DJV weist Medienschelte von FDP-Politiker Günther zurück

(PresseBox) ( Berlin, )
Der Deutsche Journalisten-Verband hat die pauschale Kritik des FDP-Abgeordneten Joachim Günther zurückgewiesen. In einem öffentlichen Schreiben hatte der FDP-Bundestagsabgeordnete Joachim Günther den Medien Hysterie-Berichterstattung und Kampagnen-Wahnsinn vorgeworfen, mit denen unmoralische und unfähige Journalisten die Öffentlichkeit an der Nase herumführten. Günther forderte ganz offen zum Boykott von Zeitungen und Sendern auf. Der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken wertete Günthers Rundumschlag als Beweis für seine Realitätsferne. Wer trotz seiner herausgehobenen Stellung als Abgeordneter die Rolle der Medien in Berichterstattung, Bewertung und Kritik nicht verstanden hat, muss sich nach Konkens Überzeugung fragen lassen, ob er nicht besser nach anderen Aufgaben sucht. "Die Medien haben ihre Kernaufgaben in der Information und der Interpretation des gesellschaftlichen Geschehens." Wer ihnen dieses Recht streitig machen will, gefährdet nach den Worten des DJV-Bundesvorsitzenden die freie Meinungsbildung.

Zudem hatte in der vergangenen Woche Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) während einer Pressekonferenz einen Journalisten der taz verbal angegriffen. Grund waren kritische Fragen zur Besetzung einer Stelle im Ministerium mit einer ehemaligen Bürgermeisterin aus Niebels Wahlkreis.
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