Hessischer Kooperationspreis für Gemeinschaftsprojekt von DEV und TU Darmstadt

3. Preis für bessere Signalübertragung und kleinste Bauweise von Hochfrequenzschaltmatrizen

DEV (PresseBox) ( Rosbach, )
Hochfrequenzmatrizen sind äußerst komplexe Schaltungen, die die störungsfreie Übertragung von Fernsehsendungen ermöglichen. Das bislang sehr aufwendige und teure Herstellungsverfahren von Schaltplänen wird nun revolutioniert durch eine gemeinschaftliche Entwicklung der DEV Systemtechnik GmbH & Co. KG und der TU Darmstadt. Mit ihrem Projekt belegen die Partner den 3. Platz beim 3. Hessischen Kooperationspreis. Die Auszeichnung überreichte der hessische Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel im Rahmen der Jahrestagung des TechnologieTransferNetzwerkes Hessen in der FH Gießen-Friedberg am 28. August 2007.

Mit den bislang verwendeten Trivialmatrizen ist der Prozess der Übertragung von Fernsehsendungen sehr aufwendig. Eine Verbesserung ist nur durch die Entwicklung einfacherer oder gar minimaler Schaltungen zu erreichen. Dies ist der DEV zusammen mit den Mathematikern der TU Darmstadt Professor Dr. Alexander Martin und Dr. Peter Lietz, gelungen. Die Mathematiker entwickelten eine neue Architektur und der Lösungsalgorithmus für eine 32x32 Hochfrequenzschaltmatrix. Erstmals konnten sie ein minimales dreistufiges Clos-Netzwerk zur Multicast Signalführung mathematisch beweisen. Da die Kosten linear mit der Anzahl der Matrizen in der mittleren Stufe wachsen, galt es, deren Anzahl zu minimieren.

„Mit dem neuen Algorithmus konnten wir erstmalig eine Software entwickeln, die es ermöglicht, die Schaltfähigkeit einer Hochfrequenzmatrix in extrem kurzer Rechenzeit zu überprüfen. Dies ist durch reines Ausprobieren selbst mit Großrechnern nicht in realistischer Zeit zu bewerkstelligen“, erläutert Professor Martin.

Mit den neuen 32x32 Hochfrequenzschaltmatrizen kann DEV nun deutlich kleinere, günstigere und effizientere Leiterplatten herstellen, die wesentlich weniger Platz benötigen und zudem eine bessere Übertragungsqualität bieten als die herkömmlichen Trivialmatrizen.

„Für uns hat sich die Zusammenarbeit bereits gelohnt: Neun Stück haben wir bereits verkauft, weitere Anfragen sind in Arbeit. Das Produkt ist in einem Hochpreissegment eingestuft. 10-30 Systeme sollen pro Jahr verkauft werden. Somit werden diese Hochfrequenzmatrizen zwischen 10 und 20 Prozent zum Jahresumsatz der DEV beitragen“, erläutert Jörg Schmidt, Inhaber der DEV Systemtechnik.

Auch die TU Darmstadt profitiert von dem Kooperationsprojekt: Ihre Forschungsergebnisse haben in der Wissenschaft bereits internationale Anerkennung gefunden. Einladungen zu international hoch angesehenen Tagungen, wie "Combinatorial Optimization" in Aussois (Frankreich) dokumentieren dies.
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