Mit Grünen Gründungen in die Zukunft

Prof. Dr. Dirk Ludewig (Foto: Gatermann) (PresseBox) ( Flensburg, )
Auf dem Hochschulcampus sollen grüne Gründungen vorangetrieben werden: Mit einem Green Entrepreneurship-Centres sollen Unternehmergeist und die Innovationskraft von Start-up’s zusammengebracht werden.

Wir verbrauchen Ressourcen, als hätten wir eineinhalb Planeten Erde zur Verfügung. Im Jahr 2030 werden wir gar für zwei Planeten wirtschaften. Wie wir das verhindern können – daran arbeiten viele Experten. Auch Prof. Dr. Dirk Ludewig hat sich seine Gedanken gemacht. Sein Ansatz: Die Innovationskraft von Unternehmensgründungen mit dem ökonomischen Potenzial der Green Economy zusammen bringen. Es geht um Green Entrepreneurship.

Ludewig, Professor für Marketing und Entrepreneurship an der Fachhochschule Flensburg und Leiter des Gründerzentrums am Dr. Werner Jackstädt Zentrums für Mittelstandforschung, definiert die „Grüne Wirtschaft“ dabei über Leitmärkte, auf denen entsprechende Technologien - seien es Windkraftanlagen oder Energiespeicher - produziert werden. „Damit die Wirtshaft insgesamt nachhaltiger produzieren kann, braucht sie das passende Angebot“, erklärt Ludewig. Da es beispielsweise im Bereich der Speichertechnologie noch nicht den marktführenden Hersteller gibt, sieht der Professor hier für Unternehmensneugründungen durchaus Potenzial. Denn gerade Start-up’s bergen erhebliche Innovationskraft. „Zweidrittel der radikalen Neuerungen, also der großen technologischen Sprünge gerade im grünen Bereich kommen aus Start-up’s“, sagt Ludewig. Bestehende Unternehmen seien da weniger risikofreudig. Zugespitzt könnte man sagen: Die Welt verbessern und damit auch noch Geld verdienen.  Schleswig-Holstein ist dabei ein gutes Pflaster: Zwischen 2006 und 2013 waren 17 Prozent aller Unternehmensgründungen „grün“, deutschlandweit waren es lediglich 14 Prozent. Gleichzeitig macht die Green Economy bereits heute 13 Prozent am Bruttoinlandsprodukt Deutschlands aus. 

Auf dem Flensburger Campus will Ludewig seinen Ideen ein Zuhause geben, in Form eines Green Entrepreneurship-Centres. Hier soll im Verbund von Fachhochschule und Europa-Universität sowie vielen weiteren Partnern geforscht werden, sollen Netzwerke und Datenbanken aufgebaut werden, will man Ansprechpartner sein für die Politik und natürlich die Gründungswilligen. Die Studierenden profitieren über das spezielle Lehrangebot  „Mint Green Entrepreneuship.“ Zudem können Studierende ihre Geschäftsmodelle in Green Entrepreneurship Labs“ mit Fachleuten diskutieren. Dies ist Teil des Interreg-Projektes „Spice 2.0“, in dem die FH mit zahlreichen Partner zum Thema Unternehmesgründungen zusammenarbeitet.  „Wir wollen in die Region ausstrahlen“, sagt Ludewig. Im Unterschied zum bestehenden Jackstädt-Entrepreneuer-Center wollen Ludewig und seine Kollegen nicht nur die Studierenden mit Gründungsideen beraten, sondern auch für grüne Existenzgründer außerhalb des Campus Hilfestellung bieten. „In der grünen Wirtschaft gelten durchaus spezielle Voraussetzungen“, erklärt Ludewig. Man sei beispielsweise viel abhängiger von Gesetzesänderungen. Außerdem müsse man, so der Wirtschaftsprofessor, bei Investoren viel mehr Überzeugungsarbeit leisten. „Viele halten diesen Bereich noch für Spielerei.“ Ludewig und seine Leute wollen das ändern.
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