Menschen und Unternehmen in Niedersachsen profitieren von gestiegener Förderung der NBank

30-prozentiger Anstieg auf 818 Millionen in 2018

(PresseBox) ( Hannover, )
Die NBank hat im Jahr 2018 einen äußerst starken Förderjahrgang hingelegt. Gegenüber 2017, als 639 Millionen Euro Fördermittel abgerufen wurden, war im vergangenen Jahr ein deutlicher Zuwachs zu verzeichnen. Mit der Auszahlung von 818 Millionen Euro wurde ein Sprung von annähernd 30 Prozent erreicht. Dieser deutliche Anstieg verdeutlicht sich auch in der Gesamtanzahl der Förderungen. Sie stieg von 18.066 auf 20.840 an. „Durch dieses sehr gute Ergebnis hat die NBank als zentrales Förderinstitut des Landes mit ihren Förderungen wieder maßgeblich geholfen, das Ziel eines lebenswerten, qualitativ wachsenden Niedersachsens zu verwirklichen. Das stark angestiegene Fördervolumen zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Verwaltungsratsvorsitzender StS Dr. Berend Lindner.

Start-up- und Gründungsförderung mit Kapital und Know-How

„Gründungen sind ein klassisches Thema der NBank“, so Dr. Lindner. Hervorzuheben ist daher der deutliche Anstieg beim Niedersachsen-Gründerkredit. Im Jahr 2018 wurden 158 Kredite über eine Summe von 31,2 Millionen Euro vergeben. Dies ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr mit 21,8 Millionen Euro und 111 bewilligten Krediten.

Unterstützt wird die erfreuliche Entwicklung bei den Gründungen durch die verstetigte Nachfrage beim MikroSTARTer. Damit werden Gründungen in einem niedrigschwelligen Bereich angeregt. Die Fördersumme beträgt maximal 25.000 Euro und wird ohne Sicherheiten akzeptiert. Im letzten Jahr machten davon 254 Niedersachsen Gebrauch. Sie wurden insgesamt mit 5,4 Millionen Euro gefördert.

Rege Nachfrage herrscht beim Beteiligungsprodukt NSeed der NBank, das speziell für Unternehmen in der Gründungsphase konzipiert ist. Die bereit gestellten vier Millionen Euro wurden bereits am Markt platziert. Weitere drei Millionen konnten zusätzlich als private Kofinanzierung aktiviert werden. Deswegen wurde der Fonds spezifisch für den Bereich Innovation um 25 Millionen Euro aufgestockt. Mit dem neuen Stipendium für Start-up Gründer ist eine weiter steigende Nachfrage zu erwarten.

Neben der direkten Förderung ist ein abgestimmtes System von Angeboten wichtig. Das Land unterstützt acht Start-up-Zentren (Inkubatoren) an sieben Standorten in Niedersachsen mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten. Dort können Gründungsteams marktfähige Ideen entwickeln. Eine große Anzahl von Forschungseinrichtungen, Technologiezentren und Entrepreneurship-Lehrstühlen an den Universitäten und Hochschulen ergänzt diese Struktur. „Junge Unternehmen in Niedersachsen anzusiedeln und zu binden, um deren Know im Wirtschaftskreislauf zu integrieren, ist ein besonders wichtiger Eckpfeiler für eine starke Wirtschaft“, so Verwaltungsratsvorsitzender StS Dr. Lindner.

Wirtschaftsförderung in Niedersachsen mit deutlichem Zuwachs

Für die Wirtschaftsförderung war das Jahr 2018 mit einem Volumenplus von 30,7 Millionen auf 224 Millionen Euro ein Top-Jahr. Hervorzuheben ist, dass dabei die Summe der Kredite von 45 Millionen Euro auf 101 Millionen Euro angestiegen ist. Der Produktemix hat sich damit erfreulicherweise verlagert, indem Förderdarlehen ein deutlich größeres Gewicht im Gesamtergebnis der Bank erhalten haben. Die Fördermittel können auf diese Weise revolvierend eingesetzt werden. „Unserem Ziel, uns unabhängiger von Fördermitteln aus Brüssel zu machen, kommen wir damit näher“, so der Vorstandsvorsitzende der NBank, Michael Kiesewetter. Insgesamt profitierten 850 niedersächsische Unternehmen.

Gelungen ist auch der Einstieg in das Niedersachsen-Konsortialgeschäft. Gemeinsam mit einem Bankenkonsortium vergab die NBank ein Darlehen ohne Landes-, Bundes- und EU-Beteiligung. Auch dieses neue Geschäftsfeld zahlt auf die Strategie ein, die Darlehensquote zu erhöhen und die Ertragssituation zu verbessern.

