Tarif Zeitschriften: immer noch kein Angebot der Verleger

(PresseBox) ( Hamburg, )
Die heutige zweite Verhandlungsrunde zwischen den Gewerkschaften DJV und ver.di mit dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) in Hamburg endete ohne konkretes Ergebnis. Wie schon in der ersten Tarifrunde am 4. Juli legten die Verleger auch am heutigen Freitag kein Tarifangebot vor. Statt dessen betonten sie die wirtschaftlich angeblich schwierige Erlössituation der Zeitschriftenverlage. "Es ist völlig unverständlich, dass die VDZ-Vertreter am Verhandlungstisch ihre Branche schlecht reden, anstatt ein verhandlungsfähiges Tarifangebot vorzulegen", kritisierte DJV-Verhandlungsführer Hubert Engeroff.

Als nicht verhandlungsfähig wies Engeroff die Überlegung des VDZ zurück, den Arbeitgeberbeitrag für die Altersversorgung der Zeitschriftenredakteure auf 50 Prozent abzusenken.

Als konstruktiven Ansatz bezeichnete er hingegen den Vorschlag der Zeitschriftenverleger, die von den Gewerkschaften geforderte Einbeziehung der Online-Journalisten in den Tarifvertrag ausführlicher zu diskutieren. Die Veränderungen im journalistischen Berufsbild sollen nach dem Wunsch des VDZ Teil dieser Diskussion werden. "Für eine Debatte, die sich ernsthaft den Veränderungen in den Redaktionen und im journalistischen Alltag stellt, sind wir offen", sagte der DJV-Verhandlungsführer. Diese Diskussion müsse auf jeden Fall zielorientiert geführt werden.

Die Verhandlungssituation im Zeitschriftenbereich wird der DJV-Gesamtvorstand als Große Tarifkommission am 22. September bewerten. Als nächsten Verhandlungstermin vereinbarten Verleger und Gewerkschaften Dienstag, den 7. Oktober in Berlin. Zu einem früheren Termin sahen sich die Verleger nicht in der Lage.
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