Drescher saniert schrumpfende Geschäftsfelder

Schutzschirmverfahren eingeleitet

Das Drescher Werk in Rutesheim b. Stuttgart, Sitz der Drescher Print Solutions GmbH und der Eppe-Drescher Beteiligungsverwaltungs GmbH (PresseBox) ( Rutesheim, )
Es ist ein offenes Geheimnis, dass die klassische Druckbranche dramatische Umsatz- und Margen-Einbrüche zu verkraften hat. Jetzt hat der Gesetzgeber die Möglichkeit geschaffen, unter einem sogenannten Schutzschirm (ESUG) die frühzeitige Sanierung von Unternehmen zu erleichtern. Das seit 2000 zur französischen Eppe Groupe gehörende Druck- und Dienstleistungsunternehmen Drescher nutzt jetzt diese erst zum 1. März in Kraft getretene Gesetzesänderung zur Sanierung in Eigenregie. Die drei zur Eppe-Drescher Gruppe gehörenden Unternehmen Drescher Print Solutions GmbH, Eppe-Drescher Beteiligungsverwaltung GmbH und die Drescher Full-Service Versand GmbH haben beim Amtsgericht Ludwigsburg Insolvenzantrag gestellt und die Anordnung des Schutzschirmverfahrens beantragt. Die seitherige Unternehmensleitung führt die Geschäfte weiter, zum vorläufigen Sachwalter wurde Dr. Wolfgang Bilgery von der Stuttgarter Anwaltskanzlei Grub Brugger & Partner bestellt.

Die seit Jahren schwierige Lage in der Druckbranche mit sinkendem Bedarf bei den klassischen Formular- und Papierprodukten, verschärft durch nicht auskömmliche Marktpreise, verursachte anhaltende Verluste bei der Drescher Print Solutions GmbH. Hinzu kamen Steuernachforderungen des Finanzamtes in Höhe von rund 1,5 Mio. Euro, so dass die drei betroffenen, durch Ergebnisabführungsverträge verbundenen Unternehmen zur frühzeitigen Sanierung ein Planinsolvenzverfahren nach dem neuen Insolvenzrecht beantragt haben. Die Eppe-Drescher Gruppe ist ein europaweit führender Fullservice-Dienstleister für Druckprodukte rund um die Unternehmenskommunikation - mit einem stetig wachsenden Anteil von Dienstleistungen in den Bereichen Digitaldruck, Personalisierung und Dokumentenversand. Die drei betroffenen Unternehmen erwirtschaften an den Standorten Rutesheim und Offenburg mit etwa 500 Mitarbeitern bei über 4000 Bestandskunden rund 70 Mio. Euro Umsatz.

Der Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter. Für die Kunden und Lieferanten bleibt Drescher weiter der verlässliche Partner in den Produktfeldern Geschäftsdrucke, Versichertenanträge, Computerpapiere, Etiketten, Direktmarketing Fullservice und Document Management Services. Vor allem in den beiden letztgenannten Dienstleistungsfeldern wird planmäßig weiter investiert.

Der detaillierte Sanierungsplan wird Ende Mai vorgestellt - es wird angestrebt möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten und das Dienstleistungsgeschäft weiter auszubauen. Weitere Unternehmen der europaweit tätigen Eppe-Drescher Gruppe gibt es in Polen, Tschechien, der Schweiz und Frankreich. Sie sind vom Insolvenzantrag nicht betroffen.
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