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Pressemitteilung BoxID: 644862 (Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA)
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Innovationspreis der Automatisierungsindustrie 2013

Erster Platz für »Energieeffizienz von parallelen Seilrobotern«

(PresseBox) (Stuttgart, ) Auf dem Kongress der SPS IPC Drives 2013 in Nürnberg wurde am 27. November erstmals der Innovationspreis der Automatisierungsindustrie verliehen. Den ersten Preis erhielt Werner Kraus, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer IPA, für seine Untersuchungen zur »Energieeffizienz von Seilrobotern«. Sein Beitrag umfasst ein neues Verfahren: Durch die Reduktion von Seilkräften lassen sich der Energieverbrauch senken und die Seilmechanik schonen.

Erstmals prämierte das Kongresskomitee die drei besten Beiträge mit dem Innovationspreis der Automatisierungsindustrie auf der SPS IPC Drives 2013. Der Preis würdigt insbesondere den Nachwuchs der Automatisierungsbranche, der sich mit neuen Lösungen und Ideen am Kongress beteiligt. Über den mit 3000 € dotierten ersten Preis freute sich Werner Kraus, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Roboter- und Assistenzsysteme. »Der Seilroboter ist ein Paradebeispiel dafür, wie aus bewährten Standardkomponenten durch moderne Steuerungstechnik ein intelligentes Robotersystem entstehen kann. Deshalb freue ich mich besonders, auf der Branchenmesse für Automatisierungstechnik den ersten Preis für diese neue Technologie annehmen zu dürfen«, so Kraus. Die Vorträge der Gewinner überzeugten durch die hohe Qualität des Inhalts, ihren Neuigkeitsgehalt, ihre Aktualität und ihren Praxisbezug.

In parallelen Seilrobotern werden Seilwinden in Kombination mit einer PC-basierten Steuerung eingesetzt, um eine Plattform mithilfe von Seilen im Raum kontrolliert zu bewegen. Durch die gering bewegte Masse wird eine hohe Dynamik bei gleichzeitig hoher Energieeffizienz erreicht. In seinem Vortrag stellte Werner Kraus ein neues Verfahren zur Senkung von Seilkräften vor. Dadurch lässt sich die Energieaufnahme um 20 Prozent reduzieren. Darüber hinaus wurde erstmalig der Energieverbrauch eines parallelen Seilroboters mit dem eines seriellen Industrieroboters verglichen. Das Resultat: Im betrachteten Szenario erweist sich der Seilroboter insgesamt als energieeffizienter. Insbesondere die benötigte Spitzenleistung des Seilroboters fällt deutlich geringer aus.

Viele Anwender wünschen sich die hohe Pick-Leistung von Delta-Robotern auch für größere Bauteile oder längere Transportwege: Im Bereich Pick-and-Place können Seilroboter neue Maßstäbe setzen. Zudem können sie Regale mit kleinen Paketen beschicken. Auch tonnenschwere Lasten lassen sich mit der Seilrobotertechnologie unter Verwendung von Kranwinden handhaben. Ähnlich wie die Skycam bei Sportübertragungen sollen Seilroboter in Produktionen eingesetzt werden: Sie eignen sich für die Automatisierung von Fertigungsprozessen an sehr großen Bauteilen, wie z. B. Rotorblätter für Windkraftanlagen, Rümpfen von Flugzeugen und Schiffen sowie großen Schweißkonstruktionen. Dabei können Seilroboter für die Positionierung und Bewegung des Werkzeugs sorgen, welches dann für das Laminieren, Schleifen, Polieren, Reinigen oder Lackieren genutzt wird.

Über SPS IPC Drives

Parallel zur Messe findet der größte deutschsprachige anwenderorientierte Kongress zur Automatisierungstechnik statt. Über den Stand der Technik sowie die Einsatzmöglichkeiten in der Praxis Bescheid zu wissen, ist entscheidend für den erfolgreichen und profitablen Einsatz moderner Automatisierungsprodukte. Dabei kommt dem Dialog zwischen Forschung, Produktentwicklung und Anwendung eine wichtige Bedeutung zu. Der SPS IPC Drives Kongress bietet dafür die ideale Plattform: Neue Produkte, Systemlösungen und Konzepte werden herstellerneutral präsentiert und bewertet.

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