Hohe Zinsen - Ohne hohe Zinsen keine Altersvorsorge für den Mittelstand!

Hohe Zinsen - Die sollen unseriös sein! Poltik, Finanzwirtschaft und ihre Handlanger auf dem Prüfstand der Realität!

(PresseBox) (Magdeburg, ) Zinsen - hohe Zinsen!

Euronetwork: Die Themen hohe Zinsen und Altersvorsorge spaltet die Nation! Herr Manoussos, die Einen sagen hohe Zinsen wären unseriös, die Anderen sagen eine gute Rente ließe sich privat versichern. Was ist denn richtig?


Andreas Manoussos: Zinsen - Hohe Zinsen! Danach suchen die Menschen. Ohne hohe Zinsen ist eine private Altersvorsorge kaum möglich. Damit ist nicht gemeint, sie, die private Altersvorsorge, wäre ohne hohe Zinsen nur schlecht möglich. Damit ist gemeint: Die private Altersvorsorge kann rein rechnerisch für den größten Teil der Bevölkerung kapitalgedeckt - ohne hohe Zinsen - garnicht möglich sein!



Euronetwork: Aber die gesamte Allfinanz behauptet, daß eine private Rente trotz niedriger Zinsen bei relativ hoch gezillmerten Verträgen funktionieren würde!


Andreas Manoussos: Sie meinen die versicherungslastigen Finanzbranchen zu denen inzwischen auch viele Banken gehören! Im Laufe der Jahrhunderte sind unserer Meinung nach die Menschen, sicherlich durch moderne Medien und schnelle, effektive Kommunikationsmöglichkeiten und ebensolche Informationsbeschaffung, dahinter gekommen, daß - so sehen wir es - eine Lebensversicherung keine Altersvorsorge sein kann, daß eine private Rentenversicherung keine Altersvorsorge sein kann, und daß eine Fondspolice auch keine Altersvorsorge sein kann.

Euronetwork: So sehen Sie das. Der Gesetzgeber sieht das etwas anders! Die Meinungen scheinen ja auseinander zu driften.

Andreas Manoussos: Ich bin ja kein Politiker, frage aber: Wer macht die Gesetze? Und wer beeinflußt die Gesetzgebung? Viele Politiker sitzen in den Aufsichtsräten von Banken und Versicherungen. Jeder investigative Journalist kann Bände darüber berichten - wenn er denn wollte! Youtube & Co sind voll von solchen Berichten, die einem den Atem rauben. Glaubt man denen, beschäftigen Banken und Versicherungen haufenweise Lobbyisten um Finanzgesetze und umsatzsicherstellende, sowie abmahnfähige Definitionen in wichtigen Finanzangelegenheiten zu ihren Gunsten zu erlassen. Das Fernsehen bringt regelmäßig Ausstrahlungen über diese Themen.

Euronetwork: Altersvorsorge ist ja kein Spaß, sondern ein äußerst ernstes Thema. Später kann man ja schließlich heutige Fehler kaum mehr reparieren. Schauen wir mal, wie die Wikipedia die Altersvorsorge definiert:


Altersvorsorge - Definition der Wikipedia


"Der Begriff Altersvorsorge umfasst die Gesamtheit aller Maßnahmen, die jemand während des Lebens trifft, damit er im Alter oder nach dem Ende seiner Erwerbstätigkeit (dieses kann auch vor dem Beginn von Rentenzahlungen liegen) seinen weiteren Lebensunterhalt bestreiten kann, möglichst ohne Einschränkungen des Lebensstandards. Der Altersvorsorge dienen erworbene Anwartschaften und/oder angespartes Vermögen."



Andreas Manoussos: Wobei der Passus "...möglichst ohne Einschränkungen des Lebensstandards..." imperativ ist. Die gesetzliche Rente - also das Umlageverfahren - ist in der Tat eine Altersvorsorge, wenn auch durch Inflation und Währungsumstellungen im hohen Maß gefährdet. Die gesetzliche Rente ist zudem auch eine echte Versicherung.
Die Jungen zahlen für die Alten. Ertragsimmobilien, die nach Kosten Mieten ausreichend ergänzend zur gesetzlichen Rente oder voll in der Höhe abwerfen, daß der Lebensstandard im Rentenalter ohne Einschränkungen bestritten werden kann, können unserer Meinung nach als Altersvorsorge bezeichnet werden. Die oben genannten Versicherungsprodukte jedoch können wir nicht als Altersvorsorge bezeichnen - so unsere feste Überzeugung, auch wenn der Gesetzgeber und die maßgeblich an diesem privaten Rentendisaster des Mittelstandes beteiligten Politiker im Dienste der Banken- und Versicherungsindustrie es anders sehen.

