Geht es Bosch AS wirtschaftlich tatsächlich so schlecht, dass betriebsvertraglich garantierte Leistungen jetzt kassiert werden müssen?

(PresseBox) ( Stuttgart, )
Das ideelle Leitbild hat einen sehr bedeutsamen Einfluss auf die Art und Weise, wie Mitarbeiter*innen in ihrem gesamten Arbeitsalltag agieren. Dies hat direkte, positive wie negative Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Frau Vera Winter, verantwortlich für Nachwuchsgewinnung und Talentbindung bei Bosch hat die Unternehmensphilosophie in Bezug auf die Mitarbeiterbindung wie folgt skizziert: "Wer als Unternehmen wie Bosch in einer vernetzten Arbeitswelt mit Produkten und Services die Technologieführerschaft anstrebt, braucht hochqualifizierte Mitarbeiter. Daher wollen wir weltweit in unseren Märkten zu den führenden Arbeitgebern zählen ... Um die Besten zu gewinnen, sie zu begeistern und langfristig zu binden, bauen wir unsere Arbeitgeberattraktivität stetig aus." Da die Unternehmensleitung bei Bosch AS gerade wichtige tarifliche Bausteine einzukassieren versucht, stellt die CGM die Frage: Geht es Bosch AS wirtschaftlich so schlecht, dass die Unternehmensführung tariflichen Leistungsbausteine gerade jetzt wegrationalisieren muss?

Die Unternehmensführung jedenfalls kannte schon seit langem die wirtschaftliche Lage des Standortes Schwäbisch Gmünd, denn Bosch war mit der ZF AG seit 1999 durch eine Joint Venture Partnerschaft (ZF Lenksysteme GmbH) eng verbunden. Seit der Übernahme des Standortes Schwäbisch Gmünd im Jahre 2015 fordert nun die Unternehmensführung bei Bosch immer wieder utopische EBIT Raten, die selbst in den in besten Zeiten bei ZF AG und später bei der ZF Lenksysteme GmbH als Joint Venture Partner niemals erreicht werden konnten. Jetzt soll wieder einmal die Problemlösung in Schwäbisch Gmünd darin bestehen, betriebsvertraglich garantierte Leistungen einzukassieren!

Die CGM fordert nun die Unternehmensleitung bei Bosch AS dazu auf, klar zu benennen wer und mit welchem Produkt das Benchmark festgelegt wurde, an dem wir uns als Bosch Automotive Steering messen lassen müssen. Damit wir eine Transparenz bekommen, ob diese Forderung (EBIT) angemessen, realistisch und umsetzbar ist.

Ebenfalls fordert die CGM die Arbeitgeberseite auf, die wirtschaftliche Lage und die damit zusammenhängenden Probleme offen und transparent aufzuschlüsseln und an die Belegschaft ehrlich zu kommunizieren. Somit würden wir ein gemeinsames Mindset zwischen Unternehmen und Belegschaft erzielen, welches auch das Vertrauen in die Bosch AG wieder stärken würde.
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