Weniger Unternehmensinsolvenzen im IHK-Bezirk

Wirtschaftskrise wird sich mit Verzögerung bei Insolvenzen auswirken / Niedrigster Stand seit 2002 in Bonn/Rhein-Sieg

(PresseBox) ( Bonn, )
Gegen den Landestrend ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg im vergangenen Jahr leicht rückläufig gewesen. Mit 437 Insolvenzen (2007: 455) wurde der niedrigste Stand seit 2002 erzielt. "Während in Nordrhein-Westfalen die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 10,8 Prozent zugenommen hat, hat sich unsere Region dem Abwärtstrend widersetzen können", erläutert Carina Nillies von der IHK Bonn/Rhein-Sieg: "Durch die große Bedeutung des Dienstleistungssektors hat uns die Finanz- und Wirtschaftskrise nicht so stark getroffen wie andere Regionen. Die starke Diversifizierung schützt uns vor großen Ausschlägen nach unten, wenn wir auch - insbesondere in der Industrie - zur Zeit negative Auswirkungen spüren."

Im Rhein-Sieg-Kreis wurden 2008 284 Unternehmensinsolvenzen gezählt, das waren 9,8 Prozent weniger als im Jahr 2007 (315). Davon betroffen waren insgesamt 931 Beschäftigte, der voraussichtliche Forderungsausfall beläuft sich auf 151 Millionen Euro. In der Stadt Bonn stiegen die Unternehmensinsolvenzen um 9,3 Prozent von 140 auf 153 mit 505 Beschäftigten. Der voraussichtliche Forderungsausfall beträgt 27 Millionen Euro.

Nillies: "Da sich die wirtschaftliche Situation erst mit gewisser Verzögerung auf das Insolvenzgeschehen auswirkt, wird sich der positive Trend in 2009 nicht fortsetzen können. Wir gehen zur Zeit aber nicht davon aus, dass wir wieder die Rekordmarken aus dem Jahr 2004 erreichen werden."
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