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Pressemitteilung BoxID: 648392 (IHK Bonn/Rhein-Sieg)
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Gutes Gründungsklima: Positives Saldo aus Gewerbeanmeldungen und -abmeldungen

Starter-Center Bonn/Rhein-Sieg legt seinen Gründerreport vor

(PresseBox) (Bonn, ) Im ersten Halbjahr 2013 sind im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg im Saldo 669 Gewerbe hinzugekommen. 4.588 Gewerbeanmeldungen standen 3.919 Gewerbeabmeldungen gegenüber. "Im Vergleich zu den Vorjahren zeigen diese stabilen Zahlen, dass die Wirtschaftsregion Bonn/Rhein-Sieg sich robust erweist und wir auf Jahressicht wieder mit einem deutlich positiveren Saldo rechnen können als in den Vorjahren. Das Gründungsklima in der Region ist nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit im gemeinsamen Starter-Center ausgesprochen gut", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille auch für die Partner im Starter-Center Bonn/Rhein-Sieg.

Die Gewerbeanmeldungen gingen zwar in der Bundestadt Bonn im Vergleich zum 1. Halbjahr 2012 leicht um 0,3 Prozent auf 1.583 zurück, wurden aber durch das Plus im Rhein-Sieg-Kreis um 5,9 Prozent auf 3.005 Gewerbeanmeldungen aufgefangen. "Damit hat die Gründungsdynamik im IHK-Bezirk leicht an Schwung gewonnen, wobei der gute Arbeitsmarkt und die veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen nach wie vor hier gegensteuern", so Hille.

Durch die gute Verfassung des regionalen Arbeitsmarktes sei der Druck, sich selbständig zu machen, nicht so groß wie in anderen Regionen. Ferner haben Existenzgründer aus der Arbeitslosigkeit keinen automatischen Anspruch mehr auf finanzielle Zuschüsse. Diese Leistung der Arbeitsverwaltung ist zu einer sogenannten Kann-Leistung geworden. Außerdem wurde der sogenannte Vermittlungsvorbehalt eingeführt. Existenzgründer bekommen dann keinen Zuschuss, wenn es in der entsprechenden Branche offene Stellen zu vermitteln gibt.

Während die Gewerbeabmeldungen in der Bundesstadt Bonn im 1. Halbjahr 2013 mit 1.333 um 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum rückläufig waren, stiegen sie im Rhein-Sieg-Kreis um 5,1 Prozent auf 2.586.

Die Wirtschaftsförderung der Bundesstadt Bonn richtet sich im Gründungsbereich mit regelmäßigen Informations- und Fachveranstaltungen, mit einem monatlichen Erfahrungstreff sowie kontinuierlicher Netzwerkarbeit gezielt an Frauen. Sie gründen und führen noch immer seltener ein Unternehmen als Männer: Insgesamt wurden im Jahr 2011 rund 30 Prozent aller neuen Unternehmen von Frauen gegründet. "Immer mehr Frauen wählen bewusst die Selbstständigkeit um Familie und Beruf besser als bei abhängiger Beschäftigung in Einklang bringen zu können", sagt Wirtschaftsförderin der Stadt Bonn Victoria Appelbe. Insgesamt führte die Bonner Wirtschaftsförderung im 1. Halbjahr 2013 119 persönliche Beratungsgespräche durch, davon waren 65 weiblich! Die in 2012 erstmals durchgeführte Workshop-Reihe für Jungunternehmerinnen mit dem Titel "Hürden überwinden" setzt dort an und richtet sich vor allem an Selbständige im Teilzeit-und im Nebenerwerb. Ziel der Angebote ist es, die guten Potentiale in der Region für mehr Unternehmensgründungen von Frauen zu nutzen.

Existenzgründerinnen und Existenzgründer werden nachweislich immer älter, daher unterstützt die Wirtschaftsförderung, die IHK und die Sparkasse KölnBonn das Netzwerk 40 plus schon im 11. Jahr, um eine Plattform für die vielfältigen Experten aus unterschiedlichen Bereichen zum Austausch und zur Vernetzung zu schaffen. Im Projekt "Grüner Apfel" werden Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer in ihren Auftritt gestärkt. In eintägigen Workshops wird gemeinsam mit Coachs intensiv an der eigenen Unternehmenspräsentation gearbeitet.

In bester Bürolage im Bundesviertel direkt an der Godesberger Allee befindet sich das BonnProfits - Gründungszentrum. Hier erhalten Existenzgründerinnen und -gründer aus dem Bereich der wissensintensiven Dienstleistungen sowie ansiedlungswilligen Unternehmen optimale Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start in Bonn. Für diese Unternehmen wurde hier ein kleinteiliges und flexibles Büroflächenangebot mit günstigen Konditionen geschaffen. Die insgesamt 31 einzeln nutzbaren Büroeinheiten zwischen 11 und 37 Quadratmetern können bei Bedarf und nach Verfügbarkeit individuell miteinander zu größeren Einheiten verbunden werden.