Euronetwork: Solch eine Meinung sollte man begründen können!

Andreas Manoussos: Unsere Meinung können wir sehr gut begründen:
Eine Lebensversicherung kann durch ihren hohen Zillmeranteil keinen nennenswerten Ertrag, sprich anständige Zinsen, abwerfen. Die Zinsangaben sind Aussagen, die kaum ein Versicherer auf das eingezahlte Geld rechtsverbindlich schriftlich machen wird. Außerdem haben Berechnungen unzähliger solcher Versicherungen mit geeigneten Zahlungsstromrechnern eine Diskrepanz zwischen suggeriertem Zins und Nettoverzinsung offenbart, die keinesfalls tolerierbar ist. Einen Rechtsanspruch auf einen ordentlichen Kontoauszug hat man ohnehin nicht. Nur auf eine Wertmitteilung. Niemand würde seiner Bank eine Wertmitteilung anstelle seines Kontoauszuges erlauben. Genau das ist im Übrigen ein einem Beweis in nichts nachstehendes Indiz auf die "Knüngelei" zwischen Versicherungsgesellschaften und Staat in den letzten drei Jahrhunderten. Auch ist in den meisten Kapitallebensversicherungsverträgen der Versicherungsanteil nur in den ersten Jahren relevant. Später übersteigt das Guthaben die Versicherungssumme. Im vorzeitigen Todesfall machen dann die Erben Miese. Viele Umfragen ergaben, daß die Kunden genau das garnicht haben wollten, was sie als Vertrag letztendlich zugesandt und nie verstanden hatten. Durch Währungsumstellungen und einer tatsächlichen Miniaturnettoverzinsung wird das Kapital inflationiert. Das Landgericht Hamburg urteilte im Jahre 1983, die Kapitallebensversicherung dürfe als legaler Betrug bezeichnet werden. Fachliche Aussage aus Sicht der Architektur solcher Verträge: Eine Kapitalbildende Lebensversicherung kann nicht Kapital bilden und zugleich das Risiko des vorzeitigen Ablebens decken in der Form, als wenn man zwei getrennte Verträge, also einen vernünftig verzinsten Kapitalvertrag und eine Risikolebensversicherung, abgeschlossen hätte.


Euronetwork: Wir reden doch von Rentenversicherung.


Andreas Manoussos: Eine private Rentenversicherung steht einer Lebensversicherung im Zillmeranteil kaum nach. Hinzu kommt die Tatsache, daß es das Risiko "Rente" nicht gibt, die Rente also privat garnicht versichert werden kann. Das es trotzdem gemacht wird ist genauso ein einem Beweis in nichts nachstehendes Indiz für "Knüngelei" zwischen Staat und Lobbyisten der letzten Jahrhunderte. Wie z.B. Gesetze im Finanzausschuß des deutschen Bundestages entstehen wissen wir doch aus zahlreichen im Youtube jederzeit abrufbaren journalistischen Highlights diverser Fernsehsender. Wo kein (Gerichts-) Kläger, da kein (Gerichts-) Richter. Da sind nur Opfer, die Ihr Geld im Verrentungsfall gegen einen Magerzins abtreten, also ihre Erben enterben. Wirtschaftlicher Humbug kann keine Altersvorsorge sein. Laut Versicherungswirtschaft wird bei einer privaten Rentenversicherung nicht das Risiko "Rente" versichert, denn dieses Risiko existiert nicht. Da fast alle das Rentenalter erleben, handelt es sich bei der "privaten Rente" um eine Tatsache und keinesfalls um ein Risiko. Würden alle "Versicherten" im Rentenbezugszeitraum Geld haben wollen, und das wollen ja alle, wäre der privatwirtschaftliche Kapitaltopf leer! Die Versicherungsindustrie hat dank ihrer Aktuare (Versicherungsmathematiker) einen Trick angewandt, um dennoch etwas versichern zu können, damit das Kapital, so wie die Gesellschaften es wollen, gegen Zinszahlung gänzlich abgetreten werden kann: Sie versichert gegen langes Leben. In der Tat steckt in jedem dieser Unverträge die Risikoabsicherung gegen langes Leben! Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Die Masse der Bevölkerung unterschreibt ihre privaten Rentenversicherungsverträge nicht und versichert sich ohne Unterschrift auf einem Vertrag selbst gegen langes Leben - eben indem sie ja erst garnicht versteht, was sie da nicht unterschreibt! So weit sind wir schon gekommen! Das Resultat: Das Kapital wird im Verrentungsfall gegen Magerzinsen gänzlich und unwiderruflich abgetreten. Bei Riester ist es von vorne herein mindestens zu 70% abgetreten, außer im völligen Verrentungsfall. Bei der Rüruprente ist es gänzlich gegen Magerzinsen und einem Alterssteuerbummerang abgetreten!

