Aachener Dienstleistungsforum feiert sein 20. Jubiläum

Interaktive Erlebnisforen begeistern Besucher

Aachen, (PresseBox) - Die digitale Transformation ist längst mehr als theoretisches Konstrukt und umfasst mittlerweile alle Wertschöpfungsstufen im industriellen Sektor. So ist ein großer Teil der von Unternehmen produzierten Maschinen bereits mit Sensorik sowie Software ausgestattet und kommuniziert über digitale Infrastrukturen. Unternehmen zögern jedoch immer noch, wenn es darum geht, innovative datenbasierte Dienstleistungen für ihre Produkte anzubieten. Denn: Welche Schlüsseltechnologien sind überhaupt nötig für die Einführung von Smart Services? Welche Daten werden bereits von intelligenten Produkten gesammelt und wie werden diese erfasst? Wie können aus der Datenflut mehrwertstiftende Informationen gewonnen werden? Welche Vorteile bieten datenbasierte Dienstleistungen und wie lassen sich diese gestalten?

Diesen und weiteren Fragen rund um das Trendthema „Smart Services“ widmete sich das diesjährige Aachener Dienstleistungsforum, das unter dem Motto „Smart Services erleben.“ stand. Vom 8. bis zum 9. März konnten sich die über 100 Teilnehmer in Fachvorträgen und auf der begleitenden Messe über die neuesten Entwicklungen und Best Practices informieren.

Neu waren die zum 20-jährigen Jubiläum eingeführten Erlebnisforen, interaktive Workshops, in denen die Besucher dem Thema Smart Services in einer ganz neuen Form begegneten: Nach einleitenden Vorträgen, u. a. von Professor Volker Stich, FIR-Geschäftsführer und Leiter des Clusters Smart Logistik auf dem RWTH Aachen Campus, und Professor Achim Kampker, Direktor des FIR, nahmen die Zuhörer eine aktivere Rolle ein. In vier Workshops wurden verschiedene Lösungskonzepte skizziert, um den Herausforderungen eines sich verändernden Marktes entgegenzutreten: Im Erlebnisforum „Smart Maintenance“ brachte man live in nur 30 Minuten eine Maschine ins Internet der Dinge. Im zweiten Erlebnisforum, „Smart Products“, wurden anhand von Datenbrillen die Vorteile von visuellem Informationsaustausch am Arbeitsplatz in Echtzeit demonstriert. Am eigenen Leib erfuhren die Teilnehmer schließlich im dritten Erlebnisforum „Smart Data“, wie Kommissionier-und Montageprozesse durch zunehmende Vernetzung effizienter werden und im vierten Forum „Smart Services“ arbeiteten die Teilnehmer an Dienstleistungsmodellen und stiegen so direkt in die Smart-Service-Welt ein. Realitätsnahe Szenarien vom Technologieeinsatz bis zu möglichen Geschäftsmodellen wurden für und durch die Teilnehmer selbst gestaltet. Auf diese Weise konnte das Erlebte nahtlos auf das eigene Unternehmen übertragen werden, um dort neue Impulse im Arbeitsalltag zu setzen.

Ergänzt wurde das Angebot an Fachvorträgen auf dem Aachener Dienstleistungsforum durch die angeschlossene Fachmesse, auf der diverse Anbieter unterschiedlicher Lösungen sich dem Publikum präsentierten. Das nächste Dienstleistungsforum findet am 21. und 22. März 2018 statt.
Weitere Informationen zum Aachener Dienstleistungsforum sind im Internet über folgenden Link abrufbar: www.dienstleistungsforum.de

 

FIR an der RWTH Aachen

Das FIR ist eine gemeinnützige, branchenübergreifende Forschungseinrichtung an der RWTH Aachen auf dem Gebiet der Betriebsorganisation und Unternehmensentwicklung mit dem Ziel, die organisationalen Grundlagen zu schaffen für das digital vernetzte industrielle Unternehmen der Zukunft. Das Institut begleitet Unternehmen, forscht, qualifiziert und lehrt in den Bereichen Dienstleistungsmanagement, Business-Transformation, Informationsmanagement und Produktionsmanagement. Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen fördert das FIR die Forschung und Entwicklung zugunsten kleiner, mittlerer und großer Unternehmen. Seit 2010 leitet der Geschäftsführer des FIR, Professor Volker Stich, zudem das Cluster Smart Logistik auf dem RWTH Aachen Campus. Im Cluster Smart Logistik ermöglicht das FIR eine bisher einzigartige Form der Zusammenarbeit zwischen Vertretern aus Forschung und Industrie. Zur Stärkung des Standorts NRW unterstützt das FIR als Johannes-Rau-Forschungsinstitut zudem die Forschungsstrategie des Landes und beteiligt sich an den entsprechenden Landesclustern.

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