Die Wirtschaftsförderung des Rhein-Sieg-Kreises hat im 1. Halbjahr 2013 71 Erstberatungen vorgenommen. Insgesamt 32 Anträge für das Gründercoaching Deutschland wurden gestellt; das Beratungsprogramm Wirtschaft NRW nahmen 25 Männer und Frauen in Anspruch. Im Rahmen der Gründungsakademie Rhein-Sieg fanden im ersten Halbjahr 2013 mehr als 25 verschiedene Workshops mit insgesamt rund 280 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. An den regelmäßig stattfindenden Erfahrungstreffs der Gründerinnen nahmen durchschnittlich 20, am Unternehmerinnentreff durchschnittlich zehn Frauen teil.

Die Schwerpunkte bei der Wirtschaftsförderung liegen vor allem in der Beratung von Freiberuflern bzw. Gründerinnen und Gründern aus dem Bereich der Dienstleistungen. Hier haben Gründungen im Gesundheitssektor (Gesundheitsberatungen, Angebote für Wellness und Entspannung) bei den Frauen zugenommen. Außerdem ist eine leicht steigende Beratungsnachfrage in Bezug auf nebenberufliche Gründungen spürbar.

"Die Gründungsdynamik im Rhein-Sieg-Kreis ist grundsätzlich nach wie vor gut. Dies wird vor allem durch ein breites und sehr fundiertes Angebot an Informations- und Beratungsveranstaltungen wie beispielsweise durch die Gründungsakademie Rhein-Sieg begünstigt", sagt Horst Hohn vom Referat für Wirtschaftsförderung. Mit dem Business Campus Rhein-Sieg stehen Gründerinnen und Gründern vor allem aus dem Hochschulbereich an zwei Standorten in Sankt Augustin und einem in Rheinbach moderne Büroräume zur Verfügung.

Die Troisdorfer Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing GmbH hat im 1. Halbjahr 15 Beratungen gezählt, bunt gemischt aus den unterschiedlichsten Branchen. Auf eigenständige Veranstaltungen verzichtet die Trowista, sondern verweist auf die Gründerakademie. Eine positive Entwicklung zeigt sich beim Gründungszuschuss.

Die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Rheinbach hat im Startercenter Rheinbach im 1. Halbjahr 69 Erstinformationen und 27 Beratungsgespräche durchgeführt. Die Beratenden kamen aus unterschiedlichen Branchen, 17 waren zwischen 31 und 45 Jahre.

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Sankt Augustin mbH hat 119 Personen beraten - von der Erstinformation bis zur Beratung. "Da es vor dem Hintergrund der geringeren Zuschüsse unabdingbar ist, die Gründung vorab gründlich vorzubereiten, hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Sankt Augustin mbH ergänzend zu ihren bisherigen Leistungen im aktuellen Geschäftsjahr eine neue Informationsveranstaltung angeboten mit dem Titel "Der Weg in die Selbstständigkeit" - die wichtigsten Schritte bis zur Existenzgründung. Diese wurde von den Teilnehmern sehr gut aufgenommen und hat sich zum Ziel gesetzt, einen Überblick zu geben, welche wichtigen Schritte bei der Planung und Vorbereitung einer Selbstständigkeit zu beachten sind.

Die Kreishandwerkerschaft Bonn-Rhein-Sieg hat im 1. Halbjahr 2013 34 persönliche Beratungen nach konkreten Terminvereinbarungen durchgeführt. Die Kurzberatungen wurden zwar statistisch nicht extra erfasst, es dürften aber ca. rund 160 Kurzberatungen gewesen sein, zumeist telefonisch.

Die IHK Bonn/Rhein-Sieg hat im 1. Halbjahr 2013 149 Gründer persönlich beraten. Im gesamten Jahr 2012 waren es 186 Existenzgründer. "Wir verzeichnen wieder ein kräftiges Anziehen des Beratungsbedarfs, trotz einer restriktiveren Vergabepolitik des Gründungszuschusses seitens der Arbeitsagentur", sagt Karl Reiners: "Die Anzahl der Kurzberatungen ist gleich geblieben. Insgesamt gestaltet sich damit das Gründungsklima insbesondere in unserer Region wieder recht positiv, und die Entwicklung zeigt auch, dass sich die Gründungsaktivität eher unabhängig von der Subventionierung der Existenzgründungen entwickelt. Dies bestätigt auch der bundesweite Trend." Auch die Förderprogramme für die Beratung von Unternehmern finden nach wie vor einen guten Zuspruch. Zu den ca. 30 Informationsveranstaltungen für Gründer wurden im ersten Halbjahr etwa 1000 Teilnehmer gezählt.

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