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Pressemitteilung BoxID: 772359 (HANSA Terminhandel GmbH)
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Noble-Ausstieg aus der Agrarbranche

Chinas COFCO übernimmt

(PresseBox) (Farven, ) Die Noble-Group Ltd. teilte gestern mit, dass sie mit dem chinesischen Staatunternehmen COFCO den restlichen Verkauf ihrer Agrarsparte vereinbart haben. Man werde die verbleibenden 49 % der Geschäftsanteile nun auch an COFCO verkaufen, die dafür 750.000 Mio. USD bezahlen wollen. 51 % der Noble Agrarsparte (Noble Agri) wurden bereits im April 2014 an COFCO für 1,5 Mrd. USD verkauft.

Damit steigt COFCO in die erste Liga der großen Agrarhändler der Welt auf. Zu ihnen gehören bisher Archer Daniels Midland, Bunge, Cargill und Louis Dreyfus, auch bekannt als das „große  ABCD“ der Agrarwelt. COFCO erreicht damit die Internationalisierung und globale Positionierung ihres Agrargeschäfts, die Chinas Bedürfnis nach Versorgungssicherheit stützt.

Der Noble-Gruppe hilft dieser Deal aus den finanziellen Nöten der letzten Monate zu entkommen. Die Ratingagenturen wollten die Aktien des Unternehmens bereits auf Ramschniveau herabstufen. Seitdem der Nachrichtendienst Reuters in der Letzten Woche zum ersten Mal von dieser Lösung berichtete, stiegen die Kurse der Noble-Aktien kontinuierlich an.

Die Noble Agri besitzt weltweit Vermögenswerte und Beteiligungen in der Verarbeitung von Agrarrohstoffen, die dazu zwingen, eigene Farmen, Lagerhäuser und Zuckerfabriken mit tausenden Mitarbeitern zu unterhalten. 2014 waren bei Noble Agri mehr als 11.000 Mitarbeiter beschäftigt. Im Rest der Unternehmensgruppe waren es 1.900 Personen. Das Unternehmen hatte 2014 einen Umsatz von 11,8 Mrd. USD.

Der Verkauf der Aktien an COFCO bedarf noch der Zustimmung der Aktionäre und der einer australischen Aufsichtsbehörde.

Die Aktien der Noble Gruppe haben seit Mitte Februar 2/3 ihres Wertes verloren, nachdem der Blogger Iceberg Research behauptete, dass das Unternehmen Mrd. USD verschwende und den wahren Wert der Rohstoffe in ihren Bilanzen nicht richtig darstelle. Der Wirtschaftsprüfer PricewaterhouseCoopers hat im August die Bilanzen aber nicht bemängelt.

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