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Pressemitteilung BoxID: 751974 (INTENSE AG)
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Fachinterview INTENSE AG auf der Plattform erp4students publiziert

Herr Dominik Panzer beantwortet alle Fragen rund um das Jobprofil

(PresseBox) (Würzburg, ) Fachinterview INTENSE AG auf der Plattform erp4students publiziert

Wie wird das Berufsbild Berater greifbarer? Welche Karrieremöglichkeiten mit SAP bieten sich in mittelständischen Beratungshäusern wie INTENSE AG? Die Nachfrage steigt, die Angebote sind mannigfaltig und das Gehalt beträchtlich. SAP-Berater sind gefragt wie nie zuvor. Der anhaltende Erfolg des Walldorfer Softwareunternehmens bewirkt, dass immer mehr Unternehmen SAP-Produkte einsetzen. Entsprechend steigt die Zahl der benötigten Fachkräfte und Berater, die sich mit der Materie auskennen. Doch was genau tun SAP-Berater? In welchen Bereichen arbeiten sie? Und muss ein Absolvent mit SAP-Kenntnissen zwangsläufig Berater werden?

Diese Fragen beantwortet Herr Dominik Panzer, ein ehemaliger erp4student-Absolvent, nun erfolgreicher Manager bei INTENSE AG, detailliert in dem folgenden Interview - Lesen Sie selbst alle weiteren Details in dem folgenden Artikel:

Herr Panzer, stellen Sie sich doch bitte kurz vor.

Mein Name ist Dominik Panzer, ich bin 32 Jahre alt und habe an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt Wirtschaftsinformatik mit dem Schwerpunkt Business Software studiert. Erste erp4students-Kurse habe ich bereits zu Studienzeiten kennengelernt und auch einige belegt. Bei INTENSE AG habe ich bereits während meines Studiums gearbeitet und bin schließlich auch dort als Junior SAP Consultant eingestiegen. Ich arbeite inzwischen seit 7 Jahren dort. Wir haben uns auf SAP-Beratung in den Branchen Energieversorgung und Versicherungen spezialisiert sowie zusätzlich auf die branchenübergreifenden Module SAP BI und SAP CRM. Dabei bedienen wir in unseren Projekten die gesamte Bandbreite, beginnend bei konzeptionellen und fachlichen/prozessorientierten Themen, über die IT-Konzeption, die eigentliche Realisierung per Customizing oder ABAP-Entwicklung im System und dem anschließenden Support. Aktuell haben wir ein Team von rund 50 festangestellten Mitarbeitern sowie Praktikanten, Werkstudenten und Masteranden, verteilt auf unsere beiden Standorte Würzburg und Köln. 
Bei der INTENSE AG arbeite ich als Manager im Bereich Business Development, d.h. ich kümmere mich zusammen mit weiteren Kollegen um unsere Geschäftsfeldentwicklung. Der Schwerpunkt liegt hier im Vordenken von zukünftigen Themen und dem Entwickeln von Vertriebs- und Beratungsprodukten. Diese erarbeiten wir in internen "Fokusgruppen", z.B. in den Themenbereichen HANA und Digitalisierung. Wir entwickeln aber auch AddOn-Lösungen, die Lücken im SAP Standard beheben und den Sachbearbeiter effizienter arbeiten lassen. In meinem Projektalltag beim Kunden bin ich aktuell Projektleiter bei einem großen Versorger in Hessen, bei dem wir mit einem Team von 8 Beratern in diversen Themenbereichen unterstützen.

Sie sind EDM-Berater. Was genau bedeutet EDM? Was sind Ihre Aufgaben?

EDM bedeutet Energie-Daten-Management und ist ein Teil der Branchenlösung SAP IS-U, der Branchenlösung für Energieversorger. SAP EDM ermöglicht es Großkunden, wie Industrieanlagen, Werke von Automobilzulieferern oder Chemieanlagen nach komplexen tariflichen Merkmalen abzurechnen. Im Gegensatz zum Haushaltskunden wird dort nicht einmal im Jahr ein Zählerstand ausgelesen, sondern der Verbrauch fortlaufend alle 15-Minuten gemessen.

Zusätzlich dient das Modul dazu, Verbrauchsdaten der Kunden viertelstundenscharf über das gesamte Netz eines Netzbetreibers zu sammeln und Verbräuche der dort lebenden Menschen zu prognostizieren. Diese Daten finden dann u.a. Verwendung, um die Netzstabilität in Deutschland zu ermöglichen und die Kosten für deren Aufrechterhaltung möglichst gering zu halten. Mein Schwerpunkt liegt hier in der Konzeption und Umsetzung von Optimierungs- und Automatisierungspotentialen, sowie der Anpassung von Prozessen an neue gesetzliche Vorgaben der Bundesnetzagentur.

Wie wird man eigentlich SAP-Berater? Welche Anforderungen muss man mitbringen?

