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Pressemitteilung BoxID: 490618 (IHK Bonn/Rhein-Sieg)
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Weiter gute Konjunktur im Rheinland

IHK-Umfrage: Aufschwung stabilisiert sich auf hohem Niveau

(PresseBox) (Bonn, ) Die Wirtschaftslage im Rheinland ist weiterhin sehr gut. Allerdings gibt es Anhaltspunkte dafür, dass die bisher sehr günstige Wirtschaftsentwicklung in den nächsten Monaten gedämpft werden könnte. Das ist das Ergebnis des heute (9. März) in Köln präsentierten "Konjunkturbarometers" der Industrie- und Handelskammern im Rheinland. In die Auswertungen sind die Antworten von rund 2.300 Unternehmen aus den Regionen Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Köln, Mittlerer Niederrhein und Wuppertal-Solingen-Remscheid eingeflossen.

"Neun von zehn Unternehmen berichten über eine gute oder befriedigende Geschäftslage. Zur guten Gesamtlage tragen bis auf den Einzelhandel alle Wirtschaftszweige bei", so Michael Wenge, Hauptgeschäftsführer der IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid. Die Geschäftssituation der Industriebetriebe habe sich auf hohem Niveau stabilisiert, Dienstleister und Großhandel hätten sogar kräftig aufgeholt. "Lediglich die Einzelhändler schätzen ihre wirtschaftliche Situation negativer ein als zuvor, wenngleich die positiven Stimmen noch überwiegen. Über alle Branchen hinweg sind offenbar viele Unternehmen mit ihrer aktuellen Umsatz- und Ertragsentwicklung zufrieden", erläuterte Wenge weiter. Am besten läuft es derzeit in der IT-Branche, dem Ernährungsgewerbe, der Kunststoffindustrie, dem Kredit- und Versicherungsgewerbe, der Elektroindustrie sowie bei Beratern und Wirtschaftsprüfern.

Die Geschäftserwartungen der Unternehmen haben sich bereits im Verlauf des vergangenen Jahres eingetrübt und sind seit letztem Herbst nochmals leicht zurückgegangen. Ein spürbarer Abschwung ist derzeit aber nicht in Sicht

Der Beschäftigungsaufschwung im Rheinland geht deshalb zunächst weiter. Teilweise wird es in verschiedenen Industriezweigen bereits schwer, offene Stellen zu besetzen. Die Personalengpässe betreffen insbesondere den Maschinen- und Fahrzeugbau, die Bauindustrie und das Ernährungsgewerbe.

Die Auslandsinvestitionen dürften 2012 zunehmen. Dies gilt in besonderer Weise für die Maschinen- und Fahrzeugbauer. Die Schwerpunkte der Auslandsinvestitionen lagen in den letzten Jahren eindeutig bei den Markterschließungs- und Vertriebsaktivitäten. Nur bei 16 Prozent spielt das Kostenmotiv eine vordringliche Rolle, allerdings mit steigender Tendenz. "Bei den Auslandsinvestitionen bevorzugt jedes zweite Unternehmen die 15 Kernmitglieder der Europäischen Union. China folgt mit einem Anteil von 29 Prozent. Allerdings liegt China bei den Industrieunternehmen mit einem Anteil von 40 Prozent vorn", so der neue Hauptgeschäftsführer der IHK Köln, Ulf C. Reichardt.

Die größten Risken für die Konjunktur sehen die rheinländischen Unternehmen in der Inlandsnachfrage, den Energie- und Rohstoffpreisen sowie den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Die Sorge um die Inlandsnachfrage spiegelt sich auch in den skeptischen Geschäftserwartungen des Einzelhandels wider. "Die Energie- und Rohstoffpreise spielen im Ernährungsgewerbe, in der Chemischen Industrie und in der Logistik eine entscheidende Rolle. Über 60 Prozent der Industrieunternehmen sehen hier den entscheidenden Risiko-Faktor", so Reichardt abschließend.