Karolina Kumar, Staatsrätin der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft: „In Zeiten, in denen Autokraten an Einfluss gewinnen, Fake News Konjunktur haben und Forschung diskreditiert wird, setzen wir ein klares Signal: Bremen ist ein guter Ort für das Studium, die Lehre und die Forschung – regional verbunden und international vernetzt. Es wird auf Fakten vertraut und der kritische Diskurs als Grundlage echter Kooperation verstanden. Gemeinsam mit europäischen Partnerhochschulen arbeiten wir weiter an einer Europäischen Universität im Rahmen des STARS-EU-Netzwerks. Die Internationalisierung ist nicht nur gesellschaftlich von großer Bedeutung, sie ist auch eine notwendige Zukunftsstrategie. Die Hochschule Bremen ist unverzichtbar für den Wissenschaftsstandort Bremen. Ich setze mich dafür ein, dass die Rahmenbedingungen passen.“
„Wir danken für Ihre Unterstützung und freuen uns, Sie anlässlich des Neujahrsempfangs der HSB in Ihrer Alma Mater begrüßen zu dürfen“, sagt Konrad Wolf. „Wir freuen uns auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit.“
Promotionsrecht für die HSB ist auf dem Weg
Die HSB hat sich im Jahr 2025 in vielen Bereichen weiterentwickelt und strategische Themen auf den Weg gebracht. Beispiel Promotionsrecht: Bislang erfolgt eine Promotion an der HSB kooperativ mit einer Universität. Künftig sollen forschungsstarke Bereiche der HSB eigenständig den Weg zur Promotion anbieten können. Eine entsprechende Rechtsverordnung für Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) hat die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft im Jahr 2024 unterzeichnet. Zurzeit arbeiten die HSB und die Hochschule Bremerhaven an entsprechenden Konzepten zur Umsetzung.
Projekt „Campus2031@HSB" wichtiges strategisches Projekt in Studium und Lehre
Auch in Studium und Lehre ist viel in Bewegung an der HSB: „Wir verändern Studienformate und führen sehr dynamisch neue Studienangebote ein - vor allem in Bezug auf duale, aber auch englischsprachige Studiengänge mit einem hohen Anteil internationaler Studierender“, so der Rektor. „Dabei geht es uns nicht nur darum, zusätzliche Studierende aus dem Ausland zu gewinnen, sondern wir wollen sie während des Studiums auf das Leben und Arbeiten bei uns vorbereiten, damit sie möglichst in Bremen oder Deutschland bleiben - und zu einem großen Teil gelingt das auch.“
Ein wichtiges strategisches Projekt in Studium und Lehre ist „Campus2031@HSB". Das von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre geförderte Projekt hat zum Ziel, die HSB in zentralen Bereichen wie Nachhaltigkeit, curriculare Entwicklung, Künstliche Intelligenz (KI) und Campus-Entwicklung (kulturell und räumlich) voranzubringen. Die Mitarbeitenden dafür sind mittlerweile an der HSB an Bord, um das Projekt in seiner Umsetzung voranzutreiben.
Internationalisierung: neue Kooperationsformen kommen hinzu
Die HSB entwickelt auch die Internationalisierung kontinuierlich weiter. „Das klassische Auslandssemester ist immer noch das Aushängeschild unserer internationalen Studiengänge“, so Konrad Wolf. Aber neue Kooperationsformen, verbunden mit strategischen Partnerschaften, kommen hinzu. Die ersten Double Degree Studiengänge entstehen. Der Schwerpunkt dieser neuen Angebote liegt auf STARS EU, dem Hochschulnetzwerk der HSB mit acht Partnerhochschulen zu einer Europäischen Universität.
„Lassen Sie uns mit Optimismus dieses Jahr anfangen - allen Absurditäten dieser Welt zum Trotz“
Nicht zuletzt plädierte der Rektor für Optimismus und Zuversicht - trotz der besorgniserregenden politischen Weltlage. „Niemand von uns kann allein die Welt retten. Und gleichzeitig kommt es auf jeden und jede Einzelne an, um die Welt positiv zu gestalten“, so Rektor Konrad Wolf. „Dafür haben wir die Kompetenzen. Und wir haben auch die Kraft und die Energie, um unsere Zukunft positiv zu gestalten. Ob wir den Willen dazu haben, liegt nur an uns allein. Lassen Sie uns mit Optimismus dieses Jahr anfangen - allen Absurditäten dieser Welt zum Trotz.“