Euronetwork: Wir dürfen berechtigter Weise Fragen: Rürup - organisierter Betrug unter Zuhilfenahme der deutschen Aktuare?

Andreas Manoussos: Das können Sie fragen! Das Recht haben Sie! Wir sind - noch - ein relativ freier Staat mit - noch - freier Meinungsäußerung und das Recht Fragen stellen zu dürfen.

Euronetwork: O.K., das prüfen wir, aber was ist denn mit der betrieblichen Altersvorsorge? Das war doch das Hauptaugenmerk des Gesetzgebers in den Jahren 2004 und 2005.

Andreas Manoussos: Viel Spaß beim "prüfen". In der Kneipe kann man sich eine Dame schön trinken! Leider geht das mit Kapitalverträgen nicht! Da ändert die Bezeichnung nichts am Vertragsinhalt! Eine betriebliche Altersvorsorge ist meist eine private Rentenversicherung, die zwar mit einem Steuervorteil beworben wird, sich aber mit Steuern und höheren Krankenversicherungsbeiträgen im Alter rächt. Der Zillmeranteil ist auch hier entsprechend hoch. Die Abtretung des Kapitals gegen einen Magerzins ist auch hier wirtschaftlicher Humbug. Zumindest konnte mir die Finanzbranche in den letzten 3 Jahrzehnten nicht das Gegenteil beweisen! Unserer Ansicht nach könnte man daher solche Verträge auch als Steuer für Dumme abtun, die sich in der Architektur solcher Verträge nicht auskennen. Die Verschärfung des Beriebstrentengesetzes, wonach der Arbeitgeber auch noch für die Güte der betrieblichen Altersvorsorge haften soll, ist einem Beweis in nichts nachstehendes Indiz für den besagten und beklagten "Knüngel" zwischen Staat und Versicherungslobby. Selbstverständlich kann freiwillige Kapitalabtretung in einer kapitalorientierten Wirtschaft weder Altersvorsorge, noch sonst irgend etwas wirtschaftlich Sinnvolles sein. Da ändert ein Gesetz rein garnichts! Wir erinnern mal an die Ermächtigungsgesetze, die auch Gesetze waren und seinerzeit sicherlich höchst gesetzeskonform.

Euronetwork: Harte Worte! Ganz ehrlich - wird es noch schlimmer?

Andreas Manoussos: Für Sie lege ich gerne noch einen drauf: Eine Fondspolice wird von der Versicherungswirtschaft mit dem Cost Average Effect beworben. Durch ratierlichen Einkauf von börsennotierten Fonds werden je nach Börsenstand mal mehr mal weniger Anteile gekauft, so daß das Verlustrisiko minimiert wird, wenn man lange genug mit dem Fondssparen dabei bleibt. Man kauft ja auch bei Börsentiefsstand viele Anteile für seine feste monatliche Rate.

Euronetwork: Aber genau das ist doch gut! So haben wir das Alle gelernt!

Andreas Manoussos: Leider ohne Euren "Lehrern" mal den Kopf zu waschen! Dadurch werden doch auch alle Gewinnchancen auf die gleiche Weise minimiert, so daß wieder der hohe Zillmeranteil, den fast alle Versicherungspolicen ausmachen, dazu führt, daß man sein Geld inflationiert.

Euronetwork: Zumindest kein Verlust! So schlecht ist das garnicht!

