Vorsichtige Zuversicht bei Ausbildungsabschlüssen im Handwerk

(PresseBox) ( Potsdam, )
Fehlende Berufsorientierung in den Schulen, Praktika, Ausbildungsmessen oder direkte Kontakte in den Handwerksbetrieben - dem westbrandenburgischen Handwerk ging ein ganzes Jahr persönlicher Kontakte verloren, sich selbst und seine vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten vorzustellen. Einfluss hatte dies damit auch für den eigentlichen Bewerbungsprozess junger Menschen.

Umso positiver blickt die Handwerkskammer Potsdam auf die aktuellen Zahlen bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen für das kommende Ausbildungsjahr. „Die Neuabschlüsse in den ersten vier Monaten des Jahres stimmen optimistisch. Unsere Betriebe halten trotz aller Folgen durch die Pandemie an der Ausbildung fest, um ihren eigenen Fachkräftepool heranzubilden,“ dankt der Abteilungsleiter Berufsbildung der Handwerkskammer Potsdam, Andreas Körner-Steffens, den Betrieben mit Blick auf die Zahl der Abschlüsse, die dem Vorjahr entsprechen.

Dass das Handwerk den Kopf nicht in den Sand steckte, zeigten die Aktivitäten, die die Ausbildungsbetriebe in den vergangenen Monaten nutzten, um zu Jungen und Mädchen, die vor der Berufswahl stehen, sowie deren Eltern Zugang zu finden. Dazu gehörten Online-Messen, Ausbilder-Workshops oder regionale Wege, aber auch die Ausbildungsbörse der Handwerkskammer Potsdam. Die zuversichtliche Zahl von 251 neuen Ausbildungsverträgen verteilt sich auf alle Regionen in Westbrandenburg. An der Spitze der neuen Abschlüsse steht Teltow-Fläming (44), gefolgt vom Landkreis Oberhavel (37) und Potsdam-Mittelmark (28).

Bei aller Freude über die Kontinuität des Handwerks in der Ausbildung, bleibt gleichzeitig der aufmerksame Blick auf die noch über 850 unbesetzten Lehrstellen in 60 Ausbildungsberufen. Den größten Bedarf meldet aktuell die Kfz-Branche: Rund 15 Prozent der offenen Lehrstellen in der Ausbildungsbörse der Handwerkskammer entfallen auf Kraftfahrzeugmechatroniker*innen (127), gefolgt mit 12,2 % der Stellen bei Elektroniker*innen (104). Zu den Top 5 der meisten Angebote zählen zudem Anlagenmechaniker*innen für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (83), Metallbauer*innen (56) und Friseur*innen (42).

Regional unterscheiden sich die offenen Lehrstellen wie folgt: Potsdam-Mittelmark (228), Stadt Potsdam (126), Oberhavel (123), Ostprignitz-Ruppin (72), Teltow-Fläming (111), Havelland (100), Brandenburg an der Havel (43) und die Prignitz (48).

Körner-Steffens motiviert vor allem Eltern, ihren Kindern den Weg in die Zukunft über das Handwerk zu ebnen: „Kein Wirtschaftszweig bietet so vielfältige Karrieren wie das Handwerk und ist so krisenfest. Die Corona-Pandemie hat dies eindrucksvoll gezeigt. Zeigen Sie Ihren Kindern diese Möglichkeiten auf, öffnen Sie ihnen die Türen. Die Ausbildung bietet viele Möglichkeiten - ob in den einzelnen Regionen, national oder international. Wer jetzt, sechs Wochen vor Beginn der Sommerferien noch keine Lehrstelle hat, kann entsprechend seinen Talenten und Neigungen frei wählen. Wer individuelle Unterstützung und Beratung wünscht, kann unsere kostenfreien Beratungsleistungen der Mitarbeiter in der Passgenauen Besetzung nutzen.“

Das westbrandenburgische Handwerk setzt sich seit Jahren dafür ein, nicht nur jungen Menschen, sondern auch ihren Eltern zu vermitteln, welche Anforderungen in den technischen Handwerksberufen, aber auch in den Gesundheitsberufen oder bei den Dienstleistungen auf die Mädchen und Jungen warten. Die Digitalisierungswelle im Handwerk schlägt sich in anspruchsvollen Ausbildungen nieder. Ganz gleich, welchen Schulabschluss die jungen Männer und Frauen erwerben, jeder Interessierte findet seinen Traumberuf im Handwerk. Auch Studienabbrechern oder Quereinsteigern bieten sich vielfältige Möglichkeiten. Aktuelle Studien sprechen zudem von einer inklusiven Arbeitsplatzgarantie.

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