Leistungszentrum erhält hohe Förderung für Nutzfahrzeugforschung

Simulation der Wechselwirkung von Schutt- und Muldenkippermodell beim Löschen der Ladung / ©Fraunhofer ITWM (PresseBox) ( Kaiserslautern, )
710.000 Euro fließen am Fraunhofer ITWM bis Ende 2020 in die Entwicklung simulationsbasierter Innovationen für die Nutzfahrzeugindustrie. Die Mittel stammen aus dem rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium sowie dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und stärken die in Kaiserslautern etablierte Kompetenz im Bereich Nutzfahrzeugtechnologie.

Das Projektvorhaben wird vom Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM im Rahmen des Leistungszentrums »Simulations- und Software-basierte Innovation« bearbeitet.

Virtuelle Absicherung in der Nutzfahrzeugentwicklung

Automatisierter Betrieb, Ressourceneffizienz und CO2-Einsparung sind die Eckpunkte des Vorhabens. Welche konkreten Ziele das Projekt verfolgt, erläutert Dr. Klaus Dreßler, Leiter des Bereichs »Mathematik für die Fahrzeugentwicklung« am Fraunhofer ITWM so: »Die dynamische Entwicklung neuer Assistenzsysteme bis hin zum autonomen Betrieb sowie neue Anforderungen an Energieeffizienz und alternative Antriebe erfordern auch neue Simulationsmethoden zur virtuellen Absicherung. So entwickeln wir für Baumaschinen neue Methoden zur interaktiven Simulation beispielsweise von Grab- und Ladevorgängen, die den Fahrer und die Materialwechselwirkung mit einbeziehen.« Damit können zukünftig die effizientesten Arbeitsstrategien schon auf Basis der Simulationsmodelle abgeleitet werden.

Stadt-spezifische Antriebskonzepte möglich

Bei Lkw und Bussen geht es darum, den Energiebedarf in Abhängigkeit von Topographie, Einsatzspektrum und Verkehrssituation simulierbar zu machen. Damit können Antriebskonzepte – beispielsweise für Busse – konkret für bestimmte Städte schon auf Basis der Simulation optimiert werden.
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