekt auftragsbezogen konstruiert und gefertigt. Meist werden die Konfigurationen nur einmal oder wenige Male verwendet.“

Akribie entscheidend

Die spezifische Vorgehensweise erklärt den langen Zeitraum von einem bis drei Jahren von erstem Angebot bis zur Auftragsvergabe. Die Länge der Zeitspanne orientiert sich mehr an den Pharmazeuten als an ROTA, denn die Projektierungsphase ist geprägt von umfangreichen Pflichtenheften und URS/FDS-Abgleichungsvorgängen. „Wir bearbeiten dies mit großer Akribie, denn es geht nicht nur darum, was die Anlage an Output leisten soll, sondern um die exakte Definition aller Parameter, wie beispielsweise der Verwendung von spezifischen Materialien an der jeweiligen Stelle des Produktionsprozesses.“ Sobald der Auftrag eingegangen ist, erfolgt die finale technische Prüfung und die Übergabe vom Vertrieb an das Projektmanagement. Für jeden Auftrag existiert ein eigenes Projektteam aus Konstrukteuren, technischen Produktmanagern, Monteuren, Elektrikern und Automatisierungsfachleuten.

Ausgangspunkt Konstruktion

Gestartet wird in der Konstruktion. Dort befinden sich sechzehn 3D-CAD Arbeitsplätze mit Inventor-Software von Autodesk. Ursprünglich sind die dort generierten Modelle und Zeichnungen mit dem PDM-System COMPASS verwaltet worden. Der Hersteller „COMPASS systems“ ist jedoch von Autodesk übernommen worden und hat das Produkt in die Autodesk PDM-Lösung „Productstream Professional (PSP)“ überführt. Als 2017 der Support für PSP endete, war dies Anlass, um sich nach einem neuen PDM/ PLM-System umzuschauen. „Für uns hatte sich die Fokussierung eines PDM-Produktes auf die reine Konstruktion überlebt. Das passte nicht mehr zu unserer abteilungsübergreifenden Projektarbeit. Außerdem bestand der Wunsch nach einem beständigen Anbieter, wenn möglich lokal ansässig, der flexibel und gleichzeitig ausbaufähig ist. Über unseren Wirtschaftsverband hatte ich bereits von keytech gehört.

Ich gab den Tipp weiter an unser PLM Sondierungsteam, welches das System auf Herz- und Nieren prüfte und entsprechende Vergleiche mit anderen Systemen anstellte. Das Ergebnis: keytech holte den ersten Platz. Mit der Entwicklung in Deutschland, der jahrzehntelangen Erfahrung und der Geschäftsstelle in Baden-Württemberg erwies sich keytech als der PLM-Partner der Zukunft“, freut sich Geschäftsführer Delhey.

Datenübernahme erfolgreich

Die Stärken von keytech zeigten sich in den leistungsfähigen Schnittstellen zu den elementaren Systemen, die bereits vorhanden waren. Die erste Aufgabe bestand in der reibungslosen Datenübernahme des PDM Altsystems PSP in das neue keytech PLM. Hierzu wurde zunächst in einer Testumgebung die Integrität der vorhandenen Daten geprüft. Nicht mehr benötigte oder fehlerhafte Daten wurden beseitigt. Nach erfolgreicher Übung der Datenübernahme in der Testumgebung erfolgte die Live-Schaltung. Joachim Delhey bewertet die ersten Aktionen positiv: „Der Echtstart war der gelungene Auftakt zur Integration von keytech in unsere Projektabläufe. Die Philosophie von keytech deckt sich mit unserer Vorstellung eines skalierbaren PLMs.“

ROTA Verpackungstechnik GmbH & Co.KG: Ablöse und Ausblick

keytech löst bei ROTA das bisher vorhandene PDM-System „Productstream Professional (PSP)“ an 16 Autodesk Inventor Arbeitsplätzen in der Konstruktion ab. Darüber hinaus dient keytech PLM als Datengrundlage für den Austausch mit dem ERP Navision von Microsoft und dem Fertigungsinformationssystem COSCOM. Zukünftig steht die Anbindung des E-CAD-Systems WSCAD an, um das Ziel der Generierung eines digitalen Zwillings zu erreichen. Außerdem sorgt keytech mit definierten Prozessen und Freigabevorgängen für Prozesssicherheit und Risikominimierung bei der Herstellung der anspruchsvollen Maschinen und Anlagen von ROTA
Verpackungstechnik.

