ifap stellt fest: Papiergebundener Bundesmedikationsplan benötigt AMTS 2.0

Pharmakogenomik, Wearables und Medical Cloud als Ergänzung oder Widerspruch zum papiergebundenen Bundes-Medikationsplan 2.0
Vortrag: Dr. Juliane Kresser,
ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH (PresseBox) ( Martinsried / München, )
Das ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker referierte auf der MEDICA 2015 über die zunehmende Bedeutung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) für die Gesundheitsversorgung und definierte dabei erstmals AMTS 2.0 als dringende Notwendigkeit für den papiergebundenen Bundesmedikationsplan, der durch das eHealth-Gesetz ab Oktober 2016 eingeführt wird.

Die Menschen werden immer älter und erleben dabei auch eine zunehmend längere Zeit mit chronischen Erkrankungen. Die Folgen sind häufig Polypharmazie, d.h. die Einnahme mehrerer Medikamente gleichzeitig, was nicht selten zu Problemen führt, sowie explodierende Gesundheitskosten. Der Bedarf für Arzneimitteltherapiesicherheit im täglichen Umgang mit der Medikation steigt deshalb enorm an, um Qualität, Sicherheit, Machbarkeit und auch Kosteneffizienz der medikamentösen Therapie in den Griff zu bekommen.

Vor diesem Hintergrund stellte Dr. Juliane Kresser, verantwortliche Produktmanagerin bei ifap, auf der MEDICA 2015 fest, dass die Einführung eines papiergebundenen Medikationsplans, wie ihn das eHealth-Gesetz vorsieht, zwar notwendig, aber nicht einmal ansatzweise ausreichend sei. Dringend benötigt würden vielmehr wesentlich umfassendere Regelungen, welche sie im Namen der ifap beispielhaft mit der Bezeichnung „AMTS 2.0“ vorstellte. Die Arzneimitteltherapiesicherheit der Zukunft brauche demnach nicht nur einen gedruckten Medikationsplan, sondern geregelte Prozesse, klare Zuständigkeiten, bereichsübergreifende Daten-Standards, vereinheitlichte Schnittstellen, routine-mäßig eingesetzte Expertentools und vor allem noch jede Menge mehr an Akzeptanz und politischer Unterstützung.

Der gedruckte Bundesmedikationsplan könne nur zum Erfolg führen, wenn er in durchgängigen AMTS 2.0-Prozessen gepflegt und gestützt durch intelligente Softwaretools, fest im praktischen Alltag der Leistungserbringer verankert sei. Ein klar geregelter interdisziplinärer Dialog und damit auch die abgestimmte Erstellung und Pflege des Medikationsplans sei das Gebot der Stunde, so Kresser. Dies würden auch erste Studien zum Einsatz des Medikationsplans bestätigen.

Für einen optimalen Medikationsprozess mit dem Ziel, Medikationsfehler und vermeidbare Risiken für die Patienten bei der Arzneimitteltherapie zu verringern, müssten deshalb durch die Verbände und Standesorganisationen der Leistungserbringer noch vor der Einführung des gesetzlich vorgeschriebenen Medikationsplans auf allen Ebenen Standards und Voraussetzungen geschaffen werden, wie sie der ifap-Entwurf von AMTS 2.0 beschreibt.

Interessierte, die den Vortrag „AMTS 2.0 vs. Bundes-Medikationsplan 2.0“ von Dr. Juliane Kresser auf der MEDICA 2015 verpasst haben, finden unter www.ifap.de den Link zum Video, um ihn sich nachträglich anzusehen.

Mit dem i:fox® bietet ifap überdies einen Arzneimitteltherapiesicherheits-Check der nächsten Generation an, der mithilfe einer mehrdimensionalen Analytik die permanent anwachsende Gesundheitsdatenmasse bewältigt und Risikoschwerpunkte in einem Bruchteil von Sekunden detektiert. i:fox® beurteilt die vorliegende Therapiesituation unter Berücksichtigung aller relevanten Arznei-mittel und Patientenparameter, um eine sichere Medikation zu gewährleisten.
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