Gefällige Optik stimuliert die Kaufentscheidung

Innovative Einfarben-Bogentiefdruckmaschine für edlen Verpackungsdruck / ATEX-zertifizierter Druckluftmotor hebt und senkt die Farbwannen

Amberg, (PresseBox) - Auf die Verpackung kommt es an. Die meisten Kaufentscheidungen fällt der Kunde vor Ort, innerhalb weniger Sekunden. Design, Ästhetik und Präsentation machen den Unterschied, die Verpackung gibt dem Konsumenten im modernen Waren- und Regalüberfluss die Orientierung. Spricht sie das emotionale Gehirn des Menschen an, sein limbisches System, stimuliert das die Kaufentscheidung. Neben der nach wie vor wichtigen Hauptfunktion einer Verpackung, den Schutz des Produkts zu gewährleisten, steht der optische Eindruck, der den Konsumenten zu einer Kaufentscheidung "verführt", im Fokus.

"Veredelungen bieten in diesem Zusammenhang mannigfaltige Möglichkeiten, Produkte gegenüber dem Wettbewerber aufzuwerten und von ihm abzuheben", macht Achim Kurreck, Geschäftsführer der H. C. Moog GmbH, deutlich. Er beschäftigt sich von Berufs wegen mit Verpackungen aller Art und beobachtet die Trends am Markt. Seine Maschinenbaufirma entwickelt und baut seit Jahrzehnten innovative Bogentiefdruckmaschinen, mit denen hochwertige Verpackungsware hergestellt wird. Trotz der weltweiten Vorherrschaft des Offsetdrucks im Verpackungs- und Veredelungsdruck konnte sich der familiengeführte Betrieb aus Hessen eine Marktnische als Spezialist für den Bogentiefdruck erobern.

Was ist eigentlich Tiefdruck? Beim Tiefdruckverfahren werden die zu druckenden Elemente als Vertiefungen - sogenannte Näpfchen - heutzutage meist per Laser in die Druckform (Zylinder oder Polymerplatte) eingebracht. Die gesamte Druckform wird vor dem Druck im Farbbad eingefärbt und die überschüssige Farbe an der Oberfläche des Druckzylinders anschließend mit der so genannten Rakel entfernt. Die Druckfarbe befindet sich nur noch in den Näpfchen. Mit dem Gegendruckzylinder wird der Bedruckstoff (z.B. Papier, Kartonage oder Folie) mit Druck gegen die Druckvorlage gepresst. Der Anpressdruck und Adhäsionskräfte bewirken die Farbübertragung. Die Tiefe und die Rasterweite der Näpfchen bestimmen die Intensität der Farbe, das Druckbild ist von ausgezeichneter Qualität und Auflösung.

"Bei vielen Anwendungen ist der industrielle Bogentiefdruck anderen Verfahren konzeptionell einfach überlegen", erklärt Achim Kurreck und sieht in dieser Drucktechnik prinzipiell ein ideales, kostengünstiges Verfahren zur Herstellung von Produktverpackungen gehobener Qualität. So ist seit Ende 2011 in der Schweiz bei der Firma Amcor Tobacco Packaging, einem Global Player für verantwortungsbewusstes Verpacken, eine innovative Moog-Einfarben-Tiefdruckmaschine im Einsatz, mit der qualitätsvolle Mock-Ups produziert und Kurzserien mit exzellenter Druckqualität kostengünstig realisiert werden.

Die Neuentwicklung MOOG1 TBR Compact 740/1040 ist eine multifunktionale Maschine für das maximale Bogenformat von 740 x 1040 mm und einer Maximalleistung von 12.000 Bogen pro Stunde. Sie ermöglicht Bogentiefdruck sowohl mit konventionellen Tiefdruckzylindern als auch mit digitalen Fotopolymerplatten. "In diese Neuentwicklung sind alle unsere Erfahrungen aus dem Bogentiefdruck eingeflossen", hebt Achim Kurreck hervor. "Das Herzstück der Maschine, der doppelt große Gegendruckzylinder, besteht aus hochwertigem Guss. So konnten wir den Liniendruck zum Blindprägen noch einmal erhöhen, ohne dass es sich negativ auf die Lebensdauer der Maschine auswirkt."

