Fahrzeugdesign mit Tape Rendering – angehende Ingenieure lernen Design-Techniken

Mit der Darstellungstechnik des Tape Renderings wenden die angehenden Motorsport-Ingenieure der Hochschule Stralsund aktuelle Designmethoden aus der Automobil-Industrie an

Bilddatei: Jonas Lach, Jonas Röpke und Charlie Krüger vor ihrem Design-Entwurf mit Tapes.
Foto: Steven Pohl | Rechte: Hochschule Stralsund
(PresseBox) ( Stralsund, )
„Warum wird diese Linie hier dicker?“ fragt Norman Voland, Motorsport Engineering-Student im 6. Semester, seinen Dozenten. Gerhard Friedrich, seit 2012 Honorarprofessor an der Weißensee Kunsthochschule Berlin und derzeit als Gastdozent an der Hochschule Stralsund, zeigt ihm den Linienverlauf und den gedachten Lichteinfall: „Weil hier das Licht drauf steht, ergibt sich ein Highlight.“ Schon zwei Tage haben Norman und seine beiden Gruppenmitglieder, Kathrin Then und Jan-Ole Fischer, an den Entwürfen gearbeitet, die sie mit Tape-Band direkt an die Wand im Hörsaal kleben. Bei der Methode werden mithilfe von schwarzen, flexiblen Klebebändern Fahrzeugentwürfe im Maßstab 1:1 oder 1:2 an die Wand gebracht. „Der Designer zeigt, was er sich vorstellt, der Ingenieur sagt sofort, was technisch geht oder nicht geht“, erklärt Gerhard Friedrich.

Der renommierte Automobildesigner und Leiter des Produktlinienmanagements Design bei BMW ist seit vielen Jahren mit Lehraufträgen für Transportation Design an internationalen Hochschulen tätig und lehrt die Entwurf-Technik. „Zuerst lernen die Studierenden in diesem Kurs einiges über die Geschichte des Fahrzeugdesigns und den Designprozess in der Praxis bei BMW. Dann erstellen sie selbst eine Produktanalyse anhand der Historie, der Zielgruppe, dem Einsatzgebiet und einem Ausblick auf die Modellreihe“, erklärt Friedrich. „So machen wir es in der Praxis. Dies ist der Schritt, bei dem Designer und Ingenieure ganz früh aufeinandertreffen und Hindernisse aus dem Weg räumen.“

Die angehenden Motorsport-Ingenieure setzen sich in ihrem 6. Semester mit dem Thema Fahrzeugdesign auseinander und sind durchweg zufrieden, diese aktuelle Arbeitsmethode aus der Praxis kennenzulernen. „Es ist echt gut, auch mal einen Einblick in den Designprozess zu bekommen. Man lernt dann, worauf man beim Design achten sollte“, ist sich Kathrin sicher. Charlie Krüger aus einer anderen Arbeitsgruppe ist überzeugt: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es ohne diesen Arbeitsschritt funktioniert. Das ist doch die Schnittstelle, an der Ingenieure und Designer zusammenkommen. Außerdem ist es toll, den Designprozess kennenzulernen. Die Ästhetik spricht uns alle an, egal ob Designer oder Ingenieure.“

In den kommenden Semestern möchte die Hochschule Gerhard Friedrich gerne wieder beauftragen. Das Know-how eines solchen Experten ist für die Studierenden Gold wert. „Wenn ich sehr gute Studierende dabeihabe, empfehle ich die außerdem gerne an meinen Arbeitgeber weiter“ verspricht Friedrich.
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