Die saarländische Gesundheitsbranche - ein leistungsstarker Sektor mit viel Potenzial

IHK-Branchenbericht zur saarländischen Gesundheitswirtschaft vorgelegt

Saarbrücken, (PresseBox) - „Die Gesundheitswirtschaft ist ein internationaler Wachstumsmarkt. Dies kommt auch der Gesundheitsbranche im Saarland zugute. Von ihrer Leistungsfähigkeit profitieren Unternehmen wie Betroffene gleichermaßen. Im Saarland sind rund 88.000 Menschen in diesem Sektor tätig. Dabei hat die Gesundheitswirtschaft im Saarland einige hidden champions mit weltweiter Spitzenreputation vorzuweisen. Die Herstellung und der Handel von und mit medizinischen Produkten erreicht zwar in anderen Bundesländern höhere Wertschöpfungsanteile, die Grundlagen für einen Aufholprozess sind im Saarland aber ausgesprochen gut“. So fasst IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen die zentralen Ergebnisse des IHK-Branchenberichts zur saarländischen Gesundheitswirtschaft zusammen, den die IHK heute (9. Mai) vorgelegt hat.

Jeder sechste Erwerbstätige arbeitet in der Gesundheitswirtschaft

Nach Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums betrug 2016 die Bruttowertschöpfung der deutschen Gesundheitswirtschaft 336,4 Milliarden Euro, das sind rund 12 Prozent des gesamten Bruttoinlandsproduktes. Im Saarland liegt der Wertschöpfungsanteil der Branche über alle Segmente betrachtet – neben Herstellern und Händlern also auch Krankenhäuser, Praxen etc. – bei fast 13 Prozent. Das entspricht etwas mehr als 4 Mrd. Euro. Die rund 88.000 Beschäftigten des Sektors machen 17 Prozent der hiesigen Erwerbstätigen aus. Die Zahl rangiert geringfügig über dem Bundesdurchschnitt von 16,1 Prozent. Der Exportbeitrag der saarländischen Gesundheitswirtschaft liegt gleich auf mit dem Bundesdurchschnitt (8,2 Prozent). „Lange Zeit wurde nur von den Kosten des Gesundheitswesens gesprochen. Heute rückt mehr und mehr auch das Wirtschaftspotenzial dieser Branche in den Fokus, die die gesamte Bandbreite von der Erstellung und Vermarktung von Gütern und Dienstleistungen zur Bewahrung und Wiederherstellung von Gesundheit umfasst“, erklärt Christian Wegner, Autor des IHK-Branchenberichtes.

Beachtliche Dynamik – aber Fachkräftemangel droht

Die Dynamik der deutschen Gesundheitsbranche ist beachtlich. Im Schnitt der letzten zehn Jahre wuchs sie jährlich nominal um 3,8 Prozent. Das durchschnittliche Wachstum der Gesamtwirtschaft lag im selben Zeitraum lediglich bei 2,7 Prozent. Auch im Krisenjahr 2009 verzeichnete die Branche Wachstum, während die Gesamtwirtschaft schrumpfte. Angetrieben wird der vielseitige Wirtschaftszweig durch globale Trends wie das steigende Gesundheitsbewusstsein und den medizinisch-technischen Fortschritt. Letzterer zeigt sich besonders bei der medizinischen Versorgung. Biomedizin, Nanotechnologie und nicht zuletzt die Digitalisierung verschieben in rasantem Tempo die Grenzen des Machbaren. „Gleichzeitig aber steht die Gesundheitswirtschaft - und insbesondere die Versorgung - vor großen Herausforderungen. Der Fachkräftemangel droht auf Dauer zu einer echten Wachstumsbremse zu werden. Besonders die Pflege, aber auch die vielen spezialisierten mittelständischen Herstellerbetriebe haben schon heute Probleme bei der Nachwuchsgewinnung. Die Branche hat aber diese Herausforderung erkannt und zahlreiche Projekte zur Nachwuchsgewinnung gestartet“, so Wegner.

Der Branchenbericht "Von der Entdeckung einer Wirtschaftskraft - Die Gesundheitswirtschaft taucht in der amtlichen Statistik auf" steht auf der IHK-Homepage unter der Kennzahl 1174 zum Download zur Verfügung.

Website Promotion

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.