Andreas Manoussos: Von wegen! Wenn der Börsenstand hoch ist, müssen die Großanleger ihre Börsengewinne einfahren. Das bedeutet, daß ihnen irgend ein Doofer die nun teuren Fonds abkaufen muß, bevor die Börse wieder "den Bach runter geht". Der Dumme ist auch hier der Fondssparer, der mit seinen Raten den Konzernen diese lukrativen Geschäfte ermöglicht. Das Produkt "Fondspolice" hat also seine gewollte Berechtigung.
Dann wäre da noch etwas: Immer wenn der Dax oben steht melden sich plötzlich alle "wichtigen" Finanzkolumnen der "wichtigen" Magazine, die mit Infos über Finanzen ihr Geld verdienen, und sugerieren alle Jahre wieder wie lukrativ es doch sei kurz vor dem Absturz wieder in solche Börsenprodukte zu investieren, weil doch die Konjunktur in ihrem Hoch wäre! Das nach dem Hoch das Tief kommt, davon redet zu dem Zeitpunkt kaum ein "Fachmagazin" komischer Weise.

Euronetwork: Das leuchtet ein! Eine Fondspolice kann demnach auch keine Altersvorsorge im Sinne der Wikipediadefinition sein, weil sie aus den benannten Gründen totaler wirtschaftlicher Unfug ist.

Andreas Manoussos: Willkommen im Club der Erkenntnisreichen. Spät, aber immerhin! Die o.g. Produkte sind - bis auf einen verschwindend geringen Vertragsanteil - Kapitalsparprodukte, d.h. die Versorgung im Alter muß zwangsläufig aus Zinsen resultieren. Die Rente im Alter sind dann Zinsen. Anders wie beim Umlageverfahren ist es relativ einfach das dafür notwendige Kapital zu berechnen. Leider ist es so, daß die Versicherungsbranche, die in der Ausbildung von Finanzfachkräften eine Führungsposition inne hat, in der Ausbildung ihrer Fachkräfte die Kapitaldeckungsberechnung für ihre über Jahrzehnte brav zahlenden Kunden nicht vorsieht.

Euronetwork: Ein Beispiel bitte!

Andreas Manoussos: Allein 1.000,-€ heutige monatliche Rentenzahlung kapitalgedeckt benötigt bei einer Verzinsung von 5% 320.000,-€ zu Grunde liegendes Kapital. Bei einer Verzinsung von 2,5 % (Versicherungsprodukte haben gezillmert nicht mehr Zinsen, eher viel weniger - die liegen noch nach vielen Jahren Einzahldauer netto meist weit drunter) benötigt man schon 640.000,-€! Geht man in 20 Jahren in Rente und rechnet man noch 25 Jahre Lebensdauer hinzu sollte man die reale Inflation der letzten Jahrzehnte in die Prognose mit einberechnen. Eine Verdoppelung des Kapitals wäre in dem Fall sträflich wenig, aber schon bei den rund 1.2 Millionen € wird klar: Die Story "kapitalgedeckte Altersvorsorge" ist ein Märchen in einem Märchen! Welcher Arbeitnehmer ist schon in der Lage auch nur einen signifikanten Teil dieser Summe anzusparen?

Euronetwork: Kaum einer, aber was ist mit Kapitalverzehr?

Andreas Manousos: Die alten abgedroschenen Verkaufsphrasen! Die Antwort ist doch einfach! Ist das Kapital im Alter dann tatsächlich "verzehrt" worden, müßten Sie dann plangemäß vom vorzeitigen Ableben Gebrauch machen! Im Klartext: Sterben Sie! Dann brauchen wir diese Diskussion im Alter nicht erneut aufzuwärmen, wenn die Kohle dan planmäßig fehlt! Oder? Ist das Geld alle, sterben Sie dann einfach!

Euronetwork: Ist das jetzt Schocktherapie?

Andreas Manoussos: Nein, nur der geeignete Versuch die Menschen aus der "Matrix" zu wecken! Ihre Interessen bestimmen ihre Wahrnehmung! Ich kann den Menschen das Denken Ihre Altersvorsorge betreffend doch nicht abnehmen. Für ausreichendes Geld im Alter sind die Menschen selbst, und nicht irgend ein Dienstleister, verantwortlich.