Für den Farbtransfer auf Druckzylinder oder Polymerplatte konstruierten die Tiefdruckspezialisten neue Farbwannen. Drei Typen stehen für verschiedene Farbmengen zur Verfügung. "Wir erzielen mit kleinsten Mengen Farbe die optimale Durchmischung, das erhöht die Umweltverträglichkeit der Produkte beim Recycling und minimiert zudem die Druckkosten," nennt Achim Kurreck die Pluspunkte. Für die Farbwannen-Höhenverstellung benötigte der Hersteller einen Antrieb, der im explosionsgefährdeten Bereich eingesetzt werden kann.

Die Wahl fiel auf einen Druckluftmotor der DEPRAG SCHULZ GMBH u. CO. aus Amberg. Ein 400 Watt starker BASIC LINE Lamellenmotor ist im Kernbereich des Druckwerks an der Farbwanne installiert. Mit einer Nenndrehzahl von 60 1/min bei einem Nenndrehmoment von 63,6 Nm bewirkt dieser die Höhenregulierung der Farbwanne.

Druckluftlamellenmotoren funktionieren nach einem einfachen Prinzip. Das Arbeitsfluid Druckluft setzt den in einem exzentrischen Zylinder umlaufenden Rotor in Bewegung. In seinen Schlitzen stecken Lamellen, sie werden durch die entstehende Zentrifugalkraft nach außen gegen die Zylinderwand gedrückt. Auf diese Weise bilden sich Arbeitskammern für die sich ausdehnende Druckluft. In der Folge wandelt sich über die Expansion der komprimierten Luft die Druckenergie in kinetische Energie - die Drehbewegung entsteht. Durch die Entspannung der Luft wird der Lamellenmotor unter Last eher kühl, eine Überhitzung ist ausgeschlossen. Dazu ist Druckluft an sich ein unproblematischer Energieträger - es entstehen keinerlei Gefahren durch elektrische Anschlussleitungen. DEPRAG Produktmanagerin Dagmar Dübbelde: "Das ist der Grund, warum unsere Druckluftlamellenmotoren im explosionsgefährdeten Bereich eingesetzt werden."

Alle Luftmotoren der BASIC LINE mit robustem Graugussgehäuse sind standardmäßig mit ATEX-Zulassung für den explosionsgefährdeten Bereich versehen. "Es entstand für uns kein zusätzlicher Zeit- oder Kostenaufwand, um die ATEX-Konformität zu erreichen", nennt Moog-Geschäftsführer Kurreck einen herausragenden Aspekt der Kaufentscheidung für den DEPRAG Druckluftmotor. Doch auch die Leistungsdichte des Luftmotors hat ihn überzeugt.

Viele weitere Pluspunkte sprechen für den Einsatz eines Druckluftmotors. Hauptvorteil ist seine große Leistungsdichte. Je nach Ausführung benötigt er nur ein Fünftel der Masse eines Elektromotors oder ein Drittel seiner Größe. Die abgegebene Leistung ist bei Druckluftmotoren über weite Drehzahlen nahezu konstant. Sie können daher auch in einem breiten Feld wechselnder Lasten optimal betrieben werden. Die Motorleistung lässt sich dabei durch Drosselung der Luftmenge stufenlos steuern. Eine Überlastung des Motors findet nicht statt. Er hält der Belastung bis zum Stillstand schadlos stand und läuft danach ohne Probleme wieder an und das beliebig oft hintereinander. Auf Grund der vielfältigen Ausführungsvarianten, der einfachen, vielfach bewährten Bauweise, des geringen Eigengewichtes, des großen Drehzahlbereichs und der Explosionssicherheit finden Druckluftmotoren ein breites Einsatzspektrum.

Auch die weiteren Features haben die Moog'schen Ingenieure überzeugt. Druckluftlamellenmotoren sind überaus robust und wartungsarm. Lediglich die Lamellen werden in bestimmten Intervallen ausgewechselt. Doch dazu muss der Druckluftmotor nicht ausgebaut werden. Dagmar Dübbelde: "Unsere BASIC LINE Druckluftmotoren verfügen über ein patentiertes Lamellenwechselsystem, das den Austausch in wenigen Minuten ermöglicht". Der Luftmotor verbleibt während des Lamellenwechsels im Einbauzustand - das spart wertvolle Zeit. Nach dem Lösen der Zylinderschrauben und dem Entfernen der Rolle können die Lamellen mittels einer Pinzette schnell und einfach entfernt und neu eingesetzt werden.

