Kendrion INTORQ setzt in der Rotorenbearbeitung auf Bin Picking

Die Rotoren werden dem System chaotisch in einer Kiste liegend zugeführt – der Roboter erkennt die Teile mittels einer 3D-Kamera.
(PresseBox) ( Villingen-Schwenningen, )
Die Kendrion INTORQ GmbH geht neue Wege in der Automatisierung: Eine fortschrittliche Bin Picking Lösung ermöglicht in der Rotorbearbeitung nicht nur niedrige Prozesszeiten, sondern auch Kostenoptimierung und höchste Präzision bei der Bearbeitung. Für letzteres sorgen mitunter zwei Permanentmagnet-Bremsen, die in den betreffenden  Robotern verbaut sind. Sie stammen nicht zufällig aus dem Hause Kendrion – schließlich gewährleisten nur qualitativ hochwertige Komponten eine optimale Performance des Gesamtsystems.

Bin Picking – per Definition die roboterbasierte Vereinzelung chaotisch bereitgestellter Objekte – gilt als der „heilige Gral“ der Automatisierung. In der Fertigung von Kendrion INTORQ hat sich die innovative Technologie jedenfalls bestens bewährt: In dieser Anwendung übernimmt ein 3D Kamerasystem das automatische Erkennen und ein Roboter das Greifen sowie Zu- und Rückführen der Rotoren bei der CNC-Bearbeitung. „Die Rotoren werden dem System chaotisch in einer Kiste liegend zugeführt“, erläutert Jürgen Kampmeier, Leiter des Bereichs Industrial Engineering in Aerzen. „Mithilfe einer 3D-Kamera erkennt der Roboter, wie die Teile liegen und wie er sie greifen muss. Er führt sie präzise der Bearbeitung zu und legt die bearbeiteten Rotoren dann in Reihen geordnet in einem zweiten Gebinde ab.“ Früher mussten die Mitarbeiter diesen Vorgang manuell verrichten – und somit in nur einer Schicht 1.500-mal die gleichen Prozesse ausführen. Eine sehr repetitive Tätigkeit also, die ein Roboter schneller und präziser leisten kann, weil er nicht ermüdet. Heute konzentrieren sich die Facharbeiter darauf, Prozesse zu überwachen, die Anlagen zu rüsten und Bauteile zu bearbeiten, die nicht über das Bin Picking laufen. Die Automatisierung führt somit zu einer Optimierung der Prozesskosten, die den stark steigenden Materialpreisen  entgegenwirkt und dennoch die Qualität für diese Produkte gewährleistet.

Eine weitere Besonderheit der Anlage, die die Blumenbecker Gruppe im Auftrag von Kendrion INTORQ individuell realisierte, ist die künstliche Intelligenz: „Es ist für einen Roboter nicht ganz einfach, den Rotor auf den vollverzahnten Spannndorn aufzufädeln. Er kann die Rotoren nur an unbearbeiteten Außenflächen greifen, die Innenverzahnungen müssen jedoch auf wenige hundertstel Milimeter genau positioniert werden“, erklärt Jürgen Kampmeier. „Wenn der Roboter feststellt, dass eine Position dabei nicht mehr funktioniert, korrigiert er sich selbst. Sofern das erfolgreich ist, übernimmt er die veränderte Position. Bei diesem Prozess muss kein Programmierer nachhelfen.“

Kendrion INTORQ ist bei diesem System jedoch nicht nur Kunde, sondern auch Zulieferer: Denn im Roboterarm sind zwei Permanentmagnetbremsen der Kendrion PM Line verbaut. Diese Produktserie ist mit verschiedenen Haltekräften erhältlich und arbeitet auch bei schweren Lasten präzise und zuverlässig – was gerade in dieser Anwendung unerlässlich ist. Schließlich liegt die Wiederholgenauigkeit des Roboters bei rund 400stel Millimetern. Die Bremsen von Kendrion unterstützen diese extreme Genauigkeit optimal.

Das Bin Picking System hat sich im Übrigen so gut bewährt, dass Kendrion INTORQ bereits über weitere mögliche Einsatzbereiche nachdenkt. „Als wir mit unserer Anlage gestartet sind, gehörten wir mit dieser Technologie noch zu den Pionieren“, erinnert sich Jürgen Kampmeier. „Bei uns hat sich diese Technologie so gut bewährt, dass ähnlichen Anlagen nichts im Wege steht.“
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