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Pressemitteilung BoxID: 235706 (Disy Informationssysteme GmbH)
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Expertentreffen in Karlsruhe: Runder Tisch Lärm

Brüssel schreibt Lärmkarten vor - Umsetzung der EU-Richtlinie in Deutschland

(PresseBox) (Karlsruhe , ) Wer Umwelt und Bürger vor Lärm schützen will, muss zunächst die lärmbelasteten Gebiete kennen. Lärmkarten, die betroffene Gebiete zeigen, sind daher die Grundlage für jeden weiteren Lärmschutz. Solche Lärmkartierungen sind seit vorigem Jahr zudem durch die EU-Umgebungslärmrichtlinie in ganz Europa vorgeschrieben. In Karlsruhe beraten am 12. Februar technische Experten aus deutschen Umweltministerien und -behörden über hier entwickelte neue Methoden und Technologien für diese Kartierungen.

Ballungsräume mit mehr als 250.000 Einwohnern, Hauptverkehrsstraßen mit mehr als sechs Millionen Fahrzeugbewegungen im Jahr, Haupteisenbahnstrecken mit mehr als 60.000 Zügen im Jahr und die Umgebung aller Großflughäfen: Das sind nach Auffassung der EU-Kommission Gebiete, in denen die jeweiligen Anwohner mit erhöhten Belastungen von Umgebungslärm zu rechnen haben. Wie diese Belastungen genau aussehen, sollen so genannte Lärmkartierungen zeigen. Sie sind seit 2002 durch eine EU-Richtlinie verbindlich vorgeschrieben und sollten erstmals flächendeckend 2007 vorliegen. Bis zum Jahr 2012 soll eine zweite Kartierung auch Ballungsräume mit mehr als 100.000 Einwohnern erfassen sowie Hauptverkehrsstraßen mit mehr als drei Millionen Fahrzeug- und Gleisstrecken mit mehr als 30.000 Zugbewegungen pro Jahr. Lärmkarten sind die Grundlage für Aktionspläne, in denen zum Beispiel Bauherren verbindliche Auflagen zum Lärmschutz gemacht werden können.

Diese Lärmkartierungen waren und sind eine Herausforderung für die Verantwortlichen in den Kommunen und Umweltbehörden des Bundes und der Länder. Zwar ist Lärmkartierung in Deutschland nichts Neues und findet etwa bei größeren Bauvorhaben regelmäßig statt. Aber die Vorgaben aus Brüssel bedeuteten eine andere Größenordnung. Einheitliche Lärmkarten für mehrere Tausend Quadratkilometer Fläche waren technisches Neuland, wie die ersten Versuche, die Aufgabe mit herkömmlichen Methoden zu lösen, zeigten. Nicht zufällig treffen sich deshalb am 12. Februar die Experten aus Umweltbehörden und Ministerien in Karlsruhe zum "Runden Tisch Lärm". Die badische Stadt ist in Deutschland das Zentrum für Informatik und Softwareentwicklung. Hier hat auch das Unternehmen disy Informationssysteme seinen Sitz, das sich auf Datenmanagement im Umweltsektor spezialisiert hat. Gemeinsam mit dem Bayerischen Landesamt für Umwelt ersannen die Informatiker von disy eine Lösung, mit der sich die ungeheuren Datenmengen für eine landesweite Lärmkartierung so sinnvoll verwalten lassen, dass sich auch künftige, heute noch unbekannte Fragestellungen des Lärmschutzes damit beantworten lassen.

"Das ist nicht so selbstverständlich, wie es klingt", betont Dr. Wassilios Kazakos, Leiter der Geschäftsentwicklung bei disy. Gewöhnlich stehen am Ende von Kartierungsprojekten lediglich Landkarten. "Jetzt haben wir eine Datenbank und eine Anwendung, mit der digitale Karten, detaillierte Berichte sowie Statistiken dynamisch erzeugt werden können", erläutert der promovierte Informatiker den Unterschied. Je nach Fragestellung kann der Anwender beispielsweise Lärmkarten erzeugen, die die Lärmbelastungen an Gebäuden in einer bestimmten Region und Zeit zeigen. Oder es können Gebiete angezeigt werden, in denen besonders viele Einwohner durch eine höhere Lärmbelastung betroffen sind. Die Datenbank-Lösung bietet weit mehr Möglichkeiten, flexibel auf aktuelle und neue Fragestellungen einzugehen, als die übliche Software zum Management statischer digitaler Karten.

Diese zusätzlichen Möglichkeiten sind ein wichtiges Thema des Expertentreffens, bei dem neben weiteren Fachvorträgen zum Beispiel zur Abstimmung von Schnittstellen für den Datenaustausch in Deutschland und zur kontinuierlichen Aktualisierung der Daten natürlich auch der Erfahrungsaustausch der Fachleute im Mittelpunkt steht. Offizieller Veranstalter des Runden Tisches Lärm sind die Firma disy Informationssysteme GmbH und das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, vertreten durch das Bayerische Landesamt für Umwelt.

Disy Informationssysteme GmbH

Die disy Informationssysteme GmbH ist ein unabhängiges Software- und Beratungshaus mit Sitz in Karlsruhe. Die Produkte und Lösungen basieren auf innovativen Ideen und modernsten Technologien. Die Kunden schätzen die Software von disy ebenso wie den partnerschaftlichen Umgang bei der praxis- und nutzerorientierten Weiterentwicklung. Das 1997 gegründete Unternehmen beschäftigt derzeit ein 60-köpfiges Team.

Von Anfang an hat das Unternehmen einen Schwerpunkt auf Systeme gelegt, die GIS und Reporting eng miteinander verknüpfen. Damit ist disy weltweit einmalig. Die Kunden nutzen die Spatial-Reporting-Plattform disy Cadenza, um Informationen aus unterschiedlichen Geo- und Sachdatenbanken zu integrieren, zu analysieren und als Berichte aufzubereiten. Software für das Management von Geo-Metadaten sowie ein eigenes Desktop-GIS bereichern die Produktpalette. Die disy-Produkte sind in öffentlichen Verwaltungen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene erfolgreich im Einsatz und bilden das Rückgrat für moderne Geodateninfrastrukturen.