Dematic automatisiert Distributionszentrum bei Spielwarenhersteller HABA Group

Automatischer Taschensorter in die Bestandsanlage integriert / Modulares und skalierbares System beschleunigt Distributionsprozesse / Retouren in unter einer Stunde wieder versandbereit

Dematic hat die Retouren- und Versandlogistik der HABA Group B.V. & Co. KG automatisiert. (Foto: Dematic)
(PresseBox) ( Heusenstamm, )
Dematic hat die Retouren- und Versandlogistik der HABA Group B.V. & Co. KG automatisiert. Dazu hat der Intralogistik-Spezialist ein platzsparendes Dematic Taschensortiersystem in dessen Distributionszentrum in Bad Rodach installiert, wo es den Spielwarenhersteller beim schnellen und effizienten Abwickeln von E-Commerce-Bestellungen unterstützt. Das Unternehmen vertreibt von dort aus unter den Marken HABA, Qiero!, Fitz und Jako-O seine Produkte. Das automatisierte Hängesystem auf Rolladaptern lagert und sortiert sowohl Hänge- und Liegeware als auch flach verpackte Gegenstände und Kartons in einem einzigen System. Die Artikelaufnahme in die Taschen erfolgt ebenso wie deren Entleerung automatisch. Damit ist das System für die vollautomatisierte Auftragsabwicklung für den reinen E-Commerce und auch den Omni-Channel-Handel geeignet. Bei der HABA Group stellt der Taschensorter über zwei Stockwerke die Verbindung zwischen Wareneingang und Versandabteilung dar. In insgesamt 18 Pufferschleifen, in denen die Taschen zirkulieren und auf neue Auftragszuweisungen warten, finden bis zu 40.000 Produkte Platz. Dank der Dematic-Lösung sind Retourwaren damit in kürzester Zeit wieder verkaufsbereit.

„Unser bisheriges Retourenmanagement war den Anforderungen des modernen E-Commerce nicht mehr gewachsen. Mit dem Taschensortiersystem von Dematic verkürzen wir die Zugriffszeiten auf zurückgeschickte Artikel und machen sie schnellstmöglich wieder für den Versand verfügbar“, erklärt Torsten Kreußel, Leiter Prozessmanagement, Produktion und Logistik bei der HABA Group B.V. & Co. KG. Besonderen Wert legte das Unternehmen aus Bad Rodach darauf, dass sich die neue Technik nahtlos in die bestehende Anlage integrieren ließ. Für die Installation verwendete Dematic daher den bis dato ungenutzten Luftraum in dem Distributionszentrum.

Für den Warentransport verwendet das System Taschen, die platzsparend an Rollen aufgehängt sind und in einer Überkopfschiene laufen. Dank des modularen Aufbaus und variabler Kettenlänge kann der Taschensorter kompakt in nahezu jeder Anwendungsumgebung verbaut werden. In den Taschen lassen sich verschiedenste Produktformen und -größen mit einem Gewicht bis zu drei Kilogramm lagern. „Die einzelnen Taschen sind per RFID-Tag und Barcode identifizierbar, sodass wir jederzeit im System erkennen können, wo sich welcher Artikel befindet“, sagt Kreußel.

Nach der Retourenbearbeitung findet die automatische Taschenbeladung im Erdgeschoss statt. Anschließend transportiert das System die Taschen über einen Steilförderer ins zweite Obergeschoss. Dort zirkulieren sie in einem dynamischen Puffer, der auf 18 Förderschleifen mit jeweils 128 Metern Länge rund 40.000 Produkte zwischenlagern kann. Im Falle einer Auftragszuordnung transportiert der Sorter die angeforderten Waren zum Taschensammler, der sie per Batch-Kommissionierung auf 17 parallelen Stangen ihrer jeweiligen Batch zuordnet. An den Umpackstationen erfolgt die Konsolidierung des Gesamt-Batches mit den Waren aus dem manuellen Lager. Dazu entlädt das System die Taschen automatisch an den vordefinierten Stellen und transportiert sie nach dem Verschließen über einen zweiten Förderschacht wieder zur Leertaschenstrecke im Erdgeschoss, wo sie auf ihren nächsten Einsatz warten. „Der Taschensorter lagert so bis zu 750 Artikel pro Stunde und Arbeitsstation aus“, so Kreußel.

Bei der Planung hat Dematic bereits eine potenzielle Erweiterung des Taschensortiersystems mitgedacht. Die HABA Group kann die Kapazität der Anlage somit auch im Nachhinein unkompliziert erhöhen und so flexibel auf Änderungen reagieren. Mit der hohen Warenverfügbarkeit insbesondere von Retouren, die der Taschensorter garantiert, ist Kreußel aber schon jetzt zufrieden: „Was früher mehrere Tage gedauert hat, erledigt das System nun in einer knappen Stunde. Dadurch sparen wir sowohl Zeit als auch Geld und sorgen durch kürzere Lieferzeiten für eine noch höhere Zufriedenheit bei unseren Kunden.“
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