ITAG und Baker Hughes informieren über Bohrtechnologie in der Geothermie

Führende Unternehmen der Bohrtechnologie demonstrieren Anforderungen und Lösungsansätze für die Geothermie im Rahmen des ZIM-Kooperationsnetzwerks Drilling Network Niedersachsen (DNN)

Göttingen, (PresseBox) - Das Drilling Network Niedersachsen (DNN) ist der Zusammenschluss sich ergänzender kleiner und mittlerer Unternehmen, die gemeinsam mit niedersächsischen Forschungsinstitutionen Produkte und Dienstleistungen für die Erschließung der Geothermie als grundlastfähige, fast unerschöpfliche Energiequelle entwickeln wollen.

Ein wesentlicher Treiber der Geothermie in Deutschland ist die ITAG Tiefbohr GmbH aus Celle. Die ITAG Tiefbohr GmbH gehört seit 100 Jahren zu den führenden Tiefbohrunternehmen in Europa und wird demnächst u. a. eine Geothermiebohrung in der Schweiz abteufen. "Mit dieser Bohranlage, auf der wir uns jetzt befinden, der RIG 23, werden wir in St. Gallen 4.500 bis 5.000 Meter tief bohren, um hoffentlich über 140 Grad heißes Wasser zu fördern. Wir freuen uns sehr, dass wir diese öffentliche Ausschreibung gewonnen haben und unsere Erfahrung aus vergleichbaren Projekten einbringen können. Wir hoffen, dass uns dieses auch für das petrothermale Geothermie-Projekt in Munster-Bispingen gelingt", informiert Joachim Büchner, Geschäftsführer der ITAG Tiefbohr GmbH.

Das Projekt in Munster der Heide Geo GmbH, ebenfalls Mitglied im DNN, ist ein kommerzielles Projekt, aus dem zahlreiche technische Innovationen für die mittelständische Industrie und Netzwerkpartner des DNN abgeleitet werden sollen.

"Ein Beispiel für notwendige Innovationen ist der Bohrlochkopf, der von uns, der Hartmann Valves GmbH, bereitgestellt wird. Ein Bohrlochkopf für die Geothermie unterscheidet sich erheblich von einem Bohrlochkopf für die Erdöl- und Erdgasindustrie. Die Temperaturen sind viel höher und die zu fördernden Wässer sind mit extrem großen Mengen aggressiver Stoffe beladen. Das nicht genug, für Erdgas / Erdöl-Bohrungen wird der Bohrlochkopf streng nach den Regularien der sogenannten API hergestellt. Für die Anwendungen der Geothermie gelten andere Einflüsse (vor allem Temperatur) für die teilweise neue technische Lösungen mit veränderten Regularien geschaffen werden müssen", erläutert Wolfgang Genannt, Repräsentant der Hartmann Valves GmbH. "Aus diesen Gründen planen wir zwei Entwicklungsprojekte mit niedersächsischen Hochschulen, um korrosionsbeständige und bezahlbare Werkstoffe für unsere Produkte einsetzbar zu machen. Außerdem wollen wir Verbesserungsvorschläge und Lösungsansätze für die Auslegung der API in der Geothermie erarbeiten und zukünftig bei unseren Konstruktionen berücksichtigen."

"ZIM-Netzwerkförderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) ist eine ideale Möglichkeit, kleine und mittlere Unternehmen mit Hochschulen und Forschungsinstituten bei der gemeinsamen Entwicklung von marktorientierten Technologien und Produkten zu unterstützen", erklärt Frau Dr. Schmitt, Vizepräsidentin des Bundesverbandes Geothermie (GtV) und Vorstandsvorsitzende des GeoEnergy Celle e.V. Der GeoEnergy Celle e.V. ist ein Unternehmensverbund, der gemeinsam mit niedersächsischen Hochschulen, dem Energieforschungszentrum Niedersachsen und dem Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) das DNN angestoßen hat, um einen Beitrag zur technologischen Weiterentwicklung der Geothermie in Deutschland zu leisten.

Dieses Ziel verfolgt auch die Baker Hughes INTEQ GmbH, die im Rahmen des Forschungsverbundes "Geothermie und Hochleistungsbohrtechnik (gebo)" neue Konzepte zur geothermischen Energiegewinnung in tiefen geologischen Schichten voran treibt. Baker Hughes ist ein weltweit führender Dienstleistungskonzern der Erdöl- und Erdgasindustrie, der sein bedeutendes Technologiezentrum für die Bohr- und Messtechnologie in Celle aufgebaut hat.

An der Informationsveranstaltung des DNN auf der ITAG-Bohranlage RIG-23 und im Technologiezentrum von Baker Hughes nahmen u. a. eine Delegation des BMWi sowie des Projektträgers für ZIM-Netzwerkprojekte, VDI/VDE-IT, aus Berlin teil.

Das Netzwerk wird im Rahmen des BMWi-Programms ZIM-Kooperationsnetzwerke gefördert. Das Förderprogramm unterstützt Management- und Organisationsdienstleistungen zur Entwicklung innovativer Netzwerke mit mindestens sechs Unternehmen ohne Einschränkung auf bestimmte Technologiefelder und Branchen. Die Management- und Organisationsdienstleistungen des DNN erbringt die innos - Sperlich GmbH.

Die innos - Sperlich GmbH ist Spezialist für das Management und Marketing im Bereich "neue Technologien und neue Märkte". Zu den Kernkompetenzen des Unternehmens zählen neben Innovationsmarketing, Vermarktung von Hochtechnologien, Organisation und Durchführung von Fachkongressen vor allem die Entwicklung und das Management technologieorientierter Kooperationsnetzwerke.

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