Jetzt aber weiter im Text: Selbständige benötigen durch ihre privaten Rentenversicherungen und durch das Alterseinkünftegesetz viel höhere Renten kapitalgedeckt, somit wird ein viel höheres Kapital benötigt. Absurd zu glauben, daß das für die Masse der Bevölkerung möglich sei. Völlig unmöglich! Nun kommt die liebe SPD mit ihrem oberschlauen (und auch oberpeinlichen) "Wunderkanzler", der als Finanzminister nichts als Schulden machte, und möchte Kapitalerträge noch höher versteuern, als sie schon versteuert werden. Mit anderen Worten: Unter einer sozialdemokratischen Regierung wird es noch viel schwieriger sein kapitalgedeckte Renten zu realisieren - wird der Mittelstand in den versicherergestützten Altersruin gestürzt. Dann dürfen die gesetzlichen Arbeitsrentner ihren ehemaligen Chefs, die jetzt im Alter pleite sind, durch Mehrsteuerabfuhren (Alterseinkünftegesetz) die Sozialrente finanzieren. Die zeitversetzte Enteignung des Mittelstandes durch die gezielten Statusänderungen der Bevölkerung durch die Agenda 2010 reicht der SPD nicht! Jetzt muß sie der Bevölkerung auch noch die Altersversorgung gänzlich unmöglich machen.

Euronetwork: Was heißt Enteignung durch Statusänderung? Was einem gehört, kann man einem doch nicht weg nehmen!

Andreas Manoussos: Die Menschen schlafen nicht in der Matrix - sie schnarchen genüßlich darin! "Schröders Rache", die Agenda 2010, ist ein sehr heißes Thema! Sie enthält mehr Zündstoff als als alles Uran auf der Welt zusammen! Aber dazu ein anderes mal in einem weiteren Lehr-und-Meinungs-Interview. Wir waren bei der Altersvorsorge: Wer sich hier nicht rechtzeitig um Fachwissen, um ein ertragsorientiertes Portfolio, um Ertragsimmobilien und um Zinsen - hohe Zinsen - kümmert, der hat bereits die berühmte A....karte gezogen. Beides, sowohl die Altersvorsorge, als auch die berühmte A....karte, fangen mit "A" an, und zwar mit dem großen "A"! Altersvorsorge geht tatsächlich so nicht, wie es allgemein propagiert wird. Die gesamte öffentliche Diskussion zwischen Vertretern fragwürdiger Interessen über Altersvorsorge ist aus den o.g. empirischen Fakten eine Farce. Ebenso die zahlreichen gleichlautenden Gerichtsprozesse. Sprechen wir es doch ganz offen an: Die private Finanzwirtschaft braucht die Masse als Bauernopfer, und die Masse ist gerne Bauernopfer, weil sie in Geldangelegenheiten lieber glaubt und vertaut als nachzurechnen! Auf keinem Kapitallebensversicherungsvertrag, auf keinem privaten Rentenversicherungsvertrag, auf keiner Fondspolice haben wir Unterschriften der Versicherungsnehmer gesehen! Nur auf Anträgen - also einseitigen Willenserklärungen! Das gibt uns zu denken!


Euronetwork: Was ist zu tun?


Andreas Manoussos: Die Antwort ist einfach: Man sollte Zinsen ernst nehmen. Hohe Zinsen sind wichtig! Ein gutes ertragsorientiertes Portfolio und hohe Zinsen sind imperativ! Alles unter 6% inflationsgeschützt und steueroptimiert ist unseres Erachtens nach unseriös, weil dann die Altersarmut aus den besagten finanzmathematischen Gründen vorbestimmt ist! Wir kennen auch keinen Dispokredit, der unter 6% liegt! Dafür hat die Bank triftige Gründe des Ertragsbegehrens! Es heißt ja nicht umsonst DIS PO, also im A....! Unter 6% bekommt man ja auch keinen Inflationsausgleich hin. Wer glaubt, die Inflation läge bei 2% kann nicht rechnen und glaubt bestimmt auch an Coca Cola´s Santa Claus! Ohne ansatzweisen Inflationsschutz und ohne Steueroptimierung, so unsere feste Überzeugung, ist alles unter 10 % unseriös, wenn es tatsächlich der Vorsorge für die lange Bezugszeit im Alter gedacht ist. Übrigens: Konzerne und viele mittelständische Betriebe machen jährlich deutlich mehr als 6% und 10%! Soviel mal zum Verständnis über Zinsen und Anteile direkt an der Wirtschaft!


