Tarifrunde Zeitungen: Verlegerangebot inakzeptabel

(PresseBox) ( Berlin, )
Als inakzeptabel haben die Gewerkschaften DJV und ver.di das heutige Angebot der Zeitungsverleger zurückgewiesen. Bei den Tarifverhandlungen für die freien und fest angestellten Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen in Berlin hat der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger für das erste Jahr eines zweijährigen Gehaltstarifvertrags wenig mehr als zwei Prozent und für das zweite Jahr deutlich weniger angeboten. "Dieses Angebot ist eine Zumutung", kritisierte DJV-Verhandlungsführer Hubert Engeroff. Ein Gehaltsabschluss deutlich unter der Inflationsrate sei für die Journalistinnen und Journalisten nicht akzeptabel. Die Tarifverhandlungen wurden deshalb am heutigen Mittag ergebnislos unterbrochen.

Zusätzlich zu den Gehaltssteigerungen bot der BDZV an, den Manteltarifvertrag unverändert wieder in Kraft zu setzen und nach dem Gehaltsabschluss über die Einbeziehung der Online-Redakteure zu verhandeln.

DJV und ver.di fordern für die fest angestellten und freien Journalisten an Tageszeitungen 7,5 Prozent mehr Gehalt bzw. Honorar sowie die Einbeziehung der Online-Redakteure in den Tarifvertrag der Tageszeitungen. Der alte Gehaltstarifvertrag und der Honorarvertrag der Freien waren zum 31. Juli ausgelaufen.

Die Tarifvertragsparteien werden einen neuen Verhandlungstermin vereinbaren, der möglichst noch im Oktober stattfinden soll.
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