"Zuhause nicht sicher?": Öffentlichkeitsaktion für das Bundesfrauenministerium zu der bundesweiten Kooperation mit Supermärkten gegen häusliche Gewalt

(PresseBox) ( Berlin, )
In der Corona-Krise kann das eigene häusliche Umfeld zu einer Belastungsprobe für Familien und Partnerschaften werden. In Phasen der Isolation und den Kontaktbeschränkungen wird es für betroffene Personen zudem schwieriger, sich selbst Hilfe zu suchen und sich anderen anzuvertrauen. Wie können sie jetzt schnell Hilfe erhalten, wenn sich der Lebensmittelpunkt fast ausschließlich auf die eigenen vier Wände beschränkt und ein Hilferuf in Anbetracht der häuslichen Situation einer unüberwindbaren Hürde gleicht? 

Auf diese veränderte und vielschichtig erschwerte Situation hat das Bundesfrauenministerium mit der Initiative „Stärker als Gewalt“ unmittelbar reagiert. In kürzester Zeit wurde durch das Ministerium mit der Unterstützung von Edelman Deutschland die öffentlichkeitswirksame Aktion „Zuhause nicht sicher?“ entwickelt und in Kooperation mit den Einzelhandelsketten Aldi Nord und Aldi Süd, Edeka, Lidl, Netto Marken-Discount, Penny, Real und Rewe umgesetzt.

„Bei der Entwicklung der Aktion kam es besonders auf eine schnelle Realisierung an und darauf, praktische Hilfe an die richtigen Orte zu bringen: Die Supermärkte waren bis vor kurzem einer der wenigen echten Kontaktpunkte mit der Zielgruppe, weil Einkaufen zu den Tätigkeiten zählt, die lediglich eine lange Zeit im öffentlichen Raum möglich waren. Mit der Aktion geben wir praktische Hilfestellung für Menschen, die vor allem jetzt in der Corona-Krise selbst von häuslicher Gewalt betroffen sind oder die betroffenen Personen kennen“, so Thomas Bosch, Leiter der des Referates Öffentlichkeitsarbeit im BMFSFJ.

Um die Aufmerksamkeit eben dieser Personen zu erreichen, wurde im Zuge der Kooperation mit den acht großen Einzelhandelsketten eine Aktion auf die Beine gestellt, die in der angespannten Krisensituation plakativ auf die Hilfeangebote der Website www.stärker-als-gewalt.de aufmerksam macht. Im Fokus der Aktion stehen Infoposter mit dem Titel „Zuhause nicht sicher?“, die auf einen Blick klar vermitteln, worum es geht und wo Hilfe gefunden werden kann. In insgesamt bis zu 26.000 Supermärkten in ganz Deutschland wird ab sofort schrittweise auf Postern, Displays, Kassenzetteln oder Produkten von Eigenmarken informiert.

Für weitere Aufmerksamkeit sollen Social-Media-Informationen sorgen, die Edelman für die Initiative „Stärker als Gewalt“ entwickelt hat und die alle Kooperationspartner der Aktion auch auf ihren Websites oder den eigenen Kanälen integriert haben. Die Aktion geht aber mit einem Aufruf an die gesamte Gesellschaft auch noch einen Schritt weiter: Alle, die die Aktion „Zuhause nicht sicher?“ unterstützen und das Infoposter im eigenen Hausflur, in Praxen oder am Schwarzen Brett aufhängen wollen, finden die Postervorlage und ein Infoblatt mit allem Wissenswerten rund um „Stärker als Gewalt“ direkt zum Download auf der Website der Initiative. (https://staerker-als-gewalt.de/initiative/poster-aktion-haeusliche-gewalt) Denn insbesondere auch Nachbarinnen und Nachbarn sind in dieser herausfordernden Situation einmal mehr dazu aufgefordert, auf Alarmsignale zu achten und zu helfen.

Ein weiterer wichtiger Aktivierungsstrang ist die Einbindung der Fachpartnerorganisationen der Initiative sowie von Kommunen und regionalen Unternehmen, die sich an der Posteraktion beteiligen und so auch regional auf das Thema und Handlungsmöglichkeiten gegen häusliche Gewalt aufmerksam machen.

„Wir freuen uns und sind sehr stolz darauf, dass wir diese wichtige Aktion im Rahmen der Initiative „Stärker als Gewalt“ für das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend umsetzen dürfen“, so Christiane Schulz, CEO Edelman Deutschland, dazu.

Für die Initiative „Stärker als Gewalt“ setzt Edelman die Kommunikation vollständig integriert und inhouse um. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hatte den Auftrag für die Öffentlichkeitskampagne Anfang Oktober 2019 an Edelman vergeben, sie soll bis Ende 2021 laufen. Für die Initiative sind weitere Schwerpunktkampagnen zum Thema Gewalt erkennen und Handeln geplant.
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