Euronetwork: Mit der weiter oben geschilderten Problematik steht der künftige Altersrentner in jüngeren Jahren meist hilflos allein da und weiß nicht, was das Richtige ist, denn die Finanzwelt ist diesbezüglich nicht nur gespalten - sie hat sich werte- und interessenmäßig in Galaxien verteilt, die weiter auseinander nicht sein können.

Andreas Manoussos: Man erinnere sich nur, wer Berater früherer Bundeskanzler waren. Chefs großer Strukturvertriebe hauptsächlich für Versicherungsprodukte berieten in Sachen Riesterrente und Rüruprente, zweifelhafte Wirtschaftsweisen, die alle ihre eigenen Interessen durchsetzen wollten und die der Versicherungslobby dienen, anstatt dem Volk. Zumindest sehe ich das so. Für Andere sind diese Leute wahre Helden! Sie müssen es ja sein, schließlich hat es ja Gründe, warum gerade die Versicherungsindustrie die reichsten Konzerne auf dem Planeten stellt, rechnet man die Holdings, Beteiligungen und stille Reserven der fast undurchsichtigen Verflechtungen der Konzerne mit.

Euronetwork: Hohe Zinsen und Vermögen fürs Alter?


Andreas Manoussos: Wie schon gesagt - wir leben in einer Gesellschaft, die nach den Gesetzen der Kapital- und Marktwirtschaft funktioniert und deren größter Arbeitgeber und innovativster Motor der Mittelstand ist. Nicht die Großkonzerne mit ihren unzählichen Holdings machen den Staat. Der Mittelstand ist es! Der Mittelstand benötigt die Sicherstellung des Altersgeldes eben nach den selben Gesetzmäßigkeiten, wie unsere Gesellschaft funktioniert - nach den Gesetzmäßigkeiten der Kapital- und Marktwirtschaft. Wie aber soll das möglich sein, wenn man dem Mittelstand ständig ans dringend benötigte Vermögen fürs Alter rangeht? Da nützen keine Politiker, die jeden, der mehr als 100.000,-€ auf dem Konto hat, als reichen Kapitalisten abtun und gleich mit drakonischen Steuern bombardieren möchten. Obelix hätte sicherlich gesagt: "Die spinnen, die Sozialisten!"

Euronetwork: Das sehen unsere Abgeordneten anders!

Andreas Manoussos: Klar! Abgeordnete und Selbständige haben eins gemeinsam: Sie entscheiden gewissermaßen selbst über die Höhe Ihres Lohns/Einkommens. Während ein Abgeordneter aber bereits nach 23 Jahren und oftmals mit 55 eine bundeshaushaltsbelastende / steuerzahlerbelastende Rente von über 4.800,-€ erhält, müßte der Selbständige bei einer Verzinsung von 2,5% eine Summe von 2.304.000,-€ (also über 2,3 Millionen €) versteuert als Rücklage schaffen - Inflation nicht mitgerechnet -, um das Gleiche kapitalgedeckt, also nach den Regeln unserer Marktwirtschaft, zu erzielen. Kein Wunder, daß Abgeordnete, die sich aus Traditionsbewußtsein ohnehin ständig und mit wachsender Begeisterung selbst aus dem Steuersäckel bedienen, wenn sie keine andere wirtschaftliche Lösung parat haben, keine Ahnung haben, welch enorme Belastung die Altersrente für den größten Arbeitgeber, dem Mittelstand, bedeutet!

Euronetwork: Dramatisch! Uns fehlen die Worte! Noch so ein Beispiel?

Andreas Manoussos: Klar! Während die Abgeordneten wählen können zwischen Beihilfe nach beamtenrechtlichen Maßstäben und einem Zuschuss zu den Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen - auch im Alter -, können Selbständige wählen, ob sie wegen der dramatisch steigenden Beiträge der privaten Krankenversicherungen ihren Zahntarif mit 65, 70 oder erst mit 75 aufkündigen. Letztere dürfen dann auch wählen, ob sie dann im 4-Bett Zimmer vom Stationsarzt behandelt werden möchten, oder eher die Politik um neue, innovative Lösungen, wie das kasernenerprobte 40-Bett-Zimmer und die Behandlung vom Fleischermeister himself, ersuchen möchten. Den Onlinedoktor für akute Fälle per Skype gibt es ja bereits, und teure Schönheits-OPs gibt es ja, dank des Sponsorings privater Fernsehsender, gegen Übertragungsrechte des eigenen Krankheitsexhibitionismus, auch schon.

