Internetwürmer mit globalem Wachstumsrekord

F-Secure zieht Bilanz über Highlights und Trendthemen des vergangenen Jahres

(PresseBox) ( München, )
Der finnische Sicherheitsanbieter F-Secure blickt auf das vergangene Jahr 2009 zurück und veröffentlicht in seinem Security Wrapup die wichtigsten Themen rund um Internetsicherheit und digitale Trends. Das Resümee der finnischen Sicherheitsexperten - auch in diesem Jahr stieg die Zahl von Malware exponentiell an. Internetwurm Conficker erweist sich dabei als gefährlichster Internetwurm seit Jahren.

"Online-Bedrohungen wurden im letzten Jahr raffinierter und nahmen auch mengenmäßig stark zu", sagt Mikko Hyppönen, Chief Research Officer bei F-Secure. "Geld zu verdienen bleibt weiter das Hauptmotiv von Virenautoren". Auch während der Wirtschaftskrise weist Malware daher auch enorm hohe Zuwachsraten auf. Das eigentliche Ziel ist dabei weiterhin, durch neue bzw. modifizierte Betrugsmethoden illegal Geld zu verdienen. Entwickler von Antiviren-Software sehen sich daher einer immer größer werdenden Vielfalt individueller Varianten von Viren und anderer Malware ausgesetzt.

Conficker gefährlichster Wurm seit Jahren

Der Internet-Wurm Conficker, der in der ersten Jahreshälfte weltweit für Aufregung bei Usern gesorgt hat, erwies sich im Nachhinein als einer der schädlichsten Würmer der vergangenen Jahre. Conficker hatte sich in rasender Geschwindigkeit im Internet verbreitet, indem vorwiegend Computer mit dem Betriebssystem Windows XP befallen wurden. Der Wurm nutzte eine Sicherheitslücke im System, das noch nicht mit dem Microsoft Update 2008 gepatched worden war. Auf diese Weise hat die Malware bei einer Vielzahl von Unternehmen und öffentlichen Institutionen für massive Probleme gesorgt. Bislang rühmten sich Virenschreiber mit erfolgreichen Angriffen auf die Netze ihrer Opfer. Conficker hingegen wurde konzipiert, sich auf den lokalen PCs auszubreiten und ein Botnetz über die infizierten Computer aufzubauen.

Zur Bekämpfung des Wurms wurde eigens die Conficker Working Group gegründet, die sich aus zahlreichen Herstellern von Antivirensoftware zusammensetzt, darunter auch F-Secure. Die Organisation konnte letztendlich verhindern, dass der Wurm Daten an seinen Ursprung schicken und so ein schädliches Botnetz aufbauen konnte. Allerdings bleiben bis Ende 2009 immer noch Millionen von Computern weltweit mit dem Conficker-Wurm infiziert.

Windows 7 verspricht mehr Sicherheit

Das Betriebssystem Windows 7 tritt die Nachfolge von XP und Vista an, die beide zahlreiche Sicherheitslücken aufwiesen, das neue System verspricht dabei vor allem größere Sicherheit bei der Benutzung als sein Vorgänger Vista. Der Fokus auf bessere Handhabung und verbesserte Sicherheit ist - vor allem durch das vermehrte Aufkommen von Netbooks - einer der wichtigen Trends des Jahres 2009.

Smartphones immer populärer

Im Jahr 2009 wurden Smartphones beliebter und leistungsfähiger als je zuvor. Sie werden zunehmend für internetbasierte Aktivitäten genutzt wie zum Beispiel den Kontakt über soziale Netzwerke, die ebenfalls im Jahr 2009 erheblich an Popularität gewonnen haben. Im Wesentlichen ist diese Entwicklung auf die Beliebtheit des Apple iPhones und anderer Smartphones mit Touchscreen sowie kostengünstigere Flatrate-Tarife für mobilen Netzzugang zurückzuführen.

Apple iPhone im Fadenkreuz

Gegen Ende des Jahres 2009 gerieten sogenannte "jailbroken" iPhones mit nachträglich aufgespielter Firmware in den Fokus profitorientierter Schadsoftware. Die rasante Malware-Entwicklung in diesem Bereich lässt einen klaren Trend erkennen. Kurz nach der Meldung, dass ein holländischer Hacker eine Schwachstelle eines "jailbrocken" iPhones ausgenutzt hat, gab es weitere Zwischenfälle. Ein Australier wollte mit seinem Schadprogramm iPhone-Nutzern, die ihr SSH-Passwort nicht geändert hatten, "eine Lektion erteilen". Kurz darauf tauchte auch schon der erste unsichtbare Wurm für das iPhone auf. Dieser baut ein mobiles Botnetz auf und verschafft Angreifern Zugang zu Details der Online-Banking-Daten der Nutzer.

Steigende Gefahren im Internet

"Im Jahr 2009 haben Kriminelle bewiesen, dass ihr Interesse unverändert ist, Online-Ressourcen zur lukrativen Einnahmequelle umzuwandeln", erklärt Mikko Hyppönen. "Sie nutzen Ihre Botnetze, um Suchmaschinenergebnisse zu manipulieren, eine sichere Seite vorzugaukeln oder Websites zu hosten, die die Nutzer in eine Falle locken sollen, um sie dann per Driveby-Download zu attackieren", erklärt Hyppönen weiter.

Den vollständigen F-Secure-Bericht über IT-Sicherheitsbedrohungen für das Jahr 2009 finden Sie unter: www.f-secure.com/2009/

Ein Video-Interview mit Mikko Hyppönen finden Sie unter: http://www.f-secure.com/...

Für die aktuellsten Security News von F-Secure besuchen Sie unseren Blog unter: www.f-secure.com/weblog Sie können Chief Research Officer Mikko Hypponen bei Twitter folgen unter: www.twitter.com/mikkohypponen
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