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Pressemitteilung BoxID: 187216 (Industrie- und Handelskammer des Saarlandes)
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Ausbildungsmarkt: IHK auf Rekordkurs!

Bis Ende Juni 30 Prozent mehr Ausbildungsverträge als im Vorjahr

(PresseBox) (Saarbrücken, ) Bei der IHK Saarland wurden bis Ende Juni bereits 2.373 Ausbildungsverträge eingetragen. Zur Jahresmitte konnte IHK-Präsident Dr. Richard Weber damit vor der IHK-Vollversammlung eine hervorragende Zwischenbilanz zur Ausbildungssituation im Saarland ziehen: "Zur Zeit sind bei unserer IHK 547 Lehrverträge mehr eingetragen als Ende Juni 2007. Dieser hohe Zuwachs (plus 30 Prozent!) zeigt, dass wir im IHK-Bereich weiter auf Rekordkurs liegen." Eine große Rolle spiele aber auch der frühere Ferienbeginn, der zur Folge habe, dass die Verträge früher abgeschlossen und eingereicht werden als im Vorjahr. "In jedem Fall", so Weber, "stimmt der Trend - dank der robusten Konjunktur und der nach wie vor positiven Arbeitsmarktentwicklung. Ich sehe sehr gute Chancen, dass wir auch in diesem Jahr wieder jedem ausbildungswilligen und -fähigen Jugendlichen ein Ausbildungsangebot unterbreiten können."

Demographische Entwicklung verschärft Fachkräftemangel

Den IHK-Unternehmen fehlen allerdings zunehmend geeignete Bewerber zur Besetzung ihrer Ausbildungsplätze. So zeigt die Diskussion in der Vollversammlung, dass vor allem im Bereich der Bauwirtschaft, in der Gastronomie, aber auch in den Metall- und Elektroberufen viele Lehrstellen bisher noch nicht besetzt werden konnten. Die IHK erwartet, dass sich der Bewerbermangel weiter verschärfen wird. Der für Ausbildungsfragen zuständige IHK-Vizepräsident Wolfgang Herges: "2010 - also schon in zwei Jahren - werden wir am Ausbildungsmarkt die ersten Folgen der demographischen Entwicklung zu spüren bekommen." Weber und Herges appellieren daher an die saarländischen Betriebe, jetzt vorzusorgen. Die Sondersituation durch den so genannten "G8-Buckel" im Jahre 2009 - dann fallen die Abiturjahrgänge des neunjährigen und des achtjährigen Gymnasiums zusammen - biete hierzu eine einmalige Chance. Denn dann werden nach Schätzungen der IHK etwa 600 Jugendliche zusätzlich nach einem Ausbildungsplatz suchen.

Sorgen bereitet der Wirtschaft der hohe Anteil nicht-ausbildungsfähiger Jugendlicher - rund 15 Prozent aller Jugendlichen, die die Schule verlassen, seien nicht oder nur bedingt ausbildungsfähig. Gut die Hälfte davon bleibe im Saarland - wie auch bundesweit - ohne Schulabschluss. Herges: "Ziel muss sein, den Anteil der nichtausbildungsfähigen Schulabgänger in den nächsten zehn Jahren zu halbieren. Wenn uns dies gelingt, lässt sich der demographisch bedingte Bewerber-Rückgang zu einem guten Teil ausgleichen."

Flexibel sein beim Berufswunsch!

Zum Beginn der Ferien empfiehlt die IHK Schulabgängern, die noch keinen Ausbildungsplatz haben, sich umfassend über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Weber: "Dabei ist es wichtig, dass sich die Bewerber nicht zu sehr auf einen Wunschberuf festlegen. Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz verbessern sich erheblich, wenn die Suche auf mehrere Berufsfelder ausgeweitet wird". In der IHK Lehrstellenbörse im Internet (www.saarland.ihk.de), Rubrik "Börsen", sind zurzeit rund 750 freie Ausbildungsplätze in 61 Berufen ausgewiesen.