Automatisierung in der Produktion und Lagerlogistik

Fördertechnik wird platzsparend, übereinander realisiert

Der im bereits vorhandenen Schacht installierte Vertikalförderer dienst als Entlastung des bereits vorhandenen Lastenaufzugs.
(PresseBox) ( Rüthen, )
Fördertechnik von gestern: Tür auf, Paletten rein, Tür zu und der Lastenaufzug fährt nach oben. Im vorgesehenen Geschoss angekommen, ereignet sich selbiges Spiel noch einmal: Ein Mitarbeiter öffnet die Türen, entnimmt die Paletten, schließt die Türen und gibt dem Aufzug das Kommando, wieder nach unten zu fahren. Das kostet nicht nur jede Menge Zeit, sondern verursacht auch einen hohen Personal- und Logistikaufwand. Dass es Abläufe wie diese, insbesondere auf langfristige Sicht, zu rationalisieren gilt, wenn Unternehmen wachsenden Produktionsansprüchen gerecht werden möchten, stellte der  Schwerarmaturen Hersteller ARI-Armaturen in Ostwestfalen-Lippe, vor einer Weile fest und wandte sich an den Rüthener Fördertechnikhersteller HaRo Anlagen- und Fördertechnik. Ziel des Projektes sollte es nicht nur sein, einen vorhandenen Lastenaufzug zu entlasten, auch die verschiedenen, auf mehreren Etagen angesiedelten Fertigungsbereiche, sollten effizient miteinander verknüpft werden.

Qualität aus Deutschland - diesem Grundsatz folgt auch die Rüthener HaRo-Gruppe seit über 60 Jahren und überzeugte das Unternehmen ARI nach einer ersten erfolgreichen Zusammenarbeit im Jahre 2013 bereits zum zweiten Mal mit einem ganzheitlichen Konzept.

„Der langjährige Kontakt, die positiven Erfahrungen sowie die räumliche Nähe zwischen den Firmenzentralen waren für uns als Projektverantwortlichen ausschlaggebend, dass wir uns erneut an HaRo wandten“, heißt es von Christian Henkenjohann, dem Leiter der Logistik im Hause ARI.

In gemeinschaftlicher Zusammenarbeit entwickelten die Projekt- und Konstruktionsleiter der HaRo-Gruppe mit dem künftigen Anwender eine ganzheitliche Förderanlage bestehend aus Vertikalförderer, angetriebenen Rollenbahnen und entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen.

„Das Besondere an diesem Projekt war, dass die Bearbeitung der Produkte bei ARI auf insgesamt drei Ebenen verteilt ist. Diese Ebenen mussten für einen effizienten und daher automatisierten Materialfluss miteinander verknüpft werden“, so Thorsten Koopmann als Projektleiter seitens HaRo.

Zwar war bei ARI-Armaturen bis dato bereits ein Lastenaufzug im Einsatz, der aufgrund des hohen Personalaufwands und fehlenden Puffermöglichkeiten jedoch verhältnismäßig kostenintensiv war und mit dem steigenden Transportaufkommen durch einen automatischen Vertikalförderer ergänzt werden konnte. Schließlich ist die ARI-Gruppe, um die Produktion ihrer 20.000 Produkte in über 200.000 Ausführungen gewährleisten zu können, im Zwei-Schicht-Betrieb tätig.

„Die örtlichen Begebenheiten, darunter etwa ein vorhandener Schacht, ließen eine schlanke Vertikalförderer-Lösung zu“, erklärt Thorsten Koopmann im Hinblick auf die neue Förderanlage, der seit seiner Inbetriebnahme Mitte 2019 die Hauptlast des innerbetrieblichen Materialflusses im Hause ARI-Armaturen trägt.

In Kombination mit einer angetriebenen HaRo-Rollenbahnen können Euro- und Sonderpaletten mit Überlängen ebenso automatisiert und zuverlässig zwischen den Etagen transportiert werden, wie die zeitgleich verwendeten Gitterboxen. Mit einer Taktleistung von 960 Paletten am Tag und über 250.000 Paletten im Jahr konnte die Förderanlage den wachsenden Produktionsanforderungen des Armaturen-Herstellers gerecht werden. Zusätzlich bieten der neue Vertikalförderer sowie die doppelstöckig angeordneten Rollenbahnen großzügige Puffermöglichkeiten, die zuvor aufgrund der benötigten Staplerwege zum Lastenaufzug nicht gegeben waren.

Um den Brandschutz zwischen den Etagen gewährleisten zu können, wurden im Erd- und ersten Obergeschoss neue Brandschutztore installiert und durch HaRo steuerungstechnisch in das Konzept der Förderanlage integriert. Konturenkontrollen an den Rollenbahnen sorgen zusätzlich dafür, dass die zulässigen Abmessungen der Fördergüter beim Einfahren in den neuen Vertikalförderer nicht überschritten werden. Auf diese Weise werden Beschädigungen am Förderer oder an den Brandschutztoren sowie eine damit verbundene Unterbrechungen im Materialfluss gänzlich ausgeschlossen.

„Eine weitere Besonderheit ist die Motorposition im Vertikalförderer: Normalerweise werden die Motoren oben außen angebracht, angesichts des engen baulichen Raumes, der bei ARI-Armaturen zur Verfügung stand, haben wir den Motor unten im Innenraum angebracht“, weiß Thorsten Koopmann.

Ebenso besonders, wie die Anlage selbst, war auch die Installation des Vertikalförderer an seinem neuen Bestimmungsort in Schloß Holte-Stukenbrock: So wurde dieser unter Zuhilfenahme eines Autokrans durch die geöffnete Dachhaut unmittelbar in den Schacht der Produktionshalle eingelassen, sodass einer aufwändigen Montage von Einzelmodulen erfolgreich umgangen werden konnte.

Auch für solch außergewöhnliche Anforderungen bietet die HaRo-Gruppe aus dem sauerländischen Rüthen stets individuelle Logistik- und Materialflusslösungen an. Von der Planung bis hin zur Montage bieten wir Ihnen einen umfangreichen Service aus einer Hand an. Fordern auch Sie uns mit Ihrem neuen Projekt heraus!
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