Euronetwork: Hey, die privaten Krankenversicherungen bilden doch Rücklagen!

Andreas Manoussos: Selbstverständlich gibt es die Rücklagenbildung für die private Krankenversicherung! Alle "Spezialisten" sprechen doch nur noch davon! Nur: Kaum einer weiß was das ist! Nur die Versicherungskonzerne, deren Aktuare und noch einige Eingeweihte. Niemand, außer den Aktuaren, war bisher in der Lage uns zu erklären, wie Rücklagen für die privaten Krankenversicherungen gebildet werden. Daß bei einer Nettoverzinsung von ca. 2,5% rund 50.000,-€ gebildetes Kapital pro 100,-€ monatliche Beitragseinsparung benötigt werden, und daß dieses Kapital letztendlich auch noch vollkommen an die Versicherungsgesellschaft abgetreten wird, so wie bei den privaten Rentenversicherungen, weiß der Mittelständler nicht. Er hofft darauf, daß alles seine Richtigkeit hat, und daß sein Versicherungsvertreter ihn richtig berät. Später, wenn es zu spät ist, dann kommt die Erkenntnis, die dann aber leider nicht hilft. Altersarmut wegen privater Krankenversicherung ist - so unsere Überzeugung - ein von in den Aufsichtsräten der Versicherungen sitzenden Politikern geduldeter Mißstand! Das sehen wir als "organisiert" an. Die Politker, die Getze anregen und auch absegnen, werden, glaubt man den Medien, oft von einer Lobby beflügelt, dies in der Form zu tun, wie sie es nunmal tun. Konstant und stetig. Es fällt auf, daß sie sehr bemüht sind, im Zeitalter der Markt- und Kapitalwirtschaft Produkte der Enteignung und der einseitigen Bereicherung der Versicherungskonzerne als "legal" und "rechtmäßig", sowie als gesetzlich gewollt durchzubringen. So erschließt sich mir diese "Welt".

Euronetwork: "An ihren Taten sollt Ihr sie erkennen" ist ein berühmter Satz...

Andreas Manoussos: ...der auch hier wahrscheinlich zutrifft. Aber, ob das soeben Geschilderte, also die wahrscheinlich organisierte Treiberei des Mittelstandes in die Altersinsolvenz aus Gründen des Strebens diverser Hand in Hand arbeitender Gruppen nach willkürlicher Umverteilung von Vermögen, auch seine verfassungsgemäße Richtigkeit hat, ist mal dahingestellt. Jedenfalls gilt: Wo kein Kläger, da auch kein Richter!

Euronetwork: Schlußgedanke "Hohe Zinsen?"

Andreas Manoussos: Klar! Ohne hohe Zinsen kaum was möglich. Der/die Selbständige kommt nicht drumherum sich in Sachen Geldanlagen frühzeitig und in jungen Jahren Fachwissen anzueignen und sich ein ertragsorientiertes Portfolio aufzubauen. Auf die Politik, die die Versicherungskonzerne mit Steuergeldern in unzähligen Milliardengeldern subventioniert, welche dann wieder dem Staat Anleihen abkaufen, damit dieser wieder unzählige dumme Schulden (toxische Papiere) zu Lasten des Bürgers machen kann, kann der Mittelstand nicht vertrauen. Zumindest vertrauen wir diesem Treiben nicht. Mit Bankenlösungen, wie Tagesgeldkonten, Dispos, Fonds und Aktien kommt der Mittelstand für seine kapitalgedeckte Altersvorsorge unseres Erachtens auch nicht weiter. Für denjenigen Selbständigen, der nicht mit Sicherheit aus den beschriebenen und noch viel mehr Gründen in die Altersarmut verfallen möchte lautet die Devise: "Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott!"

Euronetwork: Oder werde Abgeordneter! :-)

Vielen herzlichen Dank an den Wirtschaftsberater und Finanzexperten Herrn Manoussos für dieses Interview. Scheint ein Finanzthriller zu werden.

Euronetwork ist eine Wirtschaftsberatung mit dem Sitz in Magdeburg.

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