Die Medizintextilien der Zukunft: Textile Needs in Surgery

Eine neue Plattform für innovative Medizintextilien lotet vielversprechende Produkte der Zukunft aus

Prof. Dr. Dirk Höfer als einer der Geschäftsführer von Hohenstein ist Impulsgeber für die Veranstaltung "Textile Needs in Surgery", die am 16. Mai 2019 bei Hohenstein stattfindet © Hohenstein (PresseBox) ( Bönnigheim, )
Medizintextilien sind in der Chirurgie und auf der Intensivstation nicht mehr wegzudenken. Von der klassischen Wundversorgung bis hin zum High-Tech Textilimp-lantat – im Klinikalltag setzen Ärzte routinemäßig auf die Vorzüge von modernen textilen Produkten. Diese werden am Markt immer wichtiger, neue Materialien und Anwendungen sind in der Branche zum Wohle von Patienten sehr willkommen. Doch wie gelingt der Prozess von der Idee über die Entwicklung bis hin zur Marktreife schneller und effizienter? An dieser Stelle setzt eine völlig neue Plattform an, die vom textilen Forschungspartner Hohenstein initiiert wurde: Am 16. Mai 2019 wird Hohenstein gemeinsam mit der Universitätsklinik Münster, der Acura Klinik Albstadt, der St. Barbara-Klinik Hamm und den Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim GmbH Gastgeber der Veranstaltung “Textile Needs in Surgery” sein, die der Branche eine effi-zientere Umsetzung von Textilinnovationen und Produktverbesserungen ermöglichen soll. Im-pulsgeber für diese Plattform ist der Hohenstein Fachexperte Prof. Dr. Dirk Höfer, der hier Stel-lung bezieht.

Herr Prof. Dr. Höfer, warum braucht es eine Plattform für Medizintextilien?
Behandelnde Ärzte haben den besten Durchblick, wenn es um Vor- oder Nachteile von textilen Materialien oder Produkten geht, denn sie sind ja ganz nah an der Materie dran. Sie wissen, was angepasst werden sollte und welche Innovationen möglicherweise Behandlungslücken schlie-ßen können. Auf der anderen Seite stehen die Hersteller von Medizintextilien unter dem Druck  von immer kürzeren Innovationsprozessen und neuer Marktzugangsregelungen. Wir sehen uns als Mittler zwischen diesen Seiten und bringen Lösungsansätze sowohl für Anwender als auch für Hersteller auf den Tisch.

Also, Ärzte, Textilwissenschaftler und Hersteller von Medizintextilien gemeinsam an einem Tisch?
Nicht ganz, denn wir trennen die Gespräche zeitlich voneinander. Zunächst führen wir Hohen-stein Textilwissenschaftler in unserer Rolle als Mittler mit Fachärzten diverser chirurgischer Disziplinen ein medizinisches Fachgespräch, um im Rahmen eines Vorab-Fachtreffens den Be-darf, den „Medical Need for Textiles “, zu erörtern und zu analysieren.

Worum geht es dann genau?
In diesem Meeting ergibt sich für uns die Gelegenheit, intensiv mit ärztlichen Direktoren und Oberärzten zu diskutieren und gemeinsam neue Ideen und Einsatzgebiete für textile OP-Medi-zinprodukte zu entwickeln und gemeinsame Pionierarbeit zu leisten. Wichtig ist es aber auch, bestehende Probleme zu identifizieren und notwendige Optimierungspotenziale für Medizin-textilien aufzudecken. An dieser Stelle zahlt sich auch der Austausch der Mediziner untereinan-der aus, denn was für den Einen unter den Nägeln brennt, rangiert möglicherweise bei einem Kollegen unter „ferner liefen.“ Für ein möglichst genaues Bild stehen wir mit Ärzten aus den Fachrichtungen Viszeralchirurgie, Plastische-, Rekonstruktive- und Verbrennungschirurgie, Orthopädie sowie Urologie-Gynäkologie am "virtuellen OP-Tisch" und werden sowohl endo-skopische als auch offen-chirurgische Vorgehen erörtern. Dabei geht es dann in erster Linie um Textile scaffolds, Saug- und Polstermaterialien, Wundversorgung, Fixiermittel, chirurgisches Nahtmaterial, Handling und Performance von Barrierematerialien, Prothesen, Ergonomie, ste-riles Arbeiten und textile Hilfsmittel.

Wie geht es mit diesem Ideenpool dann weiter?
Liegen alle Ideen und Ansätze auf dem Tisch, sind wir Hohenstein Experten gefordert. Mit mo-dernen Techniken aus dem Innovationsmanagement und unter Berücksichtigung von textil-technischen Erfordernissen und Möglichkeiten ist es dann unser Auftrag, eine Analyse vorzu-nehmen, die idealerweise in ersten Lösungsansätzen für innovative Produkte mündet.

Und diese Lösungsansätze präsentieren Sie dann den Teilnehmern der Veranstaltung am 16. Mai 2019?
Genau, anlässlich dieser Open Innovation Veranstaltung geben wir unsere Erkenntnisse an Hersteller, Zulieferer und Aufbereiter textiler Medizinprodukte sowie Unternehmensvertreter und sonstige interessierte Spezialisten aus der Branche weiter. Sie profitieren durch speziell für sie aufbereitete Analysen und Kernerkenntnisse des Vorab-Fachtreffens mit den Medizinern. Ein gezielter Austausch mit unseren Textilwissenschaftlern direkt vor Ort eröffnet den Teil-nehmern die Chance, dass vielversprechende Ansätze schnell identifiziert, vertieft und damit auch Produktentwicklungen vorangetrieben werden können. Offene Fragen lassen sich so di-rekt vor Ort diskutieren und bewerten. Zudem erwartet die Teilnehmer einige ausgewählte Präsentationen internationaler Spezialisten zum Thema Innovationsmanagement sowie zu den regulatorischen Vorgaben der neuen Medizinprodukteverordnung 2017/745.

Welche Produktkategorien erwarten Sie in der Weiterentwicklung?
Das wird sehr spannend werden, aber prinzipiell sind alle Innovationen, die die Interaktion von Medizintextilien mit Patient, Arzt und Medizintechnik im aktuellen Behandlungsprozess un-terstützen- von Barriere- und Polstermaterialien bis hin zu Netzen, Wundversorgung und Prothesen - von Belang. Meiner Meinung nach müssten sich Mediziner, Textilforscher und Un-ternehmensvertreter aus der Medizintextilien-Branche regelmäßig austauschen, um zukun-ftsweisende Entwicklungen für die Gesundheits- und Medizinbranche bedürfnisgenau zu ge-stalten.
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