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Pressemitteilung Box-ID: 1129355

Industrie- und Handelskammer des Saarlandes Franz-Josef-Röder-Straße 9 66119 Saarbrücken, Deutschland http://www.saarland.ihk.de
Ansprechpartner:in Herr Dr. Mathias Hafner +49 681 9520300

Saarkonjunktur: Stimmung bricht ein

Energiekrise belastet Geschäftslage und Erwartungen

(PresseBox) (Saarbrücken, )
Vor dem Hintergrund der Energiekrise und hoher Inflation ist die Stimmung in der Saarwirtschaft parallel zur Entwicklung im Bund regelrecht eingebrochen. Das signalisieren die Meldungen der Unternehmen zu ihrer aktuellen Lage und zu den Erwartungen für die kommenden Monate. So fiel der IHK-Lageindikator um 6,8 Punkte gegenüber dem Vormonat auf 23,4 Zähler. Damit ist die Geschäftslage in den Betrieben an der Saar inzwischen so schlecht wie seit 18 Monaten nicht mehr. Ursächlich dafür sind insbesondere deutliche Rücksetzer in weiten Teilen der Industrie sowie im Handel. Erheblich schwächer zeigen sich auch die Aussichten für die nächsten sechs Monate. Der IHK-Erwartungsindikator stürzte um 9,7 Punkte auf minus 24,6 Zähler ab. Damit liegt er sogar um 6,9Punkte unter seinem langjährigen, coronabedingten Tiefstwert vom April 2020. „Die signifikanten Einbrüche der IHK-Konjunkturindikatoren zeigen, wie ernst die Lage ist. Insbesondere die extremen Preissprünge bei Energie treffen die Saarwirtschaft in ihrer gesamten Breite und bedrohen den Bestand vieler Unternehmen. Der Handel und die verbraucherorientierten Dienstleister leiden darüber hinaus unter der allgemeinen Teuerung, die das Konsumklima erheblich belastet. Die Politik muss angesichts der existenzgefährdenden Situation vieler Unternehmen nun rasch und entschlossen handeln und neben einer schnellen Ausweitung des Energieangebots für sofortige Entlastungen der Unternehmen sorgen. Andernfalls wird die derzeitige Krise nicht nur zu einer Rezession im Winter, sondern sogar zu Strukturbrüchen mit erheblichen Wohlstandsverlusten führen.“ So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Thomé die Ergebnisse der September-Umfrage der IHK Saarland, an der sich rund 300 Unternehmen mit gut 100.000 Beschäftigten beteiligten.

Insgesamt bewerten derzeit 36 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut oder sehr gut, 51 Prozent mit befriedigend und 13 Prozent mit schlecht. Gut laufen die Geschäfte nur noch in der Stahlindustrie und in der Elektroindustrie. Überwiegend befriedigend ist die Lage im Maschinenbau, im Fahrzeugbau, bei den Gießereien, im Ernährungsgewerbe, in der Gummi- und Kunststoffindustrie, im Stahlbau, bei den Herstellern von Metallerzeugnissen, in der Medizintechnik sowie in der Bauwirtschaft.

Im Dienstleistungsgewerbe berichten 85 Prozent der befragten Unternehmen über gute oder befriedigende Geschäfte. Gut laufen die Geschäfte allerdings nur in der IT-Branche sowie im Gastgewerbe. Bei den Banken und Versicherungen sowie bei den unternehmensorientierten Dienstleistern ist die Lage befriedigend. Dagegen leidet der Handel zunehmend unter dem Kaufkraftverlust der privaten Haushalte.

Sofortige Entlastungen zwingend erforderlich

In den kommenden sechs Monaten bleiben die Aussichten für die Saarwirtschaftäußerst verhalten. Nur drei Prozent der Betriebe rechnen mit besseren, 28 Prozent dagegen mit schlechteren Geschäften. Die verbleibenden 69 Prozent gehen von einer gleichbleibenden Geschäftsentwicklung aus. Insbesondere in den strukturprägenden Branchen der Saarwirtschaft dominiert der Pessimismus. „Wenn der kommende Winter nicht zu einem Winter der Verzweiflung werden soll, muss die Politik bei ihren Bemühungen, die Energiekrise abzumildern, endlich die Wirtschaft in den Blick nehmen. Andernfalls droht zahlreichen Unternehmen das Aus – auch und gerade im Mittelstand. Das Energiekostendämpfungsprogramm muss daher zügig erweitert werden, damit auch kleine und mittelgroße Unternehmen von den hohen Energiekosten entlastet werden. Notwendig sind neben einem Energiepreisdeckelvor allem Steuersenkungen bei Strom und Gas sowie die Erhöhung des Stromangebots. Alles, was in dieser Notlage preiswert, schnell und verlässlich Strom erzeugt und damit zur Versorgungssicherheit und Systemstabilität beiträgt, muss nun ans Netz. Dazu zählt sowohl der Weiterbetrieb von Kohle- und Ölkraftwerken als auch von Atomkraftwerken“, so Thomé.

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