Bundesverdienstkreuz an Plant-for-the-Planet-Gründer Felix Finkbeiner verliehen

INTHERMO-Chef Berbner betont die Dringlichkeit, mehr natürliche Baustoffe zu verwenden

Für über 15 Milliarden gepflanzte Bäume: Am 22. Mai 2018 wurde Plant-for-the-Planet-Gründer Felix Finkbeiner (rechts) im Alter von erst 20 Jahren mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (links) überreichte die Verdienstmedaille und die Urkunde / Quelle: Plant-for-the-Planet; Foto-Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Plant-for-the-Planet-Foundation, Uffing; www.plant-for-the-planet.org (PresseBox) ( Berlin/Uffing am Staffelsee/Ober-Ramstadt (INT-PftP), )
Mit neun Jahren gründete er die Kinder- und Jugendinitiative Plant-for-the-Planet, im Alter von erst 20 Jahren erhielt Felix Finkbeiner unlängst das Bundesverdienstkreuz aus den Händen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Damit würdigt die Bundesrepublik Deutschland zugleich den selbstlosen Einsatz von 67.000 Kindern und Jugendlichen, die durch das uneigennützige Pflanzen von Bäumen nachhaltig zur Verbesserung des Globalklimas beitragen. Die Geschäftsleitung und die Mitarbeiter des ökologisch orientierten WDVS-Entwicklers INTHERMO aus Ober-Ramstadt in Hessen freuen sich mit Felix, seiner Familie sowie den Anhängern der Plant-for-the-Planet-Bewegung über diese hohe Ehre.

„Mit großem Respekt vor den selbstlosen Anstrengungen, die die Kinder der Plant-for-the-Planet-Foundation auf der ganzen Welt für die Rettung des Globalklimas erbringen, gratuliert das gesamte INTHERMO-Team Plant-for-the-Planet-Gründer Felix Finkbeiner anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes ganz besonders herzlich. Als Anbieter natürlicher Fassadendämmsysteme stehen wir hinter der großartigen Idee, durch Baumpflanzungen den weltweiten Kohlendioxidausstoß zu kompensieren. Deshalb war es für uns auch eine Herzenssache, das historische Bahnhofsgebäude von Uffing, in dem sich das Sekretariat der Plant-for-the-Planet-Stiftung befindet, mit unserem Holzfaser-Wärmedämm-Verbundsystem zu ummanteln und das benötigte Material unentgeltlich zur Verfügung zu stellen“, erklärt INTHERMO-Geschäftsführer Dipl.-Holzbauing. Stefan Berbner.

Felix Finkbeiner fordert: Deutschland muss klimaneutral werden!

Am 22. Mai überreichte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dem erst 20-jährigen Felix Finkbeiner die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland. Das Bundesverdienstkreuz wurde dem Gründer der weltweit aktiven Plant-for-the-Planet-Stiftung für seine Verdienste um die Bekämpfung der Klimakrise verliehen.

Seit 2007 15 Milliarden Bäume gepflanzt

Felix hatte als 9-Jähriger die Initiative Plant-for-the-Planet ins Leben gerufen. Seither haben die Kinder und Jugendlichen mit Unterstützung ihrer Eltern, gleichgesinnter Erwachsener wie auch Regierungen, Unternehmen und Organisationen mehr als 15 Milliarden Bäume gepflanzt.

„Es freut uns Kinder und Jugendliche, dass die Erwachsenen unser Engagement mit dieser Auszeichnung ehren und ernst nehmen. Aber lieber wäre es uns, wenn die Bundesrepublik jedes Jahr zwei Milliarden Bäume für unsere Zukunft pflanzen würde“, betont Felix. Damit könnte Deutschland seine derzeitigen Emissionen von 900 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten im Jahr komplett ausgleichen; es wäre eine Maßnahme mit Signalwirkung! „So würde Deutschland sich als erste Industrienation klimaneutral und an die Spitze einer weltweiten Waldbewegung stellen", so Felix Finkbeiner weiter.

Warum Klimaneutralität so wichtig ist

Die CO2-Uhr tickt: Wenn die Menschheit mit ihrem Treibhausgas-Ausstoß weitermacht wie bisher, ist im Jahr 2031 das Budget aufgebraucht. Dann müsste der komplette Treibhausgas-Ausstoß sofort auf null gehen. Nur so ließe sich die globale Erwärmung noch auf 2°C beschränken. „Es geht hier um die Zukunft von uns Kindern und Jugendlichen. Wir werden die Folgen der Klimakrise ausbaden müssen. Deswegen müssen wir jetzt handeln und die Ambitionslücke von Paris schließen“, erklärt Plant-for-the-Planet-Gründer Felix Finkbeiner.

Mehr Mitwirkung erforderlich

Die Klimaschutz-Maßnahmen, auf die sich die Staatengemeinschaft auf der Klimakonferenz in Paris 2015 einigen konnte, reichen nicht aus. Es muss viel mehr getan werden, um das CO2 in der Atmosphäre zu verringern. Deshalb hoffen die Kinder und Jugendlichen von Plant-for-the-Planet jetzt, Unternehmen davon zu überzeugen, sich mit freiwilliger Klimaneutralität zur Reduktion der Treibhausgas-Emissionen zu verpflichten. Und: Bäume zu pflanzen, die CO2 binden.

