DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben zum SVR-Jahresgutachten: Die Luft wird dünner

(PresseBox) ( Berlin, )
In seinem neuen Jahresgutachten hat der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR) die Wachstumsprognosen deutlich gesenkt und wichtige Weichstellungen angemahnt. Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), bewertet die Lage ähnlich.

Wansleben: "Die Luft wird dünner! Der Sachverständigenrat verweist zu Recht auf die aktuellen Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Jetzt müssen die Früchte des langen wirtschaftlichen Aufschwungs und die gute Lage der öffentlichen Haushalte für zukunftsweisende Maßnahmen genutzt werden.

Deutschland droht im Wettbewerb der internationalen Standorte zurückzufallen. Ein schnellerer Abbau des Solis wäre hier der richtige erste Schritt. Bei den aktuellen Handelskonflikten empfiehlt der Rat, gemeinsam mit den europäischen Partnern die WTO und den regelbasierten Handel zu stärken.

Einmal mehr schlägt der Rat regelrecht Alarm, wenn es um die demografischen Herausforderungen geht. Deutschland braucht jetzt endlich einen konkreten Ansatz zur Bewältigung der Fachkräfteprobleme. Richtigerweise setzen die Wirtschaftsweisen auf die Chancen der Digitalisierung, um die Produktivität zu erhöhen. Das setzt vor allem ein gut funktionierendes Bildungssystem voraus, wozu auch der Aus- und Weiterbildungsbereich gehört.

Großer Handlungsdruck besteht bei der digitalen Infrastruktur. Die Investitionen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien müssen erhöht werden, der Ausbau der erforderlichen Infrastruktur braucht einen Turbo. Die Wirtschaftsweisen empfehlen der Bundesregierung, insgesamt auf mehr Freiheiten für den Einzelnen und auf Marktlösungen zu setzen, insbesondere beim Wohnungsangebot, bei der Gesundheitsversorgung, bei der Energieversorgung und beim Klimaschutz.

Unser Land lebt von den Ideen jedes Einzelnen und den Umsetzungen in den Unternehmen. Das gilt es jetzt wieder in das Blickfeld der Bundesregierung zu rücken."
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