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Das neue Antennenfernsehen DVB-T2 kommt in Deutschland mit einer Vielfalt von HD-Programmen

Deutsche TV-Plattform und Media Broadcast informieren auf der IFA 2015 über den bevorstehenden Übergang von DVB-T zu DVB-T2 HD

(PresseBox) (Berlin, ) Deutschland ist für die Umstellung auf das neue, digitale Antennenfernsehen vorbereitet. Das ist das Fazit der gemeinsamen Veranstaltung von Deutscher TV-Plattform und Media Broadcast im TecWatch-Forum bei der IFA zum Thema „Von DVB-T zu DVB-T2: Das neue Antennenfernsehen kommt in HD". Mit Vorträgen zu den Hintergründen der Umstellung und einer anschließenden Podiumsdebatte unter Leitung von Carine Chardon (ZVEI), Geschäftsführerin der Deutschen TV-Plattform, skizzierten die Teilnehmer die Eckpunkte der Einführung von DVB-T2 HD in Deutschland.

DVB-T2 HD ist der Nachfolger des Antennenfernsehens DVB-T. Die Einführung wird den Zuschauern deutlich mehr TV-Sender über die Antenne bescheren als bisher. Die neue Programmvielfalt wird dann außerdem in hochauflösender Bildqualität verfügbar sein. Sendenetzbetreiber Media Broadcast testet hierfür bereits die Signale, berichtete Stefan Schinzel, Leiter Produktmanagement TV-Plattformen bei Media Broadcast. Der Testbetrieb läuft unter anderem in Berlin und wird von zahlreichen TV-Herstellern unterstützt. Das Signal ist zurzeit auf der IFA in Berlin in Halle 11.1 zu sehen. Die derzeitigen Testgebiete der Media Broadcast werden bis Mitte 2016 erweitert, und gehen in ausgewählten Ballungsräumen in eine kostfreie Einführungsphase über. Anfang 2017 erfolgt dann der Start der regionalen Einführung, die Mitte 2019 bundesweit abgeschlossen sein soll.

Für den Empfang von DVB-T2 sind neue Endgeräte erforderlich. In Deutschland setzt man auf die Kombination des internationalen Standards DVB-T2 mit dem neuesten Kompressionsstandard HEVC, der auch beim Mobilfunk und für Ultra HD zum Einsatz kommt. Aus diesem Grund sind Endgeräte, die DVB-T2 unterstützen, nicht automatisch auch für den Empfang von DVB-T2 HD geeignet. Für die Orientierung im Handel wurde deshalb das grüne Logo DVB-T2 HD geschaffen: Es kennzeichnet Geräte, die das neue Antennenfernsehen in Deutschland empfangen, erläuterte Veit Olischläger, Leiter des senderübergreifenden Projektbüros, das die Einführung kommunikativ begleitet.

Neu für die Zuschauer ist, dass es künftig neben den frei empfangbaren öffentlich-rechtlichen Sendern auch von Privatsendern verschlüsselte Programme geben wird. Letztere sind, nach einer Gratisphase, gegen ein Zugangsentgelt empfangbar.

Robert Lüneberger vom Hersteller Technisat bestätigte, dass bereits erste Endgeräte für den Empfang von DVB-T2 HD verfügbar seien. Er rechnet mit einer zunehmenden Auswahl - sowohl an Set-Top-Boxen mit integriertem Verschlüsselungssystem, als auch an Fernsehern. Letztere können um ein Modul ergänzt werden, um die verschlüsselten Programme zu empfangen. Sogar Endgeräte für die mobile Nutzung seien zu erwarten, so die Experten.

Die Vorreiterrolle Deutschlands bei der Umstellung auf DVB-T2 durch die Kombination mit HEVC verdeutlichte Dr. Helmut Stein vom DVB Project in Genf. DVB-T2 ist in 37 Ländern on air und wird in weiteren 36 Ländern vorbereitet. Dr. Stein, der die AG Mobile Mediennutzung der Deutschen TV-Plattform leitet, wies darauf hin, dass sich DVB-T2 durch seine Robustheit bei der Übertragung besonders für TV-Empfang unterwegs eignet.

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Die Deutsche TV-Plattform ist ein Zusammenschluss von privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern, Geräteherstellern, Infrastrukturbetreibern, Service- und Technik-Providern, Forschungsinstituten und Universitäten, Bundes- und Landesbehörden sowie anderen, mit den digitalen Medien befassten Unternehmen, Verbänden und Institutionen. Ziel des gemeinnützigen Vereins ist seit fast 25 Jahren die Einführung von digitalen Technologien auf Grundlage offener Standards. In den Arbeitsgruppen der Deutschen TV-Plattform engagieren sich Vertreter aus nahezu allen Bereichen der Medienbranche und der Unterhaltungselektronik für wichtige Weichenstellungen bei Schwerpunktthemen des digitalen Rundfunks.