Für ganz Deutschland wäre das Ziel zwei Milliarden neue Bäume. Sofern sie in Ländern des Südens gepflanzt werden, wo das tropische Klima ein schnelles Wachstum garantiert. Für 1.000 Milliarden Bäume ist weltweit Platz, das zeigt eine Studie von Prof. Crowther, ETH Zürich. Seit Jahrtausenden funktionieren Bäume als CO2-Speicher, überall auf der Welt. Mehr noch: Aufforstung bringt uns als Menschheit allen 17 Zielen zur Nachhaltigen Entwicklung (SDGs) näher. Unter anderem trägt sie in Ländern des Südens zum Wohlstand der Menschen bei, indem sie Arbeitsplätze schafft.

Mit zwei Milliarden neuen Bäumen könnte sich Deutschland wieder an die Spitze der Klima-Bewegung setzen. Die Kosten dafür liegen bei weniger als 0,5 Prozent unseres Bruttoinlandsprodukts. „Ich bin froh, dass wir schon einige mittelständische Unternehmen gewinnen konnten, die ihre Produktion bis 2022 komplett klimaneutral stellen werden. Das sind echte Vorbilder. Ja Vorreiter“, hebt Felix Finkbeiner hervor.

Neue Bäume pflanzen

Plant-for-the-Planet widmet sich der Pflanzung und Pflege von Baumsetzlingen auf der Halbinsel Yucatán in Mexiko auf einem Gelände, das den Kindern und Jugendlichen von der mexikanischen Regierung zur Verfügung gestellt wurde. Die Kultivierung der Setzlinge erfolgt einer eigenen Baumschule, deren Unterhalt aus Spendenmitteln finanziert wird. Drei Millionen Bausetzlinge wurden auf diesem Wege schon gepflanzt; im Schnitt kommt alle 15 Sekunden ein neuer hinzu. Die Plant-for-the-Planet-Foundation beschäftigt für die Pflanzungen derzeit 100 Arbeiter, in den kommenden Jahren sollen jährlich 36 dazukommen. Jeder Baum wird so lange gepflegt, bis er mindestens 500 kg CO2 gespalten und als Kohlenstoff im Holz gebunden hat. Anschließend wird das Holz zu Baumaterial und Möbeln, so dass die Bäume nicht verrotten und den Kohlenstoff wieder freisetzen. Die Plant-for-the-Planet-Foundation ist ein wichtiger Arbeitgeber in der Region, der auf ehemals abgeholzten, degradierten Waldflächen einen neuen Wald, einen funktionierenden CO2-Speicher, Arbeitsplätze, Baumaterial, Infrastruktur und für die Menschen ein Zuhause geschaffen hat. Kurz: eine positive Kettenreaktion. Felix Finkbeiner dazu selbstbewusst: „Stop talking. Start planting.“ Mitpflanzen kann jeder unter plant-for-the-planet.org/baeume

Wissenschaftliche Hintergründe

Die Studie „Predicting Global Forest Reforestation Potential“ (Crowther, T.W. et al., 2017) zeigt, dass für 1000 Milliarden zusätzliche Bäume Platz ist. Die CO2-Uhr tickt – nach einer mittleren Schätzung verbleiben noch 17 Jahre und 7 Monate, bis das Budget ausgeschöpft ist, das die 2°C-Grenze noch zulässt.

Über Plant-for-the-Planet

Die Kinder- und Jugendinitiative Plant-for-the-Planet wurde im Januar 2007 ins Leben gerufen. Der damals neunjährige Felix Finkbeiner forderte am Ende eines Schulreferats über die Klimakrise seine Mitschüler auf: „Lasst uns in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen!“ Ziel der Kinder- und Jugendinitiative ist mittlerweile, weltweit 1.000 Milliarden Bäume zu pflanzen. Bäume sind das günstigste und effektivste Mittel, CO2 zu binden und so der Menschheit einen Zeitjoker zu verschaffen, um die Treibhausgas-Emissionen auf null zu senken und die Klimakrise abzuschwächen.

Trillion Tree Campaign

2011 übergab das Umweltprogramm der Vereinten Nationen, kurz UNEP, die traditionsreiche Billion Tree Campaign an Plant-for-the-Planet – und damit den offiziellen Weltbaumzähler. Passend zum ambitionierten Ziel der Kinder hat Plant-for-the-Planet inzwischen die Trillion Tree Campaign ausgerufen (engl. Trillion = 1.000 Milliarden).

Bisher wurden bereits über 15 Milliarden Bäume in 193 Ländern gepflanzt. Auf der Yucatán-Halbinsel pflanzt Plant-for-the-Planet alle 15 Sekunden einen neuen Baum. Mit eigenen Produkten (z.B. Die Gute Schokolade) und Kampagnen (z.B. „Stop talking. Start planting.“) pflanzt die Initiative selbst Bäume und motiviert zum Mitpflanzen. Auf Akademien bilden sich die Kinder gegenseitig zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit aus – über 67.000 Kinder und Jugendliche aus 66 Ländern sind schon dabei. (az)

Weitere Informationen über die Plant-for-the-Planet-Foundation hat Frau Bork, Am Bahnhof 1, 82449 Uffing am Staffelsee/Bayern: Fon +49 (0) 88 08/93 45; Fax:+49 (0) 88 08/93 46; E-Mail: media@plant-for-the-planet.org; Web: www.plant-for-the-planet.org;

 
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