Windows vor Internet-Gaunern schützen

c't: Sicherer surfen

Hannover, (PresseBox) - Erst poppt eine Warnmeldung von BKA oder Bundespolizei auf, dann ist der PC gesperrt und nur gegen Bezahlung eines Bußgeldes kann man sich angeblich freikaufen: Der sogenannte BKA-Trojaner und Variationen mit GVU-Logo zählen zu den derzeit häufigsten Schädlingen, die Experten auf infizierten Rechnern finden. Dabei lässt sich die Sicherheit Ihres PC gegen solche Attacken mit wenigen Handgriffen deutlich steigern, schreibt die Computerzeitschrift c't in Ausgabe 20/12.

Bundesweit sind im Zusammenhang mit dem BKA-Trojaner mittlerweile circa 20.000 Strafanzeigen eingegangen. "Darunter befinden sich etwa 2.000 Fälle, in denen die Anzeigenerstatter das geforderte Geld gezahlt haben", erläutert Andreas Buick von der Staatsanwaltschaft Göttingen. Er geht von einer hohen Dunkelziffer aus, die den Gaunern ein Millionengeschäft beschert.

Der simpel gestrickte BKA-Trojaner verbreitet sich rasant und gelangt vor allem über Webseiten auf den Rechner, die Sicherheitslücken im System des Besuchers ausnutzen. "Besonders häufig passiert das auf Seiten, die illegale oder anrüchige Inhalte kostenlos zur Verfügung stellen", erklärt c't -Redakteur Jürgen Schmidt. Eine akute Bedrohung stellt derzeit Java dar. Anwender sollten überlegen, ob sie die Software überhaupt brauchen und sie gegebenenfalls deinstallieren.

Wurde der Rechner infiziert, sollten Anwender keinesfalls das geforderte Bußgeld bezahlen. Der Rechner ist danach weiterhin gesperrt, das Geld weg. Computer-Spezialisten können den Trojaner jedoch in der Regel aufspüren und deaktivieren. "Bei der Suche helfen Programme wie Desinfec't", rät der c't-Experte. Wer sich das allein nicht zutraut, findet zum Beispiel unter www.bka-trojaner.de ausführliche Hilfestellungen.

Um sich vor kriminellen Angriffen zu schützen, sollten Anwender auf einen Virenschutz der renommierten Hersteller setzen. Die kostenlosen Wächter von Avast oder AVG spielen dabei mit der kostenpflichtigen Konkurrenz durchaus in einer Liga. Außerdem sollte man alle Programme permanent aktuell halten - veraltete Software ist die Sicherheitslücke Nummer 1.

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