ERP im PLM

Im nächsten Schritt erfolgte die nahtlose Integration in das ERP-System. ROTA setzt Microsoft Navision ein. „Das Faszinierende ist, dass unsere Konstrukteure heute ihre Softwareumgebung nicht mehr verlassen müssen. Die Kommunikation mit dem ERP erfolgt innerhalb von keytech, der Datenabgleich von Artikeln und Stücklisten erfolgt automatisch im Hintergrund.“ Über „Look- Ups“ entsteht eine dynamische Sicht auf das ERP-System. Wird ein Artikel in keytech geöffnet, werden beispielsweise Preise und Lagerpositionen in Echtzeit abgefragt. Die Artikelnummer wird über einen Bereichscode gebildet. Dazu nutzten die Konstrukteure eigens in keytech vorgegebene Auswahlfelder. Dort erhalten sie eine in den Nummernkreis passende Artikelnummer, analog zu den im ERP-System hinterlegten Bereichscodes. Die Nummernkreise lassen sich auf diese Weise sicher trennen. Pflichtfelder in keytech regeln, dass die Daten zum Artikel stets korrekt gepflegt sind.

CNC-Programmierung versorgt

In der CNC-Fertigung nutzt ROTA COSCOM als Fertigungsinformationssystem. Die dafür notwendigen Modelldaten der 3D-Konstruktion mit den zugehörigen Neutralformaten wie DXF werden ebenfalls via keytech übermittelt. Damit die Modelle von den Maschinenprogrammierern in COSCOM direkt für die CAM- und CNCProgrammierung verwendet werden können, müssen die Daten speziell aufbereitet werden. keytech erledigt dies automatisch. Die Programmierer erhalten die fertigen Daten abgelegt in einem Ordner und konzentrieren sich auf den reibungslosen Durchlauf an den 5-Achs-CNC-Bearbeitungszentren.

Immer up-to-date

Im Freigabeprozess werden die entsprechenden Abteilungen, wie die Arbeitsvorbereitung, nicht mehr per E-Mail über Versionen und Änderungen informiert. Dies übernimmt nun keytech, sobald eine Änderung vorgenommen wurde. Es öffnet sich ein eigens programmiertes Dialogfenster in dem sich Änderungsgründe anhaken und Informationen weitergeben lassen.

E-CAD und M-CAD in PLM

Über die reinen Leistungen eines PLM-Systems hinaus bietet keytech wertvolle Zusatzfunktionen bis hin zur Maschinenakte. Für Joachim Delhey war dies ein wesentlicher Faktor zur Verwirklichung seiner Vision vom digitalen Zwilling: „keytech unterstützt uns hierbei als zentrales Datenhaltungssystem. Ausgehend von den Modelldaten der mechanischen Konstruktion liefert es die notwendigen Begleitdokumente, achtet auf eine korrekte Rechtevergabe und Freigaben und ist eben auch fähig, als Projekt- und DMS Management zu dienen. Interessanterweise erlaubt keytech auch die Verwaltung der E-CAD-Daten, welche wir in WSCAD erzeugen. Die datentechnisch intelligente Zusammenführung von M-CAD und E-CAD in einem PLM-System steht mit keytech an. Das macht keytech zum führenden System in unserem Unternehmen und ebnet uns den Weg zum digitalen Zwilling, mit dem wir virtuell unsere Maschinen in Betrieb nehmen können, bevor es in den aufwendigen Testaufbau geht.“

Weg zur digitalen Transformation frei

Überhaupt schätzt Joachim Delhey an keytech die zahlreichen Erweiterungsmöglichkeiten: „Was keytech mit `Think big – start small´ propagiert, können wir aus unserer Erfahrung heraus nur unterstreichen. Zunächst ging es um die reine Ablösung des bisherigen PDMs, dann um die sukzessive Einbindung vorhandener Systeme und inzwischen reden wir über die digitale Transformation unseres Unternehmens. keytech bietet uns die notwendige Grundlage für vielfältige Zukunftsaussichten.“

Über ROTA Verpackungstechnik GmbH & Co.KG: 

Die ROTA Verpackungstechnik GmbH & Co. KG mit Sitz im badischen Wehr gehört zu den namhaften Herstellern von Maschinen und Anlagen für die aseptische Primärverpackung von parenteralen Medikamenten für die Pharma- und Biotechindustrie. Gegründet 1909, steht ROTA für technologische Exzellenz und ein umfangreiches Maschinenprogramm mit modernsten integrierten Technologien zum Waschen, Sterilisieren und Entpyrogenisieren, Füllen und Verschließen sowie Etikettieren von Ampullen, Flaschen und genesteten Objekten. Heute arbeiten 130 engagierte Mitarbeiter und zwar ebenso wie die Unternehmensleitung teilweise bereits über mehrere Generationen bei ROTA. Als mittelständiges Unternehmen sieht sich ROTA jederzeit in der Lage, individuell je nach Kundenbedürfnissen flexibel, schnell und kompetent zu reagieren. Die hochwertigen Maschinen sind bekannt für ihre Langlebigkeit und Flexibilität im Einsatz. Ebenso lassen sie sich mit wenigen – meist werkzeuglosen – Handgriffen rasch umrüsten.

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