Die Zusammenarbeit mit der DEPRAG - Beratung und Service - schätzt Achim Kurreck sehr. Und noch ein Aspekt, weshalb die neue MOOG1 TBR Compact mit dem robusten DEPRAG Druckluftmotor ausgestattet wurde: "Auf den Einsatz deutscher Qualitätsprodukte mit entsprechender Gewährleistung sowie dem eventuell notwendigen Ersatz gleicher Bauweise über einen längeren Zeitraum legen wir auch im Interesse unserer Kunden großen Wert."

Bogentiefdruck ist nach Auffassung der Fachleute von H. C. Moog das ideale Druckverfahren zur Herstellung exklusiver, edler Verpackungen, wie sie der heutige Markt verlangt. Achim Kurreck: "Der Tiefdruck ist das einzige Verfahren, das eine stabile Produktion mit gleich bleibend hoher Qualität garantiert." Dafür sorgt in der innovativen Einfarben-Bogentiefdruckmaschine auch ein neuartiger Inline-Viskosimeter. Denn der gewährleistet immer die gleiche Viskosität während der Produktion. Da für jedes Druckprodukt ein extra Druckzylinder oder eine eigene Polymerplatte angefertigt wird und als Druckvorlage dient, wird die Näpfchenkonfiguration an den Bedruckstoff und auf die zu übertragenden Farbpigmentgrößen angepasst. Das sichert, so Achim Kurreck, das gleich bleibend hohe Niveau. "Keine unbekannten Parameter können das Druckergebnis negativ beeinträchtigen."

Nach dem Druck gelangen die frischen Bogen in die Trocknung. Auch hier geht H. C. Moog mit der Einfarben-Tiefdruckmaschine neue Wege: Vom Leitstand der Maschine aus kann die Trocknung der Bogen, die mit frequenzgesteuerten Radialgebläsen und Heizpatronen erfolgt, den Anforderungen an das Substrat und die Farbauftragsstärke angepasst werden. Zunächst wird nach der Druckzone die Farbe auf den Bogen mit normaler Raumtemperatur per High Speed Air Knives (HAK), die sich in Pressung und Luftgeschwindigkeit regulieren lassen, angetrocknet. In der Folge passieren die Bogen drei weitere Kassettenkombitrockener. Zwischen der ersten und zweiten Kassette nimmt ein weiteres HAK Abluft auf, um sie der Zuluft wieder zuzuführen und die zurück gewonnene Energie kostengünstig weiter zu verwenden. Achim Kurreck: "Das spart Ressourcen und macht sich positiv in der Gesamtkalkulation bemerkbar."

Die neuartige MOOG1 TBR Compact 740/1040 eignet sich sowohl als einzelne Produktionsmaschine, da problemlos mehrere Druckdurchgänge realisiert werden können, aber auch als vor oder nach gelagerte Maschine im Rahmen einer Offline-Kombination mit anderen Bogendruckmaschinen. Im Gegensatz zum Rollentiefdruck ist keine Anpassung des Zylinderdurchmessers notwendig. "Das minimiert die Kosten, da alle Packungsgrößen gedruckt werden können, die auf das Format 740 x 1040 mm passen", erläutert Achim Kurreck. Beim Einsatz von Fotopolymerplatten werden immer dieselben Plattenabmaße verwendet. Kurreck: "So lassen sich auch anspruchsvolle Kleinauflagen rentabel drucken und zwar äußerst effizient und mit exquisitem Ergebnis."

Viele Industriesparten setzen auf immer ausgefallene Designs, um das Kaufinteresse des Konsumenten zu reizen. Die raffinierten Techniken des Bogendrucks und der Einsatz von Bronzen oder Farben mit Metallpigmenten signalisieren die Hochwertigkeit des Produkts und kommen beim Kunden an. Bedruckt werden Papier und Karton aber auch nicht dehnbare Folien sowie eine Vielzahl anderer Substrate. Auch Drucke aus dem Bereich "Security Printing", die vor Fälschung schützen, sind für die MOOG1 TBR Compact kein Problem. "Mit unserer Neuentwicklung werden wir unsere Marktführerschaft im Bereich Bogendruckmaschinen behaupten und weiter ausbauen," blickt Moog-Geschäftsführer Kurreck optimistisch in die Zukunft des familiengeführten Druckmaschinenherstellers aus Rüdesheim am Rhein.

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