Erwartetes Verkehrschaos bei Rockkonzerten blieb aus

Erfinder der App: "Das ist keine Überraschung sondern Wissenschaft" / Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation Hamburg testet neue Technologie

Erwartetes Verkehrschaos bei Rockkonzerten blieb aus (PresseBox) ( Hannover, )
Die intelligente Navigations-App NUNAV Navigation, die Autofahrer per „vernetztem Fahren“ zu einem Schwarm verbindet, hat ihren zweiten offiziellen Test in Hamburg hinter sich: Am Samstag fanden in der Barclaycard Arena und im Volksparkstadion parallel Großkonzerte der Stars Udo Lindenberg und Andreas Gabalier statt. Besucher der Konzerte wurden über die Medien dazu aufgreifen, sich mit der App „NUNAV Navigation“ stauverhindernd auf Parkplätze routen zu lassen. 

Bei den Konzerten galt ein Verkehrschaos laut Behörden und Medien als absolut unausweichlich. 

Den sinnvollen Aufruf, mit dem HVV anzureisen, kann und will nicht jeder der 52.000 Zuschauer befolgen und so blieb eine Zahl von rund 4000 Autos, die durch Hamburg zu den Stadien fuhren und alle eine Parkplatz finden mussten. 

Doch das Verkehrschaos blieb weitgehend aus. Laut Hamburger Abendblatt (23.6.) meldete die Polizei eine „störungsfreie Veranstaltung“.

Erste Auswertungen durch das Parkplatzmanagement und Graphmasters ergaben, dass über 13% der geparkten Autos mit NUNAV Navigation auf diese Parkplätze geführt wurden. 

Dazu sagt Sebastian Heise, Informatiker, Gründer von Graphmasters und Miterfinder der NUNAV-Technologie:
„Für uns ist dieses Ergebnis keine Überraschung sondern Wissenschaft. Es ist Mathematik zum Anfassen. Renommierte Forscher sagen seit Jahren, dass schon die Vernetzung von 1% der Autos einen messbaren Effekt auf den Verkehr hat. Hier haben wir 13% der Autofahrer so geführt, dass sie direkt auf einem Parkplatz gelandet sind und sich dank Collaborative Routing nicht gegenseitig im Weg standen. Wir haben ähnliches 2018 beim Helene Fischer Konzert in Hannover geschafft. Wir sagten dem Senator: Das funktioniert auch in Hamburg bei zwei Konzerten gleichzeitig. Und wir haben das Versprechen gehalten.“

Daniel Stolba, Sprecher von Graphmasters: „Es ist richtig gut gelaufen. Aber nach dem Spiel ist vor dem Spiel – als nächstes wollen wir die Heim- und Gäste-Fans bei einem HSV-Spiel zum Volksparkstadion navigieren. Wir arbeiten jetzt daran, wirklich jede einzelne Baustelle im System zu haben, wir wollen jede Straßensperrung und die Belegung der Parkplätze noch schneller und genauer erfassen. “

HINTERGRUND

Ende 2018 versprach der neue Wirtschaftssenator Michael Westhagemann den Hamburger Bürgern, gegen die Verkehrsprobleme der Stadt auch mit neuen digitalen Technologien vorzugehen. Die App „NUNAV Navigation“ des Unternehmens Graphmasters aus Hannover, das auch ein Büro im Digital Hub Logistics in der Speicherstadt in Hamburg betreibt, erregte die Aufmerksamkeit des parteilosen Diplom-Informatikers. Gemeinsam mit Vertretern verschiedener für Strassen und Verkehr zuständigen Behörden und Stellen (u.A. ITS Hamburg GmbH) wurden für das Jahr 2019 mehrere Tests der App NUNAV in Hamburg vereinbart. Die Verkehrsleitzentrale der Polizei schlug auf Bitten der Behörde für Wirtschaft verschiedene Veranstaltungen vor, bei denen mit hohem Verkehrsaufkommen zu rechnen ist.

Im Mai war NUNAV beim Hafengeburtstag im Einsatz. Hier wurden alle Verkehrsteilnehmer in Hamburg aufgerufen, alle ihre Autofahrten mit NUNAV Navigation durchzuführen um sich so zu einem Schwarm zu verbinden, der für weniger Staus sorgt. Ergebnis: Im Gegensatz zu 2018 keine Beschwerden oder Berichte über Staus im Gesamten Stadtgebiet (Hafengeburtstag 2018: „Staus bis nach Blankenese“). Ausserdem offizieller Weltrekord im vernetzten Fahren für die Stadt Hamburg (2717 gleichzeitig vernetzt und kollaborativ fahrende Fahrzeuge in einer Stadt).
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