Hier gibt es viele Möglichkeiten des Einstiegs - auch für Quereinsteiger, da das Thema SAP selbst ist ein sehr breitgefächertes Feld ist. Wichtig ist aber auf jeden Fall, dass man bereit ist, sich sowohl fachlich (d.h. in einer gewissen Branche, bzgl. Geschäftsprozessen und gesetzlichen Vorgaben) als auch technisch (Tabellen, Datenhaltung, ABAP-Entwicklung) zu entwickeln. Der Schwerpunkt liegt bei unseren Beratern meist auf einem der beiden Themen, jedoch sollte man die andere Welt, also das zweite Thema fachlich ebenfalls kennen. Ein SAP Berater dessen Schwerpunkt auf der Programmierung liegt, sollte also auch grundlegende fachliche Prozesse kennen, denn dadurch steigt die Qualität seiner Arbeit und er kann eigenständig mit dem Kunden kommunizieren. Andererseits muss ein eher prozessorientierter Berater durchaus die Auswirkungen auf die IT-Systeme abschätzen können und ggf. Entwickler bei der Umsetzung betreuen. Ideal ist auch ein gewisses Kommunikationstalent sowie die Fähigkeit komplexe Sachverhalte zu strukturieren und zu vereinfachen. Den Einstieg in die Beratung unterstützen wir bei INTENSE mit unserem 6-monatigen Traineeprogramm "First 6 Months of Membership", der Bereitstellung eines Paten als Betreuer und Vertrauten, sowie der Durchführung von internen Workshops oder von Education Teams, bei denen ein erfahrener Berater den Junior 1:1 coacht. Der größte Teil der Ausbildung findet aber direkt im Projekt beim Kunden statt.

Einerseits ist "Big Data" ein großes Thema, andererseits waren gerade sensible Daten wohl noch nie so gefährdet wie heute. Auf der Website ihres Unternehmens fällt der Punkt "Datenanonymisierung" unter ihre "Fokusthemen 2015". Was versteht man darunter und welche Ansätze verfolgen Sie konkret?

Big Data ist eines der großen Themen im Markt, aber gleichzeitig ist es natürlich wichtig, dass die vorhandenen (Kunden-)Daten nur so genutzt werden bzw. zugänglich gemacht werden, wie es Kunde und Gesetzgeber vorgeben. In SAP-Landschaften gibt es beispielsweise oft drei Systeme - ein Produktivsystem, auf dem reell gearbeitet wird, ein Qualitätssicherungssystem für Tests und ein Entwicklungssystem für die Programmierung. Um effizient auf aktuellen Datenbeständen neue Entwicklungen testen zu können, werden oft produktive Daten in das Qualitätssicherungssystem gespiegelt. Um hier gesetzeskonform zu sein, müssen dort die Kundendaten soweit möglich anonymisiert werden. INTENSE bietet hier eine eigenentwickelte Lösung an, die die Daten im System konsistent nach verschiedenen Algorithmen anonymisiert. Wird keine Anonymisierung durchgeführt, so drohen empfindliche Strafen.

Zwei weitere Schwerpunkte Ihres Unternehmens liegen in den Bereichen BI (Business Intelligence) bzw. BW (Business Warehouse) und CRM (Customer Relationship Management). Für jemanden, der vielleicht noch nicht damit in Berührung gekommen ist: wie würden Sie in wenigen Sätzen erklären, was BI, BW und CRM sind?

SAP BI/BW und CRM sind zwei branchenübergreifende Module, die wir als Ergänzung in unserem Portfolio haben:

SAP BI/BW ist die Data-Warehouse-Lösung der SAP und dient der Analyse von großen Datenbeständen, Aggregation und Transformation dieser Daten und der darauf aufbauenden Auswertung von Kennzahlen. Diese werden je nach Kennzahlen für die Steuerung von einzelnen Bereichen eines Unternehmens genutzt oder sogar vom Top-Management zur Unternehmenssteuerung. Darauf aufbauend gibt es verschiedene Frontend-Werkzeuge zur Darstellung der Daten. Diese reichen von einfachen Excel-Darstellungen, über Weblösungen bis hin zu mobilen Darstellungen.

SAP CRM (Customer Relationship Management) ist ein Modul für das Kundenbeziehungsmanagement. Über SAP CRM können alle relevanten Prozesse, die mit direktem Kundenkontakt einhergehen, abgewickelt werden, z.B. die klassischen Aufgaben von Call- und Servicecentern. Teilweise werden auch Geschäftsprozesse in den Hauptsystemen über eine Schnittstelle aus dem CRM angestoßen, z.B. ein Ein-/ oder Auszug im Energieversorgungsumfeld. Weiterhin lassen sich zielgruppenscharfe Vertriebskampagnen durchführen und deren Erfolg im Nachgang analysieren. Beide Module bieten auch SAP HANA-Unterstützung.

Wie beurteilen Sie SAP HANA und wie schätzen Sie den zukünftigen Stellenwert dieser Lösung ein?

