Platzierung der Bildungs-Anleihe erfolgreich beendet

Florian Kollewijn (li.) und Olaf Lampson (re.), (c) CHANCEN eG, die beiden Gründer und Vorstand der CHANCEN eg, die für faire Bildungsfinanzierung angetreten ist. (PresseBox) ( Berlin, )
Die CHANCEN eG hat die Platzierung ihrer „BildungsCHANCEN Anleihe“ über 13 Millionen Euro Anfang Juli – und somit etwas vor Ende der Platzierungsfrist – erfolgreich beendet. Mit dem Erlös finanziert die Genossenschaft bis zu 650 Studienplätze nach dem Modell des Umgekehrten Generationenvertrags (UGV).

Am 20. August 2019 hatte die CHANCEN eG die BildungsCHANCEN Anleihe (WKN A2TSCT/ DE000A2TSCT2) über einen Gesamtbetrag von 13 Mio. Euro, einem Zinssatz von drei Prozent und einer Laufzeit von zwölf Jahren emittiert. Nach einer plangemäßen Platzierung der ersten beiden Tranchen im Herbst/Winter 2019/2020 über insgesamt rund sieben Mio. Euro platzierte die GLS Bank im Rahmen der dritten und letzten Tranche nach Ostern den verbleibenden Betrag von gut sechs Mio. Euro. Angelika Stahl, Leiterin Vermögensmanagement und Stiftungsbetreuung in der GLS Bank: „Unsere Kund*innen wollen selbstbestimmte Bildung für alle unterstützen. Sie eint das Menschenbild, dass das Zutrauen in die intellektuellen und praktischen Fähigkeiten der Studierenden sich in Zukunft in jedem Fall auszahlt - in erster Linie gesellschaftlich und als Folge daraus auch ökonomisch für die Anleihegläubiger“.

Die Emittentin

Die CHANCEN eG macht es sich seit ihrer Gründung 2016 zur Aufgabe, jungen Menschen unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten genau das Studium auch an einer nicht-staatlichen Hochschule zu ermöglichen, welches sie sich wünschen. Mit dem UGV-Modell übernimmt die Genossenschaft die Studiengebühren für das jeweilige Wunsch-Studium an einem der nicht-staatlichen Partnerinstitute. Die Studierenden zahlen die Ausleihung nach ihrem Abschluss als Prozentsatz ihres späteren Einkommens zurück.

Mit der BildungsCHANCEN Anleihe ist das weitere Wachstum der Genossenschaft finanziert worden. Aktuell ermöglicht die CHANCEN eG über 700 jungen Menschen in Deutschland ihre Wunschausbildung; bald sollen es bis zu 1.000 sein. Das Angebot des UGV richtet sich an Studierende von 33 privaten Hochschulen und Bildungspartnern sowie – für ein Studium der Humanmedizin – an einer der vielen kostenpflichtigen Medizinhochschulen im EU-Ausland. Unter den in Deutschland tätigen Hochschulen sind etwa die CODE University, die Hertie School of Governance, die Medizinische Hochschule Brandenburg oder die Lancaster University Leipzig.

Platzierung über ein Jahr gestreckt

Die Bildungs-Anleihe wurde zeitlich und vertriebsseitig gestaffelt über ein ganzes Kalenderjahr platziert, annähernd solange wie die Genehmigung der Finanzaufsicht zeitlich reichte. Dies war dem Liquiditätsprofil der CHANCEN eG geschuldet, das von den großen Zahlterminen zum Semesterbeginn geprägt wird. „Unnötige Liquidität wollten wir vermeiden, da wir sonst zuviel Negativzinsen zahlen müssten. Das wäre nicht im Sinne der Anleger*innen, die nachhaltiges Wirtschaften fördern wollen“, sagt Olaf Lampson, Mitgründer und Finanzvorstand der Genossenschaft.

Lampson und sein Vorstandskollege Florian Kollewijn hatten ihr Studium an der Universität Witten/Herdecke ebenfalls mithilfe des UGV finanziert und zahlen nun ihre Studiengebühren an die dortige Organisation zurück. Die CHANCEN eG trägt mit ihrem Modell der fairen und nachhaltigen Bildungsfinanzierung zum Ziel 4 der Sustainable Development Goals der UNO (SDG´s) von Hochwertiger Bildung bei, ebenso wie zu den Zielen 5 (Gleichstellung der Geschlechter), 8 (Gute Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum) sowie 10 (Reduzierte Ungleichheiten).
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