Physische Distanz darf kein Hindernis für Hilfe sein

Augen für das Umfeld öffnen

(PresseBox) ( Isernhagen, )
Physische Distanz darf kein Hindernis sein, um anderen zu helfen. Das Onkologische Forum in Celle bietet ab dem Diagnosetag für Krebspatientinnen und Patienten eine kompetente und zutiefst menschliche psychoonkologische und pflegerische Beratung sowie Begleitung. Dieser Dienst und das Gefühl von Sicherheit sowie Begleitung darf in Zeiten von Covid-19 nicht verloren gehen.

Die Arbeit des Onkologischen Forums in Celle

Die Art und Weise der Unterstützung durch das Team aus Psychoonkologinnen und Palliativ-Care-Fachkräften richtet sich ganz nach den Bedürfnissen der betroffenen Personen: In der Beratungsstelle, im Krankenhaus oder zuhause. Auch bei psychosozialen Anliegen, wie Veränderungen in der familiären Situation, aufkommenden Ängsten oder Unruhe stehen sie den Erkrankten zur Seite und sind 24/7 für die Betroffenen erreichbar. Denn eines zeichnet sich im täglichen Umgang mit den Erkrankten für die Fachkräfte deutlich ab:  Nur informierte, zur Selbstbestimmung befähigte Patientinnen und Patienten haben die Chance, den eigenen weiteren Lebensweg selbständig zu gestalten und zu gehen – gemeinsam mit ihren Angehörigen.

Zusätzliche Herausforderung: Covid-19

Um den derzeitigen Herausforderungen durch Covid-19 gerecht zu werden, benötigt das Team des Onkologischen Forums Schutzausrüstung. Diese ist wie überall dieser Tage knapp. „Die Anzahl der täglich verbrauchten Masken hängt im Wesentlichen davon ab, wie viele Hausbesuche bei Schwererkrankten mit eingeschränkter Lebenszeit wir machen und dann natürlich noch von der Frequenz der Krisen, zu denen wir in der Rufbereitschaft fahren. Das pendelt sich derzeit dann zwischen fünf bis 15 Masken am Tag ein“, so die Leiterin des ambulanten Palliativdienstes, Katharina Winterhoff. „Wesentlich für psychoonkologische Beratungen von Krebserkrankten ist, dass man sich gegenübersitzt und sehen kann. Das ist in Corona-Zeiten schwierig und auf besondere Notlagen beschränkt, aber nur so kann Fürsorge auf Dauer funktionieren. Im Moment konzentrieren sich meine Kolleginnen und Kollegen darauf, den Menschen das Gefühl zu geben, nicht vergessen zu sein. Das geht auch telefonisch“, so der Sprecher des „Onkoforums“ Fritz Gleiß bei einem Besuch in Isernhagen.

Inwerken: Unterstützung und weitere Maßnahmen

„Wir haben uns gefragt, wie man schnell und einfach helfen kann“, erklärt Inwerken-Vorstandsvorsitzender Frank Bachmann. „Seit Jahren liegt uns die wertvolle Arbeit des Onkologischen Forums sehr am Herzen. Da sind wir auf die Idee gekommen, unsere bestehenden Kontakte dafür zu nutzen.“ Damit meint er insbesondere die Consulting-Firma Kesada, die seit vielen Jahren in engem Kontakt mit der hundertprozentigen Tochter von Inwerken, der „WSN Technologies AG“, steht. Auf www.troepfchen-schutz.de bieten sie entsprechende Schutzprodukte für die Corona-Pandemie an. Darüber gelang es Inwerken 100 medizinische und 150 einfache Schutzmasken zu organisieren und sie dem onkologischen Forum zu spenden.

An weiteren Maßnahmen wird derzeit gearbeitet: „Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglichen wir zum einen, das Forum zu unterstützen und zeitgleich sich selbst und andere im Alltag zu schützen“, so Frank Bachmann. Dabei ist geplant, dass allen Beschäftigten einfache Schutzmasken ausgegeben werden. Ob die Personen die Masken behalten und für den eigenen Bedarf verwenden oder wiederum an das Forum spenden, ist ihnen selbst überlassen. Zeitgleich unterstützt Inwerken das onkologische Forum mit dem entsprechenden Ausgabebetrag für die Masken. „So haben alle etwas davon und an alle ist gedacht. Es ist wichtig, dass wir auf unser Umfeld achten. Die Politik kann vieles bewegen und machen, aber wir sind in der Verantwortung, diese so gut wir können, zu unterstützen und zu sehen, dass niemand vergessen wird.“

Das Team der Inwerken AG sagt „Danke“ für die wertvolle Arbeit des Onkologischen Forums in Celle. Bleiben Sie gesund.
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