SAP baut HANA zu seiner zentralen Plattform aus, d.h. HANA wird aus meiner Sicht früher oder später in jedem Unternehmen, das auf SAP setzt, ankommen. Nicht nur als Basis für BI/BW, sondern auch als Datenbank der transaktionalen Systeme. Damit ergeben sich völlig neue Möglichkeiten für Analysen und Geschäftsprozesse. Gleichzeitig ist HANA ein wichtiger Modernisierungsschritt, da SAP oft den Ruf halt "altbacken" und "angestaubt" zu sein. Zusammen mit dem Thema Cloud-Computing ist HANA sicherlich eines der wichtigsten Themen im SAP Bereich.

Als für wie wichtig erachten Sie Know-how im Umgang mit SAP-Produkten schon bevor man ins Berufsleben einsteigt?

SAP gehört in vielen Branchen zum Standard - insbesondere in größeren Unternehmen kommt man früher oder später mit dem Thema SAP in Kontakt. Insofern ist es auch für Studenten, die nicht unbedingt in die Beratung wollen, aber in einer SAP-lastigen Branche arbeiten werden sinnvoll, hier Know-How zur Differenzierung im Bewerbungsprozess aufzubauen. Auch bei INTENSE sehen wir, dass Bewerber mit Vorkenntnissen schneller und erfolgreicher im Unternehmen vorankommen, als Kollegen die noch keinen oder wenig Kontakt mit SAP hatten. Da die Kurse von ERP4Students sehr praxisorientiert sind, ist deren Ruf bei Unternehmen aus meiner Sicht sehr gut. Aus Unternehmenssicht ist es natürlich auch von Vorteil, wenn Bewerber bereits weiterbildende Schulungen absolviert haben. Natürlich investieren auch die Unternehmen in Weiterbildung, wer aber bereits relevantes Wissen in das Unternehmen mit einbringt, ist klar im Vorteil. Als Quereinsteiger kann man zusätzlich mit den Kursen KnowHow aufbauen und seine Jobchance verbessern. Und nicht zuletzt wird Engagement über das Pflichtprogramm des Studiums hinaus bei jedem Arbeitgeber gerne gesehen.

Was glauben Sie, sind die momentan gefragtesten oder auch wichtigsten Bereiche im SAP-Umfeld? Oder anders gefragt: wenn man als Berufseinsteiger möglichst gute Jobchancen haben möchte, sollte man sich in welchen Bereich am besten Know-how aneignen?

Das SAP Umfeld ist allgemein ein Markt mit guten Einstiegsmöglichkeiten und einer Vielfalt an verschiedenen Jobs. Wichtig für Berufseinsteiger ist vor allem ein Grundlagenwissen und ggf. ein Praktikum im SAP Bereich - damit hält man sich alle Türen offen.

Was glauben Sie, wie kann man dem oft zitierten Fachkräftemangel entgegenwirken (Stichwort Academy Cube oder Fortbildungsprogramme wie z.B. erp4students)?

Studenten sollten sich schon während ihrem Studium weiterbilden: das kann sowohl ein Fortbildungsprogramm sein, als auch eine Werkstudententätigkeit. Zusätzlich gibt es viele Menschen, die sich in der Vergangenheit aus diversen Gründen gegen ein Studium entschieden haben. Auch hier kann ich empfehlen, sich weiterzubilden und sich somit neue Jobmöglichkeiten zu verschaffen.

erp4students bedankt sich herzlich für die Zeit, die Sie sich genommen haben und für Ihre Antworten. Das Interview führte Daniel Schnaithmann. Weitere Information können Sie über die beiden Links abrufen:

Homepage DE: http://www.erp4students.de/... Facebook DE: https://www.facebook.com/...

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INTENSE AG

Die INTENSE AG ist IT-Beratungsunternehmen mit fachlicher und technischer Spezialisierung auf die Energiewirtschaft mit Sitz in Würzburg und Köln. Entsprechend tiefes Branchen- und Prozesswissen sowie fundierte SAP® Implementierungs- und Entwicklungskompetenz kennzeichnet unser Leistungsspektrum für die Branchenlösung SAP® for Utilities / SAP® Energy Data Management/ SAP® Customer Relationship Management (SAP® CRM) sowie Business-Intelligence- und Enterprise-Performance-Management-Lösungen von SAP® BusinessObjects.

Unsere technisch und methodisch hochwertige Beratung ist von innovativem Denken geprägt und mit erstklassigem Umsetzungs-Know-how hinterlegt. Wir gestalten und realisieren End-to-End-Prozesse für Branchen- und Cross-Industry-Lösungen im SAP® Umfeld und achten auf den ganzheitlichen "Fit" von Strategie, Prozess und IT. Die Kompetenz unserer Mitarbeiter reicht von fachlicher und IT-strategischer Konzeption bis hin zur technischen Realisierung.