PresseBox
Pressemitteilung BoxID: 734602 (EJOT Baubefestigungen GmbH)
  • EJOT Baubefestigungen GmbH
  • In der Stockwiese 35
  • 57334 Bad Laasphe
  • http://www.ejot.de
  • Ansprechpartner
  • Kerstin Spittel
  • +49 (2752) 908-767

Injektionstechnik für kritische Befestigungspunkte

(PresseBox) (Bad Laasphe , ) Bolzenanker eignen sich, je nach Zulassung, hervorragend zur Verankerung in gerissenem und ungerissenem Beton. Es gibt sie in verschiedenen Werkstoffgüten von verzinkt, feuerverzinkt über Edelstahl A4 bis hin zu Edelstahl A5 für hochkorrosive Umgebungen.

Das Wirkungsprinzip von Bolzenankern besteht darin, dass ein Stahlbolzen in den Verankerungsgrund getrieben wird. Durch Anzug des Bolzens wird ein Metallring gespreizt, der dazu führt, dass sich der Bolzen im Untergrund verklemmt.

Durch dieses Prinzip des Lasteintrages per Spreizdruck stößt die Verwendung des Bolzenankers als Befestigungsmittel bei manchen Anwendungsfällen an seine Grenzen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn die Befestigungspunkte im Randbereich von Betonflächen liegen. Weist der Beton nicht genügend Masse auf, um den Spreizdruck aufzunehmen, drohen im Ergebnis Abplatzungen des Untergrundmaterials und schlussendlich ein Versagen des Befestigungspunktes.

Anwendungsfehler im Doppelpack

Am vorliegenden Beispiel wurde ein Metallgeländer an einem Treppenaufgang aus Beton mit Bolzenankern Befestigt. Wie man deutlich sehen kann, wurden die Befestigungspunkte am äußeren Rand der jeweiligen Stufen gewählt. Durch den entstandenen Spreizdruck wurde der Beton an der Oberfläche beschädigt. Teilweise platzten ganze Eckbereiche des Betons ab. Dem Verarbeiter war offenbar bewusst, dass der Randbereich kritisch zu betrachten ist, denn er versuchte, den drohenden Abplatzungen durch schräg eingebaute Bolzenanker entgegenzuwirken. Dieser zweite Montagefehler führt dazu, dass der Bolzenanker nicht bündig mit dem Anbauteil verschraubt werden kann.

Wie hätte der Schaden verhindert werden können?

Die Mindestrandabstände für Bolzenanker in Beton hätten eingehalten werden müssen und die Bohrlöcher hätten lotrecht ausgeführt werden müssen.

Als grobe Faustformel sollte ein Randabstand eingehalten werden, der mindestens dem 6-fachen des Bolzenankerdurchmessers (6 * d) entspricht. Beispiel: Bolzenanker M10 = mindestens 60 mm Randabstand. Die aktuell gültigen Zulassungen des Herstellers, sowie die hierin aufgeführten Achsabstände sind zudem zu beachten.

Die Firma EJOT hat vier Bolzenanker im Programm: BA-V, aus galvanisch verzinktem Stahl; BA-F, aus feuerverzinktem Stahl; BA-E, aus Edelstahl A4; BA-E-HCR, aus Edelstahl A5 für hochkorrosive Umgebungen. Hinweise zu den Mindestrandabständen enthält die entsprechende europäische technische Zulassung ETA-14/0219.

Injektionstechnik für spreizdruckfreie Befestigungen

Wenn die Einhaltung von Mindestabständen aus konstruktiver Sicht nicht möglich ist, bleibt nur die Verwendung einer spreizdruckfreien Befestigungslösung, die in der Regel geringere Mindestabstände ermöglicht. Hierzu eignet sich die Injektionstechnik. Dabei handelt es sich um Metallankerstangen, die mit Hilfe eines chemischen Verbundmörtels im Verankerungsgrund verklebt werden. Neben den erwähnten kritischen Randbereichen kann die Injektionstechnik auch ideal für Vollstein- und Lochsteinmauerwerk verwendet werden. Gerade beim Lochsteinmauerwerk besteht durch die dünne Kammerstruktur des Materials eine hohe Bruchgefahr der Steinstege, wenn man hier Spreizdruck aufbauende Befestigungsmittel verwendet.

Was muss beim Einbau von chemischen Ankern beachtet werden?


Der Einbau von chemischen Ankern ist etwas komplexer als bei den Bolzenankern. Außerdem spielt die Umgebungstemperatur eine wichtige Rolle. Zunächst muss, wie beim Bolzenanker, das Bohrloch erstellt werden und anschließend gründlich mit Bürste und Druckluft gereinigt werden. Dann wird der Verbundmörtel ins Bohrloch eingebracht. Bei Lochsteinmauerwerk wird zunächst eine Siebhülse ins Bohrloch eingeführt, die dafür sorgt, dass der Verbundmörtel nicht in die Hohlräume zwischen den einzelnen Steinkammern fällt. Anschließend wird eine Metall-Gewindestange in das Bohrloch bzw. in die Siebhülse eingeführt. In Abhängigkeit der Umgebungstemperatur ergibt sich eine minimale Aushärtezeit, die unbedingt berücksichtigt werden muss, bevor die Ankerstange belastet wird. Wenn der Mörtel ausgehärtet ist, kann das gewünschte Anbauteil an der Ankerstange befestigt werden.

Welche Arten von Verbundmörtel gibt es und wofür werden sie verwendet?

Die Firma EJOT empfiehlt zwei verschiedene Verbundmörtel. Der CA-V-300 ist ein Verbundmörtel auf Vinylharz-Basis und ist mit der ETA-14/0121 europäisch technisch zugelassen für die Verankerung in gerissenem Beton (Option 1) und ungerissenem Beton (Option 7). Ohne Zulassung kann er auch zur Verankerung in Naturstein verwendet werden. Zur Verankerung in Voll- und Lochsteinmauerwerk wird der EJOT CA-P-300 empfohlen. Dieser Verbundmörtel auf Polyesterharz-Basis verfügt ebenfalls über eine europäische technische Zulassung ETA-14/0092, darf allerdings nur für Anwendungen im Außenbereich verwendet werden.

Ausführliche Informationen zu diesen Produkten:
www.bau.ejot.de
Anwendungstechnische Beratung telefonisch unter +49 2752-908-0

EJOT Baubefestigungen GmbH

Die EJOT-Gruppe mit Stammsitz im westfälischen Bad Berleburg vereint mittelständische Unternehmen im Bereich der Verbindungstechnik. Dazu gehört die EJOT Baubefestigungen GmbH mit Sitz in Bad Laasphe. 1923 als Schraubenfabrik gegründet ist die EJOT-Gruppe heute in 30 Ländern mit eigenen Gesellschaften und Verkaufsbüros vertreten. Schwerpunktmäßig ist die EJOT-Gruppe in der Bauindustrie sowie den Branchen Automobil und Elektro/Elektronik tätig. In der Building Fasteners Division sind alle Aktivitäten der EJOT-Gruppe zusammengefasst, die qualitativ hochwertige Befestigungslösungen für das Bauwesen entwickeln und vertreiben. Für die Montage von Photovoltaikanlagen auf Industriegebäuden hat die EJOT-Baubefestigungen GmbH eine innovative Produktlinie im Angebot. Hergestellt werden die Produkte in denselben Werken, die nach den höchsten Qualitätsstandards der internationalen Automobilindustrie zertifiziert sind.