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Pressemitteilung BoxID: 777461 (IHK Bonn/Rhein-Sieg)
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Wirtschaftsklima verbessert sich weiter

IHK stellt Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn 2016 vor

(PresseBox) (Bonn, ) Das Wirtschaftsklima hat sich zu Jahresbeginn 2016 im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg zum dritten Mal in Folge verbessert. Der IHK-Konjunkturklimaindikator steigt von 121,7 auf 125,5 Punkte. Besser beurteilte die regionale Wirtschaft das Geschäftsklima zuletzt im Frühsommer 2011. Die IHK Bonn/Rhein-Sieg befragte im Rahmen ihrer Konjunkturumfrage 1.200 Unternehmen.

Die Unternehmerinnen und Unternehmer beurteilen sowohl ihre derzeitige Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate etwas besser als im vergangenen Herbst. 44 Prozent schätzen ihre Lage als gut ein, weitere 49 Prozent immerhin als befriedigend. Nur sieben Prozent bewerten diese als schlecht. Die große Mehrheit der antwortenden Unternehmen rechnet mit steigenden oder zumindest gleichbleibenden Geschäften. Nur noch jedes achte Unternehmen geht von einer rückläufigen Geschäftsentwicklung aus. Insbesondere in der Industrie und im Verkehrsgewerbe nimmt die Zuversicht deutlich zu.

„Diese positiven Zahlen wirken sich auch auf die Beschäftigung aus“, erläuterte IHK-Präsident Wolfgang Grießl beim heutigen Pressegespräch: „Insgesamt erwarten wir einen leichten Anstieg bei den Arbeitsplätzen. Damit dürfte sich die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortsetzen, insbesondere in der Dienstleistungsbranche.“ Nahezu unverändert zeigt sich die Investitionsbereitschaft. Jedes vierte Unternehmen rechnet mit steigenden Investitionen; nur zehn Prozent wollen hier kürzer treten.

Die Ergebnisse nach Branchen

 

Der Geschäftsklimaindex für den Dienstleistungssektor stabilisiert sich von 136 auf jetzt 135,7 Punkte. „Die optimistischen Aussichten aus dem Herbst 2015 schlagen sich jetzt unter anderem in einer Verbesserung der Lageeinschätzungen nieder“, führte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille aus. Fast 58 Prozent der Dienstleistungsunternehmen sind gegenwärtig mit ihren Geschäften zufrieden.

Der Geschäftsklimaindex für die Industrie kann zum dritten Mal in Folge leicht von 120 auf 126,1 Punkte zulegen und erreicht jetzt einen für die Branche überdurchschnittlich guten Wert. Die Industriebetriebe in der Region blicken zuversichtlich in die Zukunft. Mehr als jedes dritte Unternehmen erwartet einen Anstieg der Geschäfte. Dagegen befürchten nur neun Prozent einen Rückgang. Vor einem Jahr waren diese beiden Gruppen noch gleich groß.

Der IHK-Geschäftsklimaindex für den Einzelhandel steigt um vier auf jetzt 115,4 Punkte. Hille: „Damit scheint sich die Berg- und Talfahrt aus dem vergangenen Jahr vorerst etwas zu beruhigen. Der leichte Anstieg der Kurve beruht auf einer verbesserten Beurteilung der aktuellen Geschäftslage.“ Mehr als drei von zehn der befragten Einzelhändler bewerten diese mit gut, nur sechs Prozent mit schlecht. „Hierin spiegelt sich das nach wie vor günstige Konsumklima wider. Weitere Impulse durch niedrige Zinsen und sinkende Benzinpreise sind aber wohl nicht mehr zu erwarten. Für Unsicherheit sorgen zudem anhaltende Diskussionen um einzelhandelsrelevante Projekte zum Beispiel in der Bonner Innenstadt“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Mit 123,7 Punkten verläuft der IHK-Geschäftsklimaindex für den Großhandel zum Jahresbeginn 2016 konstant auf einem guten Niveau und gibt nur leicht von 127,2 Punkten nach. Seit über zwei Jahren hat er sich jetzt mit leichten Schwankungen auf Werte rund um 120 Punkte eingependelt. Hille: „Das Vertrauen in eine weiterhin gesunde Inlandnachfrage und in die Verfügbarkeit von Fachkräften sind gewachsen. Dagegen befürchten die Großhändler negative Einflüsse durch steigende Arbeitskosten und Energie- und Rohstoffpreise.

Nach den Rekordwerten aus dem vergangenen Herbst mit 124,8 Punkten kehrt der Geschäftsklimaindex für das Gastgewerbe auf ein niedrigeres, aber immer noch überdurchschnittliches Niveau mit 114,5 Punkten zurück. Dieser Rückgang wird durch die Veränderung der Lagebeurteilung ausgelöst. Der Anteil der Unternehmen mit einer guten Einschätzung geht von 53 auf 41 Prozent zurück. Gleichzeitig nehmen die Anteile für eine befriedigende oder schlechte Bewertung der Lage um jeweils rund fünf Prozentpunkte zu. Dabei beurteilt das Beherbergungsgewerbe seine Lage deutlich besser als die Gastronomie. Dieser Unterschied ist auch bei der Entwicklung der Auslastungen in den beiden Teilbranchen zu beobachten.

Zum Jahresbeginn erreicht der IHK-Geschäftsklimaindex für das Verkehrsgewerbe mit 125 Punkten den höchsten Wert seit 2004 (Herbst 2015: 105,4 Punkte). 42 Prozent der befragten Unternehmen bewerten diese mit gut, weitere 55 Prozent mit befriedigend. Gründe für die gute Stimmung in der Branche sind die weiterhin sehr niedrigen Ölpreise und der bis zum Jahreswechsel recht milde Winter. „Die erst nach Abschluss der Umfrage angekündigten verstärkten Grenzkontrollen im Zusammenhang mit der Flüchtlingsdebatte in mehreren europäischen Ländern werden das Verkehrsgewerbe weiter belasten“, sagte Hille: „Gerade in einem zentralen Transitland wie Deutschland hätte dies erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen. Davon wäre mittelfristig die gesamte Wirtschaft betroffen, viele Logistikunternehmen aber unmittelbar.“

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