Für mehr Qualität in den Ausschreibungen - Was der DERCOM rät

tekom-Jahrestagung 2019

Carl Pfeffer, erster Vorstand der DERCOM, bei der Podiumsdiskussion auf der tekom Jaherstagung 2019
(PresseBox) ( Stuttgart, )
  • Podiumsdiskussion zur neuen CMS-Marktstudie
  • Standardfunktionen von allen Systemen erfüllt
  • Hohe Zufriedenheit bei CMS-Nutzern
Zahlen, Daten, Diskussionen: Unter diesem Motto stand die Podiumsdiskussion, die der Verband deutscher Redaktions- und Content Management System Hersteller e. V. (DERCOM) auf der tekom-Jahrestagung 2019 initiiert hatte. Thema war die neue CMS-Studie und deren Nutzen für zukünftige Ausschreibungen.

„Die neue CMS-Studie bietet Technischen Redakteuren eine hervorragende Möglichkeit, sich darüber zu informieren, welche Redaktionssysteme den eigenen Anforderungen am besten gerecht werden und das eigene Geschäftsmodell voranbringen“, so Carl Pfeffer, erster Vorsitzender des DERCOM. „Da alle führenden Redaktionssysteme verglichen werden und die Ergebnisse des Fragenbogens dargestellt sind, können die wichtigsten Kundenfragen bereits hier geklärt werden. So kann der Wettbewerbsvorsprung erreicht werden, den man mit einem Redaktionssystem anstrebt.“  

Die Ergebnisse der Studie

Dr. Daniela Straub, Referentin für Aus- und Weiterbildung bei der tekom, und Prof. Dr. Wolfgang Ziegler vom Institut für Informations- und Content-Management (I4ICM), die die Studie bereits zum dritten Mal durchgeführt haben, stellten auf der tekom-Jahrestagung die Ergebnisse vor. Sie zeigen deutlich: CMS sind die optimale Lösung für die gestiegenen Anforderungen im Redaktionsprozess. So sind 70,6 Prozent der Nutzer mit ihrem CMS zufrieden und 71 Prozent rechnen damit, dass in fünf Jahren der Return-on-invest erreicht wird. Klar ist aber auch, dass es einige Dinge gibt, die Nutzer ändern würden, wenn sie die Möglichkeit hätten, ihr Redaktionssystem noch einmal neu einzuführen. Vor allem würden die User dann mehr Wert auf das Change Management legen, mehr Zeit für die Implementierung einplanen und sich im Vorfeld besser informieren.

Dafür bietet die Studie nun reichhaltige Möglichkeiten. Anhand eines Fragebogens mit 400 Fragen, den die führenden Hersteller von Redaktionssystemen ausfüllten, konnte belegt werden, dass die Standardfunktionen von allen CMS-Lösungen gleichermaßen erfüllt werden. Die Unterschiede liegen in speziellen Kriterien.

Empfehlungen des DERCOM

Im Rahmen der Podiumsdiskussion betonten die Vertreter des DERCOM, dass es nun nicht mehr nötig sei, als potenzieller Anwender eine lange Liste mit Fragen an Systemanbieter zu versenden, deren Antworten bereits in der Studie zu finden sind. Oder lange Ausschreibungen zu verfassen, die größtenteils bei allen Systemen gegebene Standardfunktionen abfragen. Der DERCOM empfiehlt stattdessen allen, die ein Redaktionssystem einführen wollen, die CMS-Studie zu prüfen, wichtige Punkte zu markieren, diese am eigenen Geschäftsmodell zu spiegeln und mit Use Cases zu versehen. Letztere können dann an die präferierten Systemlieferanten weitergegeben werden, damit diese zeigen können, wie ihre CMS-Lösungen jeweils damit umgehen.

Für Carl Pfeffer ist klar: „Lieber spendiere ich als Systemhersteller einen Workshop für einen potenziellen Anwender, als tagelang den Fragebogen auszufüllen, dessen Inhalte längst veröffentlicht sind.“ Durch gezielte Ausschreibungen, die explizit die für das eigene Unternehmen entscheidenden Use Cases in den Vordergrund rücken, gestalte sich die Erstellung für beide Seiten effizienter und zeitsparender. „Die Standardfunktionen müssen nicht abgeglichen werden und der Fokus liegt stattdessen auf jenen Kriterien, die im Wettbewerb den Unterschied machen. So findet der Interessent schneller das richtige System.“

Weitere Informationen unter www.dercom.de
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