Wohnraumförderung legt erheblich zu

Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum ist enorm hoch. Dies verdeutlicht die Fördernachfrage bei der NBank. Im Jahr 2018 legte die Bank mit 158 Millionen Euro gegenüber 107 Millionen Euro im Jahr 2017 ein sehr erfreuliches Ergebnis vor. Davon wurden im vergangenen Jahr 1.644 Wohnungen errichtet. 2017 waren es 1.186.

Die Förderung ging vorwiegend in Ballungsräume. Aber auch die Menschen in den ländlichen Regionen profitierten sowie Studierende auf Wohnungssuche durch die gezielte Förderung von studentischem Wohnraum. „Dieses Thema wird uns weiter stark beschäftigen, da der Druck auf die Wohnungsmärkte nach wie vor sehr hoch ist und dies noch längere Zeit anhalten dürfte“, so NBank-Vorstand Dr. Ulf Meier.

Beruflicher Aufstieg von Fachkräften weiter im Fokus und mit beachtlicher Nachfrage

Die Zahlen im Breich des Arbeitsmarktes entwickelten sich ähnlich erfreulich wie die Gesamtförderzahlen. Es wurden mit 18.482 Einzelförderungen überdurchschnittlich viele Förderungen bearbeitet. Das Volumen belief sich insgesamt auf 131,6 Millionen Euro, einem Plus von 32,1 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Besonders intensiv wurden die Förderungen genutzt, die der Qualifizierung, Fortbildung oder Spezialisierung dienen.

Hervorzuheben ist zunächst das sogenannte Aufstiegs-BAföG mit einem neuerlichen Sprung der Inanspruchnahme. Insgesamt investierte die NBank in diesem Segment im vergangenen Jahr 63,2 Millionen Euro nach zuvor 61,5 Millionen Euro. „Damit ist der bisher höchste Wert in Niedersachsen erreicht, was in jedem einzelnen Fall eine hochqualifizierte Fachkraft für den Arbeitsmarkt bedeutet“, so Vorstandsmitglied Dr. Ulf Meier.

Die Meisterprämie erhielten 2.195 Menschen. Die dafür ausgezahlte Fördersumme betrug 8,8 Millionen Euro. Die Meisterprämie ist für das Handwerk genau die richtige Antwort auf die sinkende Zahl von Meisterprüfungen und Betrieben. Durch diese finanzielle Unterstützung bekommen zukünftige Handwerksmeister einen echten Anreiz, die Gründung oder Übernahme eines Betriebs zu starten.

Kommunen nutzen Produktportfolio der NBank immer stärker

Die Infrastrukturförderung im Städtebau verzeichnete eine rege Nachfrage und stieg von 149 Millionen Euro auf 160 Millionen Euro an. 19 Kommunen nahmen den Kommunalen Infrastrukturkredit Niedersachsen in Anspruch. Damit sind Darlehen in Höhe von etwa 75 Millionen Euro verbunden. „Dies bedeutet einen Anstieg um mehr als 51 Millionen Euro und kommt wiederum der Strategie zugute, die Darlehensquote signifikant zu steigern“, so Vorstandsvorsitzender Michael Kiesewetter.

Ausblick

Für 2019 strebt die NBank eine weitere Verstetigung ihrer Geschäftstätigkeit und einer Steigerung des gesamten Kreditvolumens an. „Der Konsortialkredit soll in die Fläche ausgerollt werden, im Bereich Risikokapital für Start-ups werden wir noch nachlegen, um das gründungsfreundliche Klima in Niedersachsen weiter zu befördern. Unter dem Strich entwickeln wir so unser Kreditgeschäft strategisch weiter“, so Vorstandsvorsitzender Kiesewetter.

Zudem beginnt 2021 eine neue EU- Förderperiode, die es zusammen mit dem Land vorzubereiten gilt, um die richtigen Förderweichen zu stellen. Dabei setzt die Bank auch auf ihre 15-jährige Erfahrung. In Zahlen ausgedrückt heißt dies, dass sie seit 2004 Unternehmen, Kommunen und Menschen in Niedersachsen mit bisher 11,79 Milliarden Euro unterstützte. Insgesamt wurden 154 verschiedene Förderprogramme umgesetzt und 204.833 Anträge bewilligt. Eine gute Expertise, um die nächste Förderperiode erfolgreich anzugehen und umzusetzen. „Die niedersächsische Förderlandschaft stets zeitnah und flexibel an die aktuellen Bedürfnisse anzupassen, vorhandene Förderinstrumente zu bündeln oder zu erweitern und Neues einzuführen, sind nicht nur wichtige Schritte, um die NBank fortlaufend weiter zu entwickeln, sondern dies trägt dazu bei, eine hohe Lebensqualität in Niedersachsen zu gewährleisten“, so Verwaltungsratsvorsitzender StS Dr. Lindner abschließend.

Hier finden Sie die „NBank Förderergebnisse 2018“ als Grafik. Den gesamten Bericht als Onlineversion „Das Förderjahr 2018“ inklusive Videomaterial können Sie hier abrufen.
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