iX über Automobilelektronik

Neue ISO-Sicherheitsnorm nicht unterschätzen

Titelbild der aktuellen iX-Ausgabe 9/2010
(PresseBox) ( Hannover, )
Für die funktionale Sicherheit von Straßenfahrzeugen wird mit ISO 26262 demnächst eine neue weltweit gültige Norm eingeführt. Die Anforderungen werden in den Verträgen mit ihren Zulieferern eher "schwammig" als "Stand der Technik" umschrieben. Daher sei es nicht verwunderlich, dass Unwissenheit und Unsicherheit bei der Interpretation der Sicherheitsnormen weit verbreitet sind, kritisiert das IT-Profimagazin iX in seiner aktuellen September-Ausgabe.

Verfügte Ende der 1970er-Jahre ein Auto gerade einmal über eine Handvoll Steuergeräte, sind heute 70 und mehr vernetzte Geräte keine Ausnahme. Allerdings ließen sich die technischen Neuerungen, speziell für die Serienproduktion, mit den bisherigen Sicherheitsnormen nicht mehr vollständig abdecken.

Die zukünftige ISO 26262 soll das ändern: Sie beschreibt die Anforderungen an den gesamten Produktlebenszyklus sicherheitsrelevanter elektrischer und elektronischer Systeme für Pkws. Diese berühren etwa auch Themen wie die Sicherheit in der Prüf- und Wartungsphase. Es gibt beispielsweise in fast allen Autos Airbags, deren Treibsätze unter das Sprengstoffgesetz fallen. Die ISO 26262 schreibt vor, dass sie am Ende ihres Lebenszyklus sicher zu entsorgen sind.

Da die Norm ISO 26262 bereits seit Sommer 2009 als Entwurf vorliegt, ist es für alle Unternehmen, die Automobilelektronik entwickeln, höchste Zeit, sich mit dem Thema zu befassen. Denn sie müssen bereits mit Veröffentlichung der Norm alle Anforderungen erfüllen, auch wenn sie mit der Entwicklung der Steuergeräte schon vor Jahren begonnen haben.

Ein fehlendes Umsetzen der Sicherheitsnormen wird als Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit gewertet. Sollten sie bei der Entwicklung nicht oder nur teilweise eingehalten worden sein, besteht der Tatbestand der Fahrlässigkeit. Nicht nur für die Firma, sondern auch für die einzelnen Beteiligten hat dies empfindliche zivil- und strafrechtliche Folgen. Das gilt für Entwickler genauso wie für Projektmanager und Geschäftsführer.

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