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Pressemitteilung BoxID: 521019 (IHK Bonn/Rhein-Sieg)
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Regionale Wirtschaft gibt Ziele für die nächsten fünf Jahre vor

IHK-Vollversammlung beschließt Agenda 2012 - 2016

(PresseBox) (Bonn, ) Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg hat die Agenda 2012 - 2016 beschlossen. Die Agenda 2012 - 2016 ist das Arbeitsprogramm, das sich die Mitglieder des IHK-Ehrenamtes sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauptamtes zu Beginn der neuen Legislaturperiode selbst gegeben haben. Die Agenda spiegelt die Themenschwerpunkte für die bevorstehenden fünf Jahre wider.

Im Bereich der Standortpolitik sind die Sicherung des Fachkräftebestands und die Erschließung neuer Fachkräftepotenziale vorrangig für die nächsten fünf Jahre. Die regionale Zusammenarbeit innerhalb der Metropolregion Rheinland soll verbessert werden. "Wir brauchen weitere Infrastrukturmaßnahmen zur Sicherung der Mobilität in unserer Region", sagt IHK-Präsident Wolfgang Grießl: "Das innerregionale Schienen- und Straßen-Netz muss weiter ausgebaut werden. Auf der Straße müssen insbesondere die Ost-West-Achsen verstärkt, im Schienenpersonennahverkehr die linksrheinischen Trassen Köln-Bonn sowie Bonn-Euskirchen ausgeweitet werden. Die S13 muss kommen. Um die Straße weiter zu entlasten, müssen aber auch zusätzliche Umschlagpunkte Straße/Schiene für Container- und Wagenladungsverkehr geschaffen werden." Eine besondere Herausforderung stellen aus Sicht der Wirtschaft die voraussichtlich ab 2014 beginnenden Komplettsanierungen der Bonner Nord- und Südbrücke dar. Ziel müsse es sein, während der mehrjährigen Sanierungsarbeiten einen möglichst reibungslosen Wirtschaftsverkehr zu gewährleisten.

Ferner soll der Industriestandort Bonn/Rhein-Sieg gefördert und die Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft vertieft werden. Mit der Einrichtung eines Onlineportals für die Vermittlung von Praktika und Abschlussarbeiten an regionale Unternehmen soll bereits eine frühzeitige Zusammenarbeit zwischen den Akteuren ermöglicht werden. Zudem ist eine aktive Beteiligung an Veranstaltungen der Hochschulen geplant. Dabei stehen vor allem Beteiligungen an Karrieremessen im Vordergrund.

Im Bereich Starthilfe und Unternehmensförderung will die IHK Bonn/Rhein-Sieg ihre Beratungsleistungen für kleine und mittlere Unternehmen bei Existenzgründung, Unternehmenssicherung und -nachfolge ausbauen. Ein Baustein ist hier die Gründung eines Netzwerks Unternehmensnachfolge. Im Bereich der Aus- und Weiterbildung sind die Stärkung der dualen Ausbildung sowie die Anerkennung ausländischer Ausbildungsabschlüsse Schwerpunkte der IHK-Arbeit 2012 - 2016. Im Bereich Innovation / Umwelt liegt der Fokus auf der Energiewende. Grießl: "Die Region Bonn/Rhein-Sieg verfügt über ein großes Potenzial, die Energiewende auf regionaler Ebene positiv mitzugestalten. Dabei sind sowohl Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien als auch zur Effizienzsteigerung umzusetzen." Des Weiteren gelte es, das Innovationsklima in Kooperation mit Unternehmen, Wissenschaftseinrichtungen und anderen Partnern in der Region weiter zu fördern. Die Gesundheitsregion soll als eine wichtige Zukunftsbranche gestärkt werden.

Großen Wert legt die IHK auf den Ausbau ihrer Aktivitäten im Bereich International. "Wir wollen verstärkt überregionale Projekte zu außenwirtschaftlichen Themen organisieren", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille: "Dies soll den Unternehmen auch die Möglichkeit geben, neue Länder und Märkte für eine Tätigkeit zu erschließen. Als Entwicklungs- und UN-Standort ist es unser besonderes Ziel, auch in der Zukunft attraktiv für international agierende Unternehmen zu sein. Um die gesetzten Ziele zu verwirklichen, muss der Bereich Außenwirtschaft personell verstärkt werden."

Die 1891 gegründete IHK Bonn/Rhein-Sieg feiert 2016 ihr 125-jähriges Bestehen. "Dieses Ereignis soll gemeinsam mit den Vertretern aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis sowie Gästen von außerhalb unserer Region, mit Unternehmerinnen und Unternehmern und dem Haupt- und Ehrenamt der IHK Bonn/Rhein-Sieg gebührend begangen werden", so IHK-Präsident Grießl. Ein Arbeitskreis, bestehend aus Haupt- und Ehrenamtsvertretern der IHK, soll die Aktivitäten frühzeitig planen und organisieren.