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Pressemitteilung BoxID: 98315 (HBM Test and Measurement)
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ezentrale Verstärkermodule für die Experimentelle Spannungsanalyse jetzt auch in Vierleiter-Technik

(PresseBox) (Darmstadt, ) Das Messverstärkersystem CANHEAD der Hottinger Baldwin Messtechnik GmbH (HBM) ist ab März 2006 auch in Vierleiter-Anschlusstechnik verfügbar.

Bei einem CANHEAD-System sind bis zu 24 dezentral angeordnete Verstärkermodule über eine Feldbus-Verbindung mit einem gemeinsamen Kommunikationsmaster zum Messsystem verbunden. Jedes Modul weist 10 Messkanäle für Dehnungsmessstreifen (DMS) in Viertelbrückenschaltung auf, so dass die maximal mögliche Kanalzahl mit einem einzigen Mastersystem 240 beträgt. Selbstverständlich lassen sich mehrere solcher Systeme zu einem Gesamtsystem mit tausenden von Messkanälen kombinieren.

Die Verkabelung kann auch dann installiert bleiben, wenn die Verstärker zwischenzeitlich einmal für eine andere Messaufgabe benötigt werden. Das ist möglich, da lediglich die so genannten Basismodule in die Verkabelung fest eingebunden sind. Die eigentlichen Verstärkermodule sind per Steckverbindung in das Basismodul eingesetzt und können leicht entnommen werden. Die Verbindung durch Buskabel minimiert gegenüber herkömmlichen Systemen die Anzahl der Kabel, die über längere Strecken geführt werden müssen bei großer Messstellenzahl um Zehnerpotenzen. Damit ist CANHEAD prädestiniert für mittlere bis größere Messaufgaben ab ca. 20 bis 30 Messkanälen. Neben der immensen Ersparnis an Aufwand für die Verkabelung ist bei solchen Kanalzahlen auch der Anschaffungspreis günstiger als bei mehrkanaligen Systemen mit zentral aufgestellten Verstärkern.

Zusätzlich zu den bisherigen Modulen in Dreileiter-Anschlusstechnik sind nun auch solche in Vierleitertechnik verfügbar. Diese Technik bietet erhöhte Präzision und Unempfindlichkeit bei Messungen mit hohen Ansprüchen oder unter schwierigen Temperaturbedingungen. Hintergrund ist die gegenüber der einfacheren Dreileiterschaltung entscheidend verbesserte Kompensation des Kabelwiderstands.

Beiden Modultypen gemeinsam ist, dass je Einzelmodul ein eigener separater Kanal für die Temperaturkompensation zur Verfügung steht. Diese Kompensation kann wahlweise auf Basis einer Temperaturmessung mit PT100 erfolgen oder über einen Kompensations-DMS.

Bei konventioneller Dreileiterschaltung ist diese Kompensation nur gewährleistet, wenn vollständig symmetrische Kabeleigenschaften und Temperaturverhältnisse vorliegen. Bei der Vierleiterschaltung hingegen wird mit Hilfe einer aktiven Regelung der Speisespannung dafür gesorgt, dass am DMS stets exakt die vorgesehene Speisespannung anliegt. Die Vierleiterschaltung, für die HBM die Patente besitzt, ist auch als erweiterte Kreuzerschaltung bekannt, benannt nach dem Erfinder und langjährigen HBM-Entwicklungsleiter Manfred Kreuzer. Neben diesen Besonderheiten wartet auch die CANHEAD-Systemfamilie mit den herausragenden technischen Eigenschaften auf, wie man sie von HBM-Messverstärkern kennt. Beispielsweise erfolgt die Speisung der Dehnungsmessstreifen in der für die experimentelle Spannungsanalyse prädestinierten 600 Hz Trägerfrequenz-Technik und jeder einzelne Messkanal ist mit eigenem AD-Wandler ausgestattet.