Şcoala de Carte şi Meserii – ein Projekt der AHK Rumänien

Gut ausgebildetes Personal ist sowohl in technischen, als auch in den Bereichen Dienstleistungen, Tourismus oder im Bankenwesen notwendig / Gesucht werden Fachleute, die ihren Bereich gut beherrschen, die den Bedürfnissen der Kunden entgegenkommen

Bukarest, (PresseBox) - Wenn wir Berufsschule sagen, denken wir oft an technische Berufe, an Fabriken oder Produktion. Aber gut ausgebildetes Personal ist auch in den Bereichen Dienstleistungen, Tourismus oder im Bankenwesen notwendig. Gesucht werden Fachleute, die ihren Bereich gut beherrschen, die den Bedürfnissen der Kunden entgegenkommen und, was äußerst wichtig ist, die selbstständig arbeiten können.

Mit diesen Zielen im Hinterkopf haben wir uns auf den Weg gemacht, als wir das Projekt Şcoala de Carte şi Meserii gestartet haben, das Jugendliche in dem Bereich Handel qualifiziert. Uns haben während der letzten Jahre öfters Meldungen von Unternehmen mit deutschem Kapital erreicht, die sich beschwerten, dass sie kein geeignetes qualifiziertes Personal finden und dass Personal sehr oft von einem Unternehmen zum anderen wechselt. Deshalb haben wir im Herbst 2016 dieses Projekt, zusammen mit drei Partner-Unternehmen: Lidl, Hornbach und Penny, gestartet.

Es handelt sich um eine Partnerschaft zwischen den drei Unternehmen und den technologischen staatlichen Lyzeen für eine Ausbildung im dualen System. Fünf Städte sind an dem Projekt beteiligt: Timişoara, Sibiu, Braşov, Buftea und Bukarest. In jeder dieser Städte werden die teilnehmenden Unternehmen zusammen eine Klasse bilden, das bedeutet 120 Schüler, die Teil dieses Projektes sein werden.

Konkret läuft das so: ein Absolvent der 8. Klasse kann sich für eine dreijährige Ausbildung im Bereich Kaufmann/-frau im Einzelhandel entscheiden. Im ersten Schuljahr wird der Schüler für 5 Wochen/Jahr ein Praktikum bei einem der Partnerunternehmen absolvieren, im zweiten Jahr beträgt die Praktikumszeit ca. 2 Tage/Woche und im dritten Schuljahr wird der Azubi 3 Tage/Woche Praktikum machen und 2 Tage wird er zur Schule gehen, um sich die notwendigen theoretischen Kenntnisse anzueignen. Bevor der Schüler in die Berufsschule aufgenommen wird, findet ein Auswahlprozess statt, der von den Partnerunternehmen durchgeführt wird. Die Unternehmen werden außerdem bei der Abschlussprüfung und Zertifizierung der Azubis dabei sein. Nach Abschluss der Ausbildung können die Azubis bei den Unternehmen, wo sie Praktikum gemacht haben, eingestellt werden und ihre Karriere im Bereich Einzelhandel weiter führen. Sie können aber auch weiter studieren, die Abiturprüfung ablegen und eine Hochschule besuchen, wenn sie das möchten. Während der Ausbildung erhalten die Azubis ein Stipendium von 400 RON (200 RON staatliche Förderung und 200 RON von den Unternehmen); Transport und Mittagessen werden während der Praktikumszeit zur Verfügung gestellt.

Welche Rolle spielt dabei die AHK Rumänien? Die AHK koordiniert das Projekt und stellt das Zertifikat nach deutschem Standard aus. Neben der Rolle des Projektmanagers wird die AHK auch die Überwachung des Projektes übernehmen, nach klar festgelegten Kriterien des DIHK, weil sie am Ende die Azubis prüft. Diejenigen, die die Abschlussprüfung bestehen, werden ein Diplom erhalten, das den Abschluss „Rumänische duale Berufsausbildung nach deutschem Vorbild“ zertifiziert.

Was bedeutet dieses Projekt für die AHK Rumänien, für Unternehmen und Partnerschulen:

• Regelmäßige Gespräche zwischen den Partnern, Festlegen der Form der Zusammenarbeit
• Intensive Informationskampagne für Schüler und Besuche der Schulen in den Gegenden, in denen das Projekt stattfindet, für Gespräche vor Ort mit Schülern der 8. Klasse
• Auswahl der Schüler infolge eines Prozesses, der zusammen mit den Partnerunternehmen festgelegt wurde
• Die Unternehmen werden von der AHK verifiziert, ob sie über die notwendigen und geeigneten Räumlichkeiten und Ausstattungen verfügen für das Erlernen der notwendigen Kenntnisse
• Die AHK bildet aus und zertifiziert die Ausbilder in den Unternehmen, weil diese ihrerseits die notwendigen pädagogischen Kenntnisse erwerben müssen, um die Ausbildungsinhalte bestens den künftigen Schülern vermitteln zu können
• Anpassung des Curriculums, Vergleich der Inhalte mit denen aus Deutschland und Anpassung dieser an die Bedürfnisse der Unternehmen
• Regelmäßige Treffen zwischen den Tutoren aus den Unternehmen und den Lehrern der Partnerschulen für eine geeignete Anpassung der theoretischen Inhalte an die praktischen Gegebenheiten in den Unternehmen
• Unterstützende Besuche und Betreuung seitens der AHK Rumänien
• Regelmäßige Workshops für Lehrer und Partner, um die Ziele des Programms, die Lehrinhalte und die Lernmethoden zu koordinieren
• Organisieren der Abschlussprüfung nach deutschen Standards: Prüfungsthemen aus Deutschland, Zusammensetzung der Prüfungskommissionen, schriftliche und mündliche Prüfung.

In Zahlen:

• 120 eingeschulte Schüler, 5 Partner-Lyzeen, 5 Städte, 3 Schuljahre
• 10.000 Flyer, 500 Poster, zahlreiche Ausstrahlungen eines Radiospots, Präsentationsvideo des Projektes, eigene Facebook-Seite @scoaladecartesimeserii, Webseite des Projektes www.scoaladecartesimeserii.ro
• Anwesenheit bei 5 Berufsmessen, wo das Angebot vorgestellt wird
• Besuche in über 80 Schulklassen
• über 50 Stunden Workshops für die Anpassung der Curricula
• über 48 Tage für unterstützende Besuche der AHK vor Ort
• über 32 Tage Workshops mit Lehrern und Partnerunternehmen
• über 40 Stunden Ausbildung der Ausbilder

Deutsch- Rumänische Industrie- und Handelskammer

Die im September 2002 gegründete Deutsch-Rumänische Industrie- und Handelskammer (AHK Rumänien) zählt gegenwärtig über 550 Mitgliedsunternehmen und ist die größte bilaterale Handelskammer in Rumänien. Mit ihrem Leistungsangebot und ihren Veranstaltungen unterstützt sie deutsche Firmen bei ihrem Markteintritt in Rumänien und ist zugleich ein Partner für rumänische Unternehmen mit Interesse am deutschen Markt. In Rumänien widmet sich die AHK Rumänien aktiv der Implementierung des dualen Berufsbildungssystems nach deutschem Vorbild und betreibt eine eigene GreenTech Initiative, econet romania, sowie ein eigenes Ständiges Schiedsgericht. Weitere Informationen unter www.ahkrumaenien.ro.

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