Energiewende braucht Netzausbau

Innovative Lösungen bei Land- und Seekabeln

(PresseBox) ( Essen, )
Die stark wachsende dezentrale Stromerzeugung über Wind- und Photovoltaikanlagen sowie andere regenerative Energiequellen lässt auch den Bedarf nach sicheren, umweltschonenden und im Vergleich zu Überlandleitungen weitgehend akzeptierten Stromtrassen ansteigen. So sollen nach dem Energieleitungsausbaugesetz (ENLAG) Stromtrassen mit über 1.800 km Länge gebaut werden. Wie die Bundesnetzagentur berichtet, sind davon knapp 12 Prozent realisiert (Stand Juli 2012). Bestimmte Bereiche dieses Netzausbaus sollen nach dem ENLAG auch über Teilverkabelungen erfolgen. Dieser wachsende Bedarf nach Verkabelungsstrecken wird durch die Notwendigkeit verstärkt, ältere Kabel auszutauschen. Dabei stehen inzwischen neue, innovative Lösungen zur Verfügung. Prof. Heinrich Brakelmann von der Universität Duisburg-Essen nennt Beispiele: "Mit der Konstruktion von sogenannten PowerTube Systemen können entlang von Infrastruktur-Einrichtungen wie Straßen oder Schienenstrecken über moderne Bohrtechniken Kabel auf sehr elegante Weise beeinflussungsarm verlegt werden. Auch bieten konstruktive Verbesserungen bei den elektromagnetischen Feldern (EMF), bei Freileitungen eines der größten Akzeptanzprobleme, inzwischen vielversprechende Möglichkeiten."

Das Seminar "Innovative Lösungen bei Land- und Seekabeln" am 07.11.2012 in Essen bietet die Möglichkeit, das Thema Erdverkabelungen praxisnah zu erfahren und das eigene Wissen auf den neuesten Stand zu bringen. Das Spektrum umfasst Kabelbauarten und Normen, Auslegung und Betrieb von Kabeltrassen an Land und offshore, Garnituren für Hoch- und Höchstspannungskabel, EMV-Maßnahmen bei Drehstromkabeln, sowie verschiedene Legetechniken von der grabenlosen Verlegung bis zur Verwendung eines Spezialpfluges.

Das vollständige Veranstaltungsprogramm erhalten Interessierte beim Haus der Technik e.V. unter Tel. 0201/1803-344, E-Mail: information@hdt-essen.de oder im Internet unter http://hdt-essen.de/....
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