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Pressemitteilung BoxID: 751192 (Heraeus Holding GmbH)
  • Heraeus Holding GmbH
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50 Jahre "Wilkinson-Katalysator" - Heraeus gratuliert

Meilenstein der homogenen Edelmetallkatalyse feiert Jubiläum / Heraeus kompetenter Partner für hochwertige Edelmetallkatalysatoren

(PresseBox) (Hanau, ) Ein halbes Jahrhundert ist eine lange Zeit, aber schon mehr als zwei Generationen Chemiker kennen ihn seit Beginn ihres Studiums gut - den "Wilkinson-Katalysator". Nobelpreisträger Sir Geoffrey Wilkinson (1921-1996) und seine Arbeitsgruppe synthetisierten ihn erstmals 1965. Genauer gesagt veröffentlichten sie eine chemische Verbindung mit dem komplizierten Namen "Chlorotris(triphenylphosphan)rhodium(I)" und der Formel [RhCl(PPh3)3]. Als "Wilkinson-Katalysator" fand der Rhodium-Komplex breite Anwendung in der Synthesechemie. So ließen sich verschiedene, noch heute kommerzielle Produkte effizient herstellen: z. B. Ivermectin, ein Pharmazeutikum gegen Flussblindheit, oder abriebfeste Nitrilkautschuke ("HNBR") für die Automobilindustrie.

Mit beigetragen zu diesem Erfolg hat auch Heraeus. Als Edelmetallspezialist ist der Technologiekonzern schon seit Jahrzehnten ein führender Anbieter von Edelmetallkatalysatoren und deren Vorprodukten. "Unser 'Wilkinson-Katalysator' ist dabei unverändert ein Dauerbrenner für die weltweite Synthesechemie", gratuliert Dr. Marcus Hannakam, Executive Vice President Marketing & Sales der Global Business Unit Heraeus Chemicals, zum Jubiläum. "Viel hat sich über die letzten 50 Jahre im Bereich der homogenen Edelmetallkatalyse getan. Unseren Kunden steht das Team von Heraeus auf diesem vielseitigen und komplexen Anwendungsgebiet als globaler und langfristiger Partner mit Rat und Tat zur Seite", erläutert Hannakam. Heraeus entwickelt nicht nur Katalysatoren, sondern erarbeitet individuell optimierte Lösungen für die katalytischen Prozesse seiner Kunden. Den nachhaltigen Kreislauf der Ressource Edelmetall schließt dabei das Edelmetallmanagement bei Heraeus.

Katalysatoren ermöglichen Vieles und verlangen spezielles Know-how

Katalysatoren von Heraeus sind weltweit in der chemischen, petrochemischen und pharmazeutischen Industrie im Einsatz und spielen auch bei der Reinigung von industriellen Gasen und Abgasen eine Schlüsselrolle. Passende Katalysatoren mit höchstem Wirkungsgrad und konstanter Qualität sind das spezielle Know-how von Heraeus. Die Katalyse ermöglicht überhaupt erst alltägliche Produkte, etwa die Mineralwasserflasche aus PET: Edelmetallkatalysatoren helfen bei der Herstellung des Flaschenkunststoffs. Die Synthese hoch komplexer Riech-, Aroma- und Pharmawirkstoffe mit Edelmetallkatalysatoren ist ebenfalls Routine. Katalysatoren finden sich heute bei den meisten chemischen Synthesen oder sogar in der Raumfahrtindustrie in Steuertriebwerken von Satelliten und Trägerraketen. Grundsätzlich helfen Katalysatoren beim Energiesparen in der chemischen Produktion, vermeiden unerwünschte Nebenprodukte und verringern den Ausstoß von schädlichen Industrieabgasen auf ein Minimum. Damit trägt ihr Einsatz sowohl zur Entlastung unserer Umwelt als auch zur Kosteneinsparung bei industriellen Herstellprozessen bei.

Den Universalkatalysator gibt es leider nicht!

Die chemischen und physikalischen Einflüsse auf einen Katalysator sind so vielfältig, dass es einen Universalkatalysator nicht gibt. Jeder chemische Prozess verlangt nach einem maßgeschneiderten Katalysator, wenn er langfristig kommerziell wettbewerbsfähig bleiben will. Rund zehn Prozent des gesamten Katalysatormarkts entfallen auf edelmetallhaltige Katalysatoren. Das häufigste Edelmetall für diese Katalysatoren ist Palladium, gefolgt von Platin und Rhodium. Für speziellere Anwendungen kommen auch Ruthenium, Iridium, Rhenium, Silber und Gold zum Einsatz. Insbesondere in der Abgaskatalyse werden zur Höchstleistung Metalle auch kombiniert eingesetzt. Aus der Kombination unterschiedlicher Trägermaterialien, einer Vielzahl von Edelmetallverbindungen und verschiedenen Imprägnier- und Reduktionsverfahren ergeben sich für Heraeus nahezu unendliche Variationsmöglichkeiten.

Hintergrund: Wilkinson-Katalysator

Sir Geoffrey Wilkinson verwendete "seinen" Katalysator für die homogenkatalytische Hydrierung von Kohlenstoff-Doppelbindungen organischer Moleküle und begründete damit die industrielle homogene Edelmetallkatalyse. Hierbei reagiert ein Katalysator in Form einer chemischen Verbindung zusammen mit den Ausgangsstoffen "homogen" in einem geeigneten Lösungsmittel selektiv zu den gewünschten Endprodukten. Der Katalysator an sich ermöglicht dabei überhaupt erst die betreffende chemische Reaktion unter den jeweiligen Reaktionsbedingungen.

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Heraeus Holding GmbH

Der Technologiekonzern Heraeus mit Sitz in Hanau ist ein 1851 gegründetes und heute weltweit führendes Familienunternehmen. Mit fachlicher Kompetenz, Innovationsorientierung, operativer Exzellenz und unternehmerischer Führung streben wir danach, unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit kontinuierlich zu verbessern. Wir schaffen hochwertige Lösungen für unsere Kunden und stärken nachhaltig ihre Wettbewerbsfähigkeit indem wir Material-Kompetenz mit Technologie Know-how verbinden. Unsere Ideen richten sich auf Themen wie Umwelt, Energie, Gesundheit, Mobilität und industrielle Anwendungen. Unser Portfolio reicht von Komponenten bis zu abgestimmten Materialsystemen. Sie finden Verwendung in vielfältigen Industrien, darunter Stahl, Elektronik, Chemie, Automotive und Telekommunikation. Im Geschäftsjahr 2014 erzielte Heraeus einen Produktumsatz von 3,4 Mrd. € und einen Edelmetallhandelsumsatz von 12,2 Mrd. €. Mit weltweit rund 12.600 Mitarbeitern in mehr als 100 Standorten in 37 Ländern hat Heraeus eine führende Position auf seinen